Low-Budget-Reisen: 5 nachhaltige Tipps für kleines Geld

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Auf Low-Budget-Reisen kannst du Länder manchmal noch intensiver kennenlernen, da du überfüllte Hotels und Attraktionen meidest und eher mit Locals ins Gespräch kommst. Wir stellen dir einige Tipps für Reisen mit kleinem Geldbeutel vor.

Du möchtest gern die Welt sehen, hast nur leider nicht so viel Geld? Kennst du ein paar Tipps und Tricks, kannst du auch mit wenig Geld ferne Orte besuchen und das Beste aus deinem Aufenthalt herausholen.

Da du dir kein privates Hotelzimmer oder überteuerte Tourist:innen-Touren leisten kannst und eher darauf angewiesen bist, mit Locals oder anderen Reisenden in Kontakt zu treten, nimmst du deine Reise eventuell sogar noch viel intensiver wahr. Schließlich kannst du so auf deinen Low-Budget-Reisen wertvolle Freundschaften knüpfen und Orte abseits der überfüllten Tourist:innen-Attraktionen erkunden.

Low-Budget-Reisen: Reise in der Nebensaison!

Wenn du deine Reise planst, achte möglichst darauf, deinen Trip in die Nebensaison zu verlegen. Dann sind Unterkünfte, Attraktionen und geführte Touren in der Regel deutlich günstiger. Ein weiterer Vorteil: Die meisten Orte sind dann nicht von Tourist:innen überlaufen. Dadurch verkürzen sich Wartezeiten und dein gesamter Aufenthalt wird etwas entspannter ablaufen.

Ein möglicher Nachteil: Weil es dann eben nicht die Hauptsaison ist, könnte das Wetter nicht immer ganz mitspielen. Einige Attraktionen, die interessieren, sind vielleicht auch geschlossen oder Touren werden nicht angeboten. Möchtest du jedoch eher das Land selbst, seine Natur und seine Alltagskultur kennenlernen, dann eignet sich die Nebensaison super.

Low-Budget-Reisen: Buche möglichst zeitig!

Auf Low-Budget-Reisen solltest du möglichst früh buchen, um hohe Kosten zu meiden.
Auf Low-Budget-Reisen solltest du möglichst früh buchen, um hohe Kosten zu meiden.
(Foto: CC0 / Pixabay / jplenio)

Je früher du buchst, desto weniger Geld musst du in der Regel zahlen. Das gilt sowohl für Transportmittel als auch Unterkünfte. Vermeide deshalb spontane Entscheidungen und plane für Low-Budget-Reisen so gut es geht im Voraus. 

Nutze Couchsurfing oder arbeite für deine Unterkunft!

In den meisten Orten kannst du problemlos Unterkünfte finden, für die du keinen Cent zahlen musst. Dafür kannst du zum einen Couchsurfing nutzen. Über das Portal findest du Locals, die kostenlos einen freien Schlafplatz anbieten und gern Reisende aus fremden Ländern kennenlernen möchten. So lernst du potenziell viel eher die Kultur eines Landes kennen als in einem Hotel. Je nachdem, wie viel Zeit deine Hosts haben, bieten sie dir vielleicht auch an, dir die Stadt oder die Umgebung zu zeigen. So kannst du dir auch eine teure Stadtführung sparen und bekommst aus erster Hand hilfreiche Tipps für deinen Trip.

Um Couchsurfing zu nutzen, erstellst du dir ein Profil. Du musst dafür zwar Geld bezahlen, die Kosten belaufen sich jedoch lediglich auf 2,39 Euro pro Monat oder 14,29 Euro pro Jahr. Dann kannst du nach Gastgeber:innen in deiner Umgebung suchen. Achte dabei auf deine Sicherheit! Lies dir zu jeder Person die Reviews von anderen Couchsurfer:innen durch. Bevorzuge zudem Hosts, die sich per Kreditkarte oder Ausweis verifiziert haben.

Weil die Plattform Übernachtungen bei Fremden vermittelt, kommt es auch zu sexueller Belästigung und sogar Übergriffen, vor allem weiblichen Surferinnen gegenüber. Welche Absichten dein Host wirklich verfolgt, ob er oder sie beispielsweise eher nach einem Date als kulturellem Austausch sucht, kannst du vorher nie wirklich wissen.

Um Geld zu sparen, kannst du auch für deine Unterkunft arbeiten. Dafür kannst du Plattformen wie WorkAway oder WWOOF (World-Wide Opportunities on Organic Farms) nutzen. Dort findest du Anfragen von Personen, die dir einen Schlafplatz im Austausch für etwas Arbeit anbieten. Teilweise bekommst du sogar alle Mahlzeiten umsonst.

Bei WWOOF findest du ausschließlich Anfragen von Farmer:innen, die eine biologisch zertifizierte Farm oder einen Bauernhof besitzen. So unterstützt du nebenbei immerhin im Kleinen die ökologische Landwirtschaft. Bei WorkAway findest du auch Anfragen für kleine Hilfen im Haushalt oder Garten, Babysitting oder Tierpflege.

Auch auf diesen Plattformen musst du einen Mitgliedsbeitrag bezahlen. Bei WWOOF beträgt dieser für Deutschland aktuell 25 Euro pro Jahr, bei WorkAway liegt er aktuell bei 49 US-Dollar.

Low-Budget-Reisen: Übernachte in Hostels!

Buche in Hostels ein Bett im Mehrbettzimmer für eine günstige Übernachtung.
Buche in Hostels ein Bett im Mehrbettzimmer für eine günstige Übernachtung.
(Foto: CC0 / Pixabay / sabrinayrafa)

Um möglichst kostengünstig unterzukommen, solltest du unterwegs in Hostels übernachten, wenn Couchsurfing gerade keine Option für dich ist. Buche für einen erschwinglichen Preis am besten ein Bett in einem Mehrbettzimmer. Dabei gilt: Je mehr Betten es in einem Raum gibt, umso günstiger wird es!

Der Vorteil bei Hostels ist, dass du sehr leicht mit anderen Reisenden ins Gespräch kommst. So kannst du Menschen aus allen möglichen Ländern kennenlernen und findest vielleicht auch Reisepartner:innen für dein nächstes Reiseziel. Einige Hostels bieten auch Mehrbettzimmer für nur jeweils ein Geschlecht, oder spezielle Zimmer nur für weibliche Gäste an. Nimm das in Anspruch, wenn du dich so sicherer und wohler fühlst.

Achte darauf, ein Hostel mit Gemeinschaftsküche zu buchen. So kannst du selbst deine Mahlzeiten zubereiten und bist nicht auf teures Take-Away-Food oder Restaurantbesuche angewiesen. Im Gegensatz zu den meisten Take-Away-Optionen sparst du dabei auch Verpackungsmüll ein und kannst Zusatzstoffe im Essen vermeiden, wenn du selbst mit frischen Zutaten kochst.

Low-Budget-Reisen: Nutze günstige Transportmittel!

Vergleiche die Preise für Bus und Bahn, um dich auf Low-Budget-Reisen günstig fortzubewegen.
Vergleiche die Preise für Bus und Bahn, um dich auf Low-Budget-Reisen günstig fortzubewegen.
(Foto: CC0 / Pixabay / doctor-a)

Um von A nach B zu kommen, gibst du auf einer Reise natürlich auch viel Geld für Transportmittel aus. Günstiger wird es deshalb schon einmal, wenn du nicht allzu weit reist. In nahegelegene europäische Länder kommst du kostengünstig mit dem Fernbus. Bereist du hingegen andere Kontinente, gibst du schon vor der Reise viel Geld für Hin- und Rückflug aus.

Auch aus ökologischer Perspektive ist es sinnvoll, nicht allzu weite Strecken mit Bus oder Bahn zurückzulegen. So sparst du im Gegensatz zu langen Flügen viele CO2-Emissionen ein.

Wenn du dich innerhalb eines Landes fortbewegen möchtest, kannst du online die Preise für Bus und Bahn vergleichen. Teilweise sind dabei Inlandsflüge vielleicht sogar die günstigste Option. Wir empfehlen jedoch in diesem Fall, lieber etwas mehr für eine Busfahrt auszugeben, um deine Reise so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

In Hostels kannst du zudem leicht Freund:innen finden, die vielleicht dieselbe Strecke wie du zurücklegen möchten und bereits ein Auto besitzen. So findest du Mitfahrgelegenheiten und musst dir nicht selbst ein Auto mieten. Denn das ist nicht nur teuer, sondern auch klimaschädlich.

Innerhalb einer Stadt solltest du teure Fahrten per Taxi oder Uber meiden. Gehe stattdessen lieber zu Fuß oder nutze die öffentlichen Verkehrsmittel. In einigen Städten kannst du dir auch für wenig Geld ein Fahrrad ausleihen. Dabei sparst du ebenfalls etliche CO2-Emissionen ein.

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