Macadamiaöl: Anwendung, Wirkung und Kritik

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Macadamiaöl findet Anwendung in Salaten, in Kosmetikprodukten und bei der Haarpflege. Allerdings ist das Öl der Macadamianüsse sehr umstritten. Problematisch ist vor allem die schlechte Ökobilanz – andere Öle schneiden deutlich besser ab.

Macadamiaöl gilt als gesund und ist in vielen Kosmetik-Produkten enthalten. Hersteller gewinnen das Öl aus den reifen Macadamianüssen. Die Nüsse werden dazu kaltgepresst oder das Öl erst extrahiert und dann durch Raffination konzentriert. Ursprünglich stammen Macadamianüsse aus Queensland im Osten Australiens.

Macadamiaöl zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Geschmack: mild bis nussig
  • Farbe: gelb bis hellbraun
  • Geruch: mild bis schwach-nussig

Die Hauptanbaugebiete von Macadamianüssen sind Australien und Hawaii. Auch in Südafrika, Neuseeland, Kenia, Costa Rica und Guatemala werden Macadamianüsse angebaut. Bis ein Baum Früchte trägt, dauert es fünf bis sieben Jahre.

Macadamiaöl: Anwendung für Haut, Haare und in der Küche

Macadamiaöl lässt sich vielseitig verwenden.
Macadamiaöl lässt sich vielseitig verwenden. (Foto: CC0 / Pixabay margenauer)

Macadamiaöl ist äußerst vielseitig und findet sowohl Verwendung in Kosmetikprodukten als auch in der Küche.

In der Küche:

  • Salat: Der leicht nussige Geschmack verleiht Salaten eine besondere Note.
  • Teig: Ob Kuchen- oder Brotteig, auch zum Backen eignet sich das Öl und gibt dem Teig ein nussiges Aroma.
  • Braten: Wer bei niedriger Hitze brät, kann dazu ebenfalls Macadamiaöl verwenden. Allerdings liegt der Rauchpunkt bei ca. 150 Grad, sodass es sich nicht zum heißen Anbraten eignet.

Für die Haare:

  • Du kannst Macadamiaöl als Haaröl einsetzen und damit die Spitzen einfetten. Am besten lässt du das Öl über Nacht einwirken. Es macht die Haare geschmeidig und pflegt die Haarspitzen. Morgens lässt es sich leicht mit einem Naturkosmetik-Shampoo auswaschen.
  • Macadamiaöl ist auch in verschiedenen Shampoos enthalten, zum Beispiel in Lavera Tiefenpflege & Reparatur.

Für die Haut:

  • Macadamiaöl zieht schnell ein und spendet wie alle Öle Feuchtigkeit. Es findet sich zum Beispiel in einigen Gesichts- und Fußpflege-Produkten sowie in verschiedenen Körpercremes (zum Beispiel Handbalsam SOS von Lavera).

Als Badezusatz:

Macadamiaöl eignet sich auch als natürlicher Badezusatz. Es genügen schon 20 Milliliter Öl in der Badewanne, um einen entspannenden Duft zu erhalten.

Wirkung von Macadamiaöl

Für Macadamiaöl müssen die reifen Nüsse zuerst trocknen.
Für Macadamiaöl müssen die reifen Nüsse zuerst trocknen. (Foto: CC0 / Pixabay / revistaadelasa)

Welche positiven Wirkungen Macadamiaöl auf die Gesundheit hat, ist bisher kaum wissenschaftlich erforscht. Es gibt lediglich eine Studie, die sich mit Macadamiaöl auseinandersetzt. Darin kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Macadamiaöl bei fettreicher Ernährung den Insulinspiegel senken und Entzündungen des Fettgewebes mildern kann. Allerdings haben sie die Studie an Mäusen durchgeführt – klinische Studien gibt es nicht.

Analysen zeigen, dass Macadamiaöl reich an Palmitoleinsäure ist. Sie macht etwa 20 Prozent des Öls aus. Einen so hohen Anteil haben normale Speiseöle nicht. Ein ähnlich hoher Anteil an Palmitoleinsäure steckt nur in tierischen Fetten und Avocadoöl. Palmitoleinsäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) führt in einer Zusammenfassung Studien an, nach denen Palmitoleinsäure das Risiko für Diabetes und plötzlichen Herztod senken kann. Insgesamt gehen die Experten von gesundheitsfördernden Effekten aus. Eine eindeutige Verbindung lässt sich aber bisher nicht nachweisen.

Schlechte Ökobilanz: Macadamiaöl in der Kritik

Macadamiaöl hat wie Macadamianüsse einen langen Transportweg: Die Nüsse werden vor allem in Australien, Hawaii, Südafrika, Neuseeland, Kenia, Costa Rica und Guatemala angebaut. Da der Import mit hohen CO2-Emissionen verbunden ist, haben sie eine schlechte Ökobilanz.

Besser sind deshalb heimische Nüsse bzw. ein heimisches Nussöl. Hier eignet sich zum Beispiel Walnussöl, das einen ähnlichen Geschmack wie Macadamiaöl hat.

Wenn du Macadamiaöl kaufen möchtest, achte auf das Bio-Siegel sowie ein Fairtrade-Siegel. Das Bio-Siegel verbietet bedenkliche Pestizide, die der Natur schaden und die Arbeiter auf den Plantagen krank machen können. Das Fairtrade-Siegel garantiert den kleinen Plantagenbesitzern und den Arbeitern dort faire Löhne.

Hochwertiges Macadamianussöl erhältst du zum Beispiel von Primavera in Bio-Qualität (erhältlich bei ** Avocadostore, Amazon).

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