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Schalter-, Funk- und Master-Slave-Steckdosen – 14 clevere Geräte, die Strom sparen

Gadgets Stromsparen
Produkte: Brennenstuhl, Mumba u.a.

Strom sparen ist schön: Weil wir damit zugleich Geldbeutel und Umwelt schonen. Schön auch, dass es inzwischen Schalter-Steckdosen und andere schlaue Geräte gibt, die praktisch ohne unser Zutun Energie sparen – oft sogar effizienter, als wir es selbst könnten.

Wer Filme sieht, die vor 100 Jahren spielen, dem fällt vor allem ein Unterschied auf: Früher gab es praktisch nichts (außer Glühlampen), was mit Strom betrieben wurde. Heute finden wir in jedem Raum mindestens ein Gerät, das immer läuft – und sei es nur im Stand-by-Betrieb. Gegen diese Stromfresserchen kann man mit einfachen Kippschaltern vorgehen. Doch die folgenden 14 Geräte können teilweise noch viel mehr.

Schalter-Steckdosen und andere intelligente Helferlein

Hand aufs Herz: Drückst du beim Fortgehen alle Tasten, um sämtliche Stand-by-Geräte in der Wohnung zu deaktivieren? Abgesehen davon, dass sich einige Geräte inzwischen gar nicht mehr von Hand abschalten lassen, sondern im Stand-by-Modus bleiben, bis man ihnen den Stecker zieht. Auch Akkus, Trafos und Netzteile von Laptops, Lampen & Co. lutschen weiter Strom, wenn sie nicht ausgesteckt werden. Und das kostet.

1. Die gute alte Steckdosenleiste mit Schalter kann da schon für einen großen Unterschied sorgen – ein Klick, und Ruhe ist auf dem Stromzähler! Besonders umweltfreundliche Modelle gibt es** zum Beispiel bei Memolife (ab ca. 7 Euro).

2. Wer einzelne Geräte wie z.B. Kaffeemaschinen oder Stereoanlagen mit einem Klick daran hindern will, im Standby-Modus Strom zu saugen, kann auch einen Zwischenstecker mit Schalter zwischen Gerät und Steckdose hängen. Auch diesen gibt es** (für ca. 3 Euro) bei Memolife.

Energiespar-Steckdose Ansmann AES3
Energiespar-Steckdose Ansmann AES3 (Foto: Ansmann)

Doch was, wenn man elektrische Geräte mehrmals am Tag benutzt oder die Steckdose(n) besonders schwer erreichbar sind, z.B. hinter dem Schreibtisch auf dem Boden? Keine Sorge, auch hier gibt es effiziente Lösungen:

3. Unterhaltungselektronik lässt sich zum Beispiel mittels eines sogenannten Standby-Killers an die Steckdose anschließen, die über einen automatischen Schalter verfügt. Ein typisches Gerät ist zum Beispiel die Ansmann Energiespar-Steckdose für knapp 20 Euro (erhältlich** u.a. bei Memolife oder Amazon).

Die Steckdose lernt, wann das Gerät in den Stand-by-Modus geht und schaltet dann auf Null-Energieverbrauch um. Wieder angeschaltet wird die Killer-Steckdose über einen gesonderten Drückschalter, den man sich beispielsweise auf den Schreibtisch legen kann.

4. Wer etwas weniger Geld ausgeben will, kann auf die abschaltbare Steckdose von Brennenstuhl zurückgreifen, die über keine Automatik zur Stromabschaltung verfügt, sondern per Fußtaste an- und ausgeschaltet wird. Erhältlich** beispielsweise bei Amazon.

Auch Ladegeräte können mächtig Strom kosten

Ecosavers Ladegerät-Timer
Ecosavers Ladegerät-Timer (Foto: Ecosavers)

5. Auch Ladegeräte verbrauchen unnötigen Strom: Nachdem ein Gerät aufgeladen wurde, hängen Geräte oft noch längere Zeit an der Steckdose und verbrauchen Energie. Mit einer Timersteckdose, die auf die normale Steckdose aufgesetzt wird, lässt sich das verhindern.

Das Modell von Revolt (erhältlich** u.a. bei Amazon) kostet etwa 10 Euro. Mit einer Schiebetaste gibt man an, wie lange die Steckdose freigeschaltet sein soll (mindestens 30 min., maximal sechs Stunden). Danach wird der Stromverbraucher automatisch abgeschaltet. Vergleichbare Modelle gibt es auch von anderen Herstellern, z.B. von Ansmann**.

Lies hier auch mehr dazu, wie du unnötigen Stand-by-Betrieb vermeiden kannst:

Funk- und WLAN-Steckdosen von Weitem bedienen

Mumbi Funksteckdosen-Set
Funksteckdosen-Set von Mumbi (Foto: Mumbi)

6. Möchte man Steckdosen an schwer erreichbaren Orten deaktivieren (und am besten mehrere auf einmal an- oder ausschalten), kann man auf ein Funksteckdosen-Set mit Fernbedienung zurückgreifen. Das Set mit sechs Aufsätzen und zwei Fernbedienungen von mumbi beispielsweise (erhältlich** u.a. bei AmazoneBay) kostet etwa 30 Euro.

Weil diese Steckdosen ihrerseits in Standby-Betrieb bleiben müssen, um das Funksignal zu empfangen (und die Fernbedienung Batterien/Akkus benötigt), sollte man sich eine solche Einrichtung aber nicht als Luxus-Gimmick anschaffen, sondern nur für wirklich schwer zugängliche Steckdosen mit starken Energieverbrauchern in Erwägung ziehen.

7. Alternativ gibt es inzwischen preiswerte WLAN- oder Bluetooth-Steckdosen, die man per App und teilweise per Sprachsteuerung aktivieren und deaktivieren kann. Die Variante fürs Handy lässt sich außerdem programmieren – man kann also einen bestimmten Zeitraum einstellen, in dem die Steckdosen aktiv sein sollen. Außerdem zeigen viele Modelle per App an, wie viel Strom das Gerät verbraucht – so behält man den Überblick und wird zum Stromsparen motiviert.

Kaufen**: Preiswerte WLAN-Steckdosen, die man per App steuern kann, gibt es zum Beispiel von Teckin, erhältlich bei Amazon (ca. 50 Euro für 4 Steckdosen). Im Zuge der Smart-Home-Welle ist davon auszugehen, dass entsprechende Anwendungen in den nächsten Jahren noch günstiger werden.

ego smart socket steckdose WLAN
WLAN-Steckdosen wie die Ego Smart Socket kannst du per App an- und ausschalten. (Foto © Efergy)

Master-Slave-Steckdosenleisten: Mächtige Energieherrscher

Viele von uns benutzen im Büro oder zu Hause einen Desktop-PC, obwohl Laptops deutlich weniger Strom verbrauchen. An den Desktop-PC sind zusätzlich Bildschirm, Drucker und Lautsprecher angeschlossen, die oft über eigene Stromquellen verfügen. Schaltet man den PC aus, laufen die Peripheriegeräte oft unnötig im Stand-by-Betrieb weiter.

Master-Slave-Steckerleiste von Brennenstuhl
Master-Slave-Steckerleiste von Brennenstuhl (Foto: Brennenstuhl)

8. Eine Master-Slave-Steckdosenleiste schafft Abhilfe: Sie erkennt automatisch, ob das Hauptgerät (in diesem Fall der PC) nicht mehr läuft, und schaltet dann alle anderen Geräte automatisch ab. So lässt sich einiges an Strom sparen!

In Qualität, Funktionen und Preis unterscheiden sich die Modelle teilweise deutlich. Das Secure-Tec-Modell von Brennenstuhl (erhältlich** u.a. bei Büroshop24, eBay, Amazon) beispielsweise schneidet in Tests gut bis sehr gut ab und hat mit etwas über 20 Euro einen fairen Preis.

Stromkosten sparen bei der Waschmaschine

Alfa Mix Waschmaschinen Vorschaltgerät
Alfa Mix Waschmaschinen Vorschaltgerät (Foto: gruenspar.de-Shop)

Waschmaschinen verbrauchen einen Großteil des Stroms, um das Wasser aufzuheizen. Weil das zum Beispiel mit der Gasheizung wesentlich effizienter (und günstiger) geht, lohnt sich ein Vorschaltgerät. Dieses verbindet die Maschine direkt mit einem Warmwasseranschluss und passt die Temperatur des einlaufenden Wassers auf den Bedarf der Maschine an.

9. Ein solches Vorschaltgerät ist das Alfa Mix Autostart (erhältlich** u.a. bei Amazon), das leider fast 300 Euro kostet. Laut Hersteller liegt das Einsparpotenzial bei immerhin 66 Euro pro Jahr. Entscheidend ist dabei neben der Art der Waschmaschine vor allem die Anzahl der Waschgänge.

Wer also viel wäscht und beispielsweise einen Sonnenkollektor auf dem Dach (und damit kostenloses Warmwasser zur Verfügung) hat, sollte in jedem Fall über ein Vorschaltgerät nachdenken.

Dem Wasserhahn den Geldhahn zudrehen

Thermo-StopKosten für heißes Wasser lassen sich auch am Waschbecken sparen. In vielen Haushalten kommt das Warmwasser für Waschbecken oder Spüle noch aus einem Untertisch-Boiler. Der heizt ununterbrochen, auch wenn wir das Waschbecken gar nicht nutzen. Das kostet nicht nur Strom, sondern verkürzt auch die Lebensdauer des Boilers.

10. Mit Thermo Stop lässt sich der Boiler mit einer Fernbedien-Taste nur dann einschalten, wenn er auch gebraucht wird – so lässt sich einiges an Energie sparen. Sobald das Wasser warm ist, gibt der Thermo Stop ein akustisches Signal von sich und schaltet den Boiler wieder ab. Das Gerät kostet etwa 20 Euro und kann laut Hersteller etwa 40 bis 50 Euro Stromkosten im Jahr sparen.

Zeitschaltuhr
Zeitschaltuhr Theben Timer (Foto: Theben)

11. Wer auf das Warmwasser nicht warten möchte, kann den Boiler auch über einen Aufsatz mit Zeitschaltuhr an die Steckdose schließen. Der schaltet den Strom automatisch zu voreingestellten Zeiten ab und wieder an. Die günstigeren Varianten wie den Theben Timer Zeitprogrammstecker gibt es ab etwa 13 Euro zu kaufen (z.B. bei** Amazon), übrigens auch in Wochentimer-Versionen. Günstiger ist die Zeitschaltuhr von Memolife für ca. 6 Euro.

Wenn du dich ganz von deinem Boiler trennen möchtest, könntest du darüber nachdenken, dein Wasser durch Sonnenenergie zu heizen – mehr dazu in diesem Artikel: Sonnenhaus: Energie sparen dank Sonnenenergie.

Programmierbare Thermostate

Ein intelligentes Thermostat regelt die Temperatur des Heizkörpers im Tagesverlauf. Nachts und zu den Tageszeiten, in denen man gewöhnlich nicht zu Hause ist, kann die Temperatur nämlich ohne weiteres um mehrere Grad gesenkt werden. Vor dem Kauf sollte man allerdings auf die Gewindemaße der Heizkörperventile achten. Gegebenenfalls wird ein Adapter benötigt.

12. Stiftung Warentest testete 2017 verschiedene Modelle auf dem Markt und erklärte eQ-3 Bluetooth Smart zum besten programmierbaren Thermostat – das Modell kostet im Handel um die 18 Euro und ist im Elektrofachgeschäft erhältlich (oder online** z.B. bei Amazon).

13. Inzwischen lassen sich viele Modelle auch über Fernzugriff (z. B. per Handy) steuern. In dieser Kategorie kürte Stiftung Warentest das Modell Homematic IP eQ-3 zum Testsieger (erhältlich** z. B. bei Amazon). Mit circa 50 Euro koste es etwas mehr als die manuell steuerbare Variante. Dafür kannst du deine Heizung auch von unterwegs abstellen, wenn du einmal unerwartet nicht zu Hause bist.

Energiesparkonto

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Per App kannst du einsehen, wie viel Strom du aktuell verbrauchst. (Foto © www.co2online.de)

Heutzutage ist es leicht wie nie, den Überblick über den eigenen Stromverbrauch zu behalten: Auf einem Energiesparkonto kannst du deinen Heiz-, Strom- und Wasserverbrauch jederzeit einsehen – ganz bequem per EnergieCheck-App (für Android und IOS). So entdeckst du schnell, wo du noch Energie sparen kannst.

Bonustipp 1: Stromsparende Geräte kaufen

Bevor du dir neue Geräte für die Küche, das Bad oder einem anderen Platz in deiner Wohnung anschaffst, solltest du immer die Energieeffizienzklasse checken. Viele Schnäppchen entpuppen sich beim zweiten Blick nämlich als teure Stromfresser.

Bonustipp 2: Stromsparen mit LEDs

Alle wichtigen Infos über stromsparende LED-Birnen und Filament-LED findest du in diesen beiden Artikeln:

Fazit

Nicht für jeden Fall ist jede oben beschrieben Lösung die beste, und man sollte auch nicht den Fehler machen, Gadgets zu kaufen, die am Ende mehr Strom verbrauchen, als sie sparen können. Dennoch zeigen die Beispiele, dass man schon mit wenig Geld und Aufwand viel Strom sparen kann. In vielen Fällen amortisieren sich die Lösungen schon nach einem Jahr.

Autoren: Rudolf Krux, Andreas Winterer, Lino Wirag

Aus der Ratgeber-Reihe „Geräte mit niedrigem Stromverbrauch kaufen“:

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