Test: Shift 5.1 von Shiftphones – die deutsche Fairphone-Alternative

Shiftphones Shift 5.1
Foto: Shiftphones

Das Shift 5.1 von Shiftphones überzeugt im Test mit gutem Design, verbesserten Funktionen, behobenen Problemen. Utopia zeigt, wo das fairer produzierte Shiftphone eine Alternative zu Fairphone oder sogar Design-Stücken wie iPhone ist.

Mit dem Shift 5.1 legt das hessische Startup Shiftphones sein drittes Gerät vor, dass sich wie das Fairphone als Fair Trade Handy empfehlen möchte. Wie das vorherige Shift 5 kommt es in einer einfachen Pappschachtel mit geflochtenem USB-Kabel sowie Kopfhörern. Bei der Verpackung kommt das Shift lobenswerterweise ohne Plastiktüten um das Zubehör aus.

Shiftphones Shift 5.1 im Test: interessantes Smartphone

Äußerlich gleicht das Shift 5.1 dem Vorgänger-Shiftphone
Äußerlich gleicht das Shift 5.1 dem Vorgänger-Shiftphone (Foto: Shiftphones)

Das Shift 5.1 ist 144 x 72 x 7 mm groß und entspricht äußerlich dem Vorgängermodell. Es liegt im Test stets ein wenig zu groß in der Hand, was in dieser Display-Größenklasse aber normal ist. Das iPhone 6 ist beispielsweise dünner, kürzer und schmaler, hat aber eben auch das kleinere Display. Das Shiftphone bringt 148 Gramm auf die Waage, deutlich mehr als zum Beispiel das iPhone 6 (129 Gramm), zugleich aber weniger als das arg schwere Fairphone 2 (168 Gramm), das ebenfalls ein faires Smartphone sein möchte.

Das Display des Shift 5.1 fällt mit 5 Zoll groß aus und spielt mit einer Auflösung von 1280×720 Pixeln in der Einstiegsliga. Im Test reicht es völlig aus und ist auch bei Sonne noch passabel zu lesen. Eine höhere Auflösung würde auch nur mehr Strom verbrauchen. Der wechselbare Akku hat wie der Vorgänger eine Kapazität von 2000 mAh – hier hätten wir uns mehr gewünscht. Nach mehreren Wochen der Benutzung drängt sich auch er Verdacht auf, dass die Anzeige des Akkufüllstandes bei geringen Prozentzahlen nicht besonders zuverlässig ist. Wir raten zu täglichem Aufladen, um Überraschungen zu vermeiden.

Das Touchscreen-Display reagierte im Test bei unserem Modell sauber. Insgesamt fühlt sich das Smartphone wertig an. Im Test zeigen die drei Knöpfe an der rechten Außenseite (Laut/Leise, Power) einen angenehmen Druckpunkt. Zum Akkuwechsel entfernt man einfach den Kunststoffdeckel von der Rückseite des Handys; im Shiftphones-Shop vermissten wir lange das Angebot eines Ersatz- oder Zweitakkus, seit Februar 2016 gibt es auch diese. Die mitgelieferten Ohrhörer sind für Musik nicht ideal, als Freisprechsystem aber okay.

Shift 5.1 ausgepackt: USB-Kabel und Kopfhörer sind dabei
Shift 5.1 ausgepackt: USB-Kabel und Kopfhörer sind dabei (Foto: utopia.de/AW)

Ausstattung des Shift 5.1 im Vergleich

Die wichtigste Änderung bei der Ausstattung des Shift 5.1 im Vergleich zum Vorgänger Shift 5 ist ein Mehr an Speicher: Im Gerät stecken jetzt 2 statt 1 GByte Arbeitsspeicher und 16 statt 8 GByte interner Speicher. Damit ist das Gerät auch im Vergleich zu anderen marktüblichen Smartphones gut ausgestattet, das Fair Trade Handy Fairphone 2 bietet indes mehr. Das Shiftphone bietet mit seinem Speicher dennoch reichlich Platz für Apps, Musik und mehr. Speicheraufteilungsprobleme wie beim Android des Shift 7 gibt es beim 5.1 nicht mehr. Wer noch mehr Speicher braucht, etwa für Musik, kann über den MicroSD-Kartenschacht bis zu 64 GByte (Preis ca. 20 Euro) nachrüsten – das können weder das Apple iPhone noch viele Smartphones von Samsung.

Shift 5.1: erstes Zubehör gibts im Shop von Shiftphones
Shift 5.1: erstes Zubehör gibts im Shop von Shiftphones (Foto: © Shiftphones)

Die Kamera des Shift 5.1 hat sich gegenüber dem Vorgängermodell leider nicht verbessert. Die nur befriedigenden Fotos haben eine Auflösung von 8 Megapixel und eine Neigung zu übertriebener Glättung, durch die Details verloren gehen. Fotos aus dem Fairphone 2 sind im direkten Vergleich etwas besser, begeistern aber auch nicht wirklich. Positiv fällt aber die Serienbildfunktion bei gedrücktem Auslöser auf, die bei unserem Modell bis zu 40 Bilder direkt hintereinander schafft (in voller Auflösung). Die Frontkamera löst mit 5 MPixel auf, genug auch für bessere Selfies und im Vergleich auch mehr als beispielsweise beim Fairphone 2. Daten des Kamerasystems, etwa Sensorgröße oder Blendenzahl, macht Shiftphones nicht öffentlich bekannt, den EXIF-Angaben kann man f/1.8 entnehmen. Die Leiser-Taste ist als Kamera-Auslöser konfiguriert, optimal liegt sie nicht.

Wie beim Vorgänger kommt auch beim Shift 5.1 ein Mediatek MT6582 mit vier Prozessorkernen zum Einsatz. Es ist ein preiswerter und nicht besonders leistungsfähiger Chip, weshalb das Shift 5.1 hier im Vergleich zum Fairphone 2, einem iPhone oder einem hochpreisigen Samsung Galaxy schwächer dasteht. Für Alltagssituationen von Mail und Surfen über Musikhören (übrigens auch FM-Radio) bis hin zu Videos reicht das allerdings völlig. Nur schnelle 3D-Spiele darf man sich vom Shift 5.1 eben nicht erwarten.

Das Shift 5.1 kann mit zwei SIM-Karten telefonieren, der Speicher ist erweiterbar
Das Shift 5.1 kann mit zwei SIM-Karten telefonieren, der Speicher ist erweiterbar (Foto: Utopia.de/AW)

Nach wie vor können Nutzer des Shift-Handy zwei SIM-Karten auf einmal verwenden, etwa beruflich und privat in einem Smartphone. Auch das Shift 5.1 unterstützt nur 3G-Netze, nicht aber LTE – das Fairphone kann auch 4G. Beim Test in WLAN-Netzen bleibt mangels 802.11ac das 5-GHz-Band verwehrt. Beides ist auf die im Vergleich zu iPhone oder Fairphone 2 etwas simplere Technik zurückzuführen. In der Praxis bleibt das für die meisten Nutzer aber ohne Nachteil. Den SAR-Wert seines Handy gibt Shiftphones mit ziemlich niedrigen 0,19 W/Kg an, als Vergleichswert mag das iPhone 6 dienen, das bei Modellen zwischen 0,91 und 0,97 liegt, also knapp fünf Mal mehr strahlt.

Die GPS-Funktion, beim Vorgänger nicht besonders zuverlässig, funktioniert jetzt deutlich besser, so dass man auch Apps wie Google Maps und ähnliche gut einsetzen kann.

Shiftphone jetzt mit Android 5.1

Beim Betriebssystem zeigt sich die zweite wichtige Neuerung des Shift 5.1 gegenüber dem Vorgängermodell: Es verwendet jetzt Android 5.1, wobei sich im Alltag vor allem dessen verbesserte Energiesparfunktionen positiv auf die Akkulaufzeit auswirken. Ein Update der Systemsoftware gab es Anfang Mai 2016.

Beim Shift 5.1 sind nur die wichtigsten Apps (Kamera, Galerie, Browser, E-Mail und so weiter) und Google-Apps (Play Store, Maps etc.) vorinstalliert. Positiv fällt auf, dass Shiftphones weitgehend darauf verzichtet, den Benutzer zu Apps zu zwingen, die er gar nicht braucht.

Wie beim Fairphone sind bei Shiftphones alternative Betriebssysteme im Gespräch. Das Nachfolgemodell Shift 5pro soll es erlauben, unterschiedliche Android-Versionen, CyanogenMod oder sogar Windows 10 auf dem Shift zu installieren. Beim Shift 5.1 wird es aber mit einiger Wahrscheinlichkeit bei Android 5.1 bleiben.

Shiftphones Shift 5.1: schon ein faires Smartphone?

Beim Thema Fairtrade-Handy und nachhaltigeres Smartphone haben wir noch keine große Auswahl und müssen nehmen, was kommt. Shiftphones versucht, Dinge besser zu machen: Wer zu einem neuen Model upgraden will, kann dafür sein altes in Zahlung geben (Mail an den Support reicht meist). Auch ist das Shift 5.1 zwar nicht so modular aufgebaut wie das Fairphone 2, doch YouTube-Videos zeigen, wie man auch das Shift 5.1 zerlegen und reparieren kann. Jetzt wäre es noch schön, wenn der Shop Ersatzteile anböte; das ist nicht der Fall, aber man kann sie aber per Mail an [email protected] bestellen.

Shiftphones verspricht ein faires Smartphone
Shiftphones verspricht ein faires Smartphone (Foto: Shiftphones)

Als Problem von Shiftphones bleibt die verbesserbare Kommunikation der konkreten Maßnahmen, auf denen das Produktversprechen „Fair“ basiert. Versprochen ist, dass für die Arbeiter eine Arbeitszeit von 8 Stunden am Tag erreicht wurde und dass „in keinem der Shiftphones-Produkte Konfliktmaterialien wie Coltan/Tantalum aus dem Kongo verwendet werden“. Faires Gold und Zinn? Derzeit nicht zu zu erkennen. Etwas schade ist, dass etwa ein Manifest zur nachhaltigen und fairen Produktion eher nebenbei publiziert wird und daher wenig offiziell wirkt.

Shiftphones-Gründer Carsten Waldeck in China
Shiftphones-Gründer Carsten Waldeck in China (Foto: Shiftphones)

Aus den Diskussionen im Shift-Forum kann man sehen, dass die Nutzer sich mit dem Thema durchaus beschäftigen, hier einen Eindruck von den Ansichten des Entwicklers Carsten Waldeck erhalten und hier auch einige Bilder aus China sehen. Waldeck hat versprochen, bald eine bessere Dokumentation zu liefern. (Update April: Sie soll in Kürze erscheinen.)

Fair-Versprechen bei Shift

Man kann Shiftphones hier kritisieren, sollte aber bedenken: Faire Elektronik ist ein komplexes Unterfangen, an dem sich bislang nur ganz wenige versuchen. Selbst das Fairphone ist hier noch lange nicht perfekt. Es bereitet seine Bemühungen indes besser und glaubwürdiger auf, was bei höheren Stückzahlen, längerer Erfahrung und mehr Personal aber auch leichter ist als bi der Fairphone-Alternative Shiftphones.

Pläne von Shiftphones: Shift 4 und mehr

Immerhin hat man noch viel vor:

  • Ein Shift 4 soll es noch 2016 geben, weil offenbar einer relevanten Zahl von Nutzern das 5-Zoll-Display etwas zu groß war. Vorbestellbar ist es für 199 Euro, erwartet wird es für Juni 2016.
  • Das Shift 7+ könnte bei entsprechenden Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell eine erste fairere Tablet-Alternative darstellen. Vorbestellbar ist es für 333 Euro, erwartet wird es für Mitte April 2916.
  • Das Shift 5pro soll ein sehr üppig ausgestattetes Smartphone mit neuester Technik werden und ist für 2017 avisiert. Dafür muss Shiftphones aber 10.000 Crowdfunder zusammenkriegen.
  • Ein Shift 12 soll als großes Tablet mit Tastatur irgendwann die Palette in Richtung Notebook erweitern.

Das alles ist ein Haufen Holz für ein kleines Unternehmen. Es steht zu hoffen, dass darüber die transparente Darstellung der Bemühungen um faire Produktion und Nachhaltigkeit nicht vernachlässigt wird.

Vergleich: Shift 5.1 vs Fairphone 2

Das Shiftphone 5.1 kostet erschwingliche 244 Euro, das Fairphone 2 im Vergleich teure 530 Euro. Die Unterschiede sind äußerlicher und ideologischer Natur:

  • Das Shift 5.1 ist das optisch und haptisch deutlich gelungenere und attraktivere Handy. Es liegt besser in der Hand und ist leichter. Das Fairphone 2 ist das technisch überlegene Gerät, mit mehr Speicher, schnellerem Prozessor, besserem Display. Der modulare Aufbau des FP2 ist wegweisend, macht es aber auch deutlich klotziger als das Shift.
  • Shiftphones ist personell von hohem individuellen Engagement getrieben und setzt auf die Hilfe einer Community, um neue Geräte zu finanzieren und Hilfestellungen zu geben. Die Transparenz der Nachhaltigkeits- und Fairness-Bemühungen spielen dort aber noch keine erkennbar große Rolle. Fairphone ist deutlich weiter darin, die Lieferketten seines Produktes im Sinne der Fairness unter Kontrolle zu bekommen und dies auch glaubwürdig zu kommunizieren.
Fairphone 2 (li.) und Shiftphone 5.1 (re.) im Größenvergleich
Fairphone 2 (li.) und Shiftphone 5.1 (re.) im Größenvergleich (Foto: Utopia/AW)

Wie also entscheiden? Wenn man die Geräte nicht einfach gegeneinander ausspielen möchte, weil ja beide erhofft der besseren Sache dienen, dann sollte man nach seinen Möglichkeiten agieren. Wer sich’s leisten kann, nimmt das Fairphone 2, Menschen mit knapperem Budget das Shift 5.1 als Fairphone-Alternative. Beide haben kleine Macken, beide haben sich im Utopia-Test über Monate hinweg als gute Begleiter erwiesen, wobei das Fairphone 2 uns ingesamt stabiler erscheint.

Weiterhin bleibt ein gebrauchtes Smartphone die beste Wahl in Sachen Nachhaltigkeit: Smartphones voller Elektronik sind Umweltsünder, jedes nicht produzierte ist das bessere.

Warum der Vergleich zum iPhone?

Das iPhone gehört zu den bekanntesten und verbreiteten Smartphones. Mit einer Mischung aus Design, Prestige und Komfort hat es viele Kunden gefunden. Wenn es also nun darum geht, iPhone-User zu einem Alternativ-Handy zu bekehren, müssen diese Punkte stimmen. Als faires Handy bietet das Shift 5.1 wegen der Einstiegsklassen-Technik zwar wenig „Prestige“; der Komfort basiert auf Android und ist reine Geschmacksache – wir finden ihn gut. Es ist vor allem das gelungene Design, bei dem das Shiftphone punktet und so vielleicht auch Nutzergruppen erschließt, für die das etwas klotzige Design des Fairphone eher abschreckend wirken könnte (sofern man es nicht auch als Statement begreift).

Fazit: das Shift 5.1 bemüht sich um den Fairness-Einstieg

Das Shift 5.1 wurde gegenüber seinem Vorgängermodell in einigen wichtigen Punkten verbessert. Als Smartphone der Einstiegs- und Mittelklasse kann man es bedenkenlos empfehlen – für diejenigen, die tatsächlich ein neues Handy benötigen und kein Gebrauchtes kaufen wollen. Das Shiftphone ist ein möglicher Einstieg in die Welt fairer Smartphone-Alternativen, die sich um eine ethischere und nachhaltigere Produktion bemühen.

Anders als das Fairphone trägt das Shift 5.1 die Fairness nicht im Namen, sehr wohl aber noch im Programm. Um so wichtiger ist, dass Shiftphones in der Darstellung seiner Bemühungen um Fairness und Nachhaltigkeit in der Produktion, beim Bezug von Einzelteilen, beim Bezug von Rohstoffen in naher Zukunft ausführlicher und transparenter wird.

Wie steht ihr zum ‚Shiftphone‘? Habt ihr ein Shift 5.1 und wie was sind eure Erfahrungen damit? Ist es für euch ein faires Smartphone und überzeugt euch, wie Shiftphones seine Bemühungen kommuniziert?

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(23) Kommentare

  1. Hallo,
    da ich ein neues „Handy“ brauche und ein faires Gerät möchte, habe ich die ganze Abhandlung über das neue Shiftphone/Shph gelesen. Bei: Pläne von Shph 4 und mehr steht: Das Shift 7+ könnte…………………… , erwartet wird es für Mitte 2916. Ich glaube das ist Euch ein kleiner Fehler unterlaufen.
    Liebe Grüße
    Gerlinde Aberle

  2. Hab‘ das Shift 7+ und bin sehr zufrieden. Super komfortabel, diese Mittel-Größe (wie’n kleinformatiger Terminkalender!). Gemeint ist sicher April 2016 ;-)))… LG A. aus FRA

  3. Ich habe das Fairphone 2 vorfinanziert und erhalten. Ich bin damit sehr zufrieden und erhalte regelmäßig Firmwareupdates die inzwischen nur noch Kleinigkeiten ausbügeln.

    Die bisherigen Shiftphones sind mir noch nicht weit genug. Auch wenn günstiger, reicht mir das noch nicht. Ich möchte nicht schon nach kurzer Zeit erkennen müssen, daß es die Mindestanforderungen schon nicht mehr erfüllen kann bzw. damit überfordert/ausgelastet ist. Software kann man nachbessern, aber Hardware eben nicht. Fairphone hat da etwas mehr in die Zukunft investiert.
    Auch wenn ich jetzt erst mein erstes Smartphone habe bot mir das Fairphone 2 alles was mir wichtig war. Design ist mir dabei ziemlich schnuppe. Ich sehe hier die Technik und Reparaturfähigkeit und soweit eben möglich auch die Fairness im Vordergrund, andere oft genannte Argumente wie Gewicht, Design (Prestige), Wasserdichtheit etc. haben da schon keinen Platz mehr.
    Das sind meiner Meinung nach aber genau die Punkte weshalb dieser Telefonwahn erst rollt. Es scheint eben wichtig zu sein das neueste, leichteste, formschönste oder oder oder Smartphone zu haben.
    Solche Argumente haben bisher wie ich finde keinen Platz im Fairness Sektor.

    Was ich bei Shiftphone sehe ist ein Kompromiss zwischen Fairness und Kaufpreis.
    Wer heute startet und noch kein Full HD Display anbietet wird es erheblich schwerer haben sich im Markt auffällig zu platzieren. Auch ein zu schwacher Akku setzt einen zurück. Kein LTE bzw. 4G…..
    Diese Eigenschaften finde ich elementar da der Nutzer täglich mit exakt diesen Dingen konfrontiert wird. Muss er mehr als einmal pro Tag nachladen und wie gut läßt sich mit dem Display arbeiten.
    Eine brauchbare Kamera nützt wenig wenn das Display schon da nicht mehr ordentliche Ergebnisse liefern kann. 1280×720 Bildpunkte dürften am Markt kaum noch ein starkes Kundenbegehren bewirken. Dann wohl eher im unteren Preissegment. Das hat aber nichts mit Investition in die Zukunft zu tun. Genau das sollte aber ein zentraler Gedanke sein wenn ein faires Telefon (Produkt) hergestellt wird. Sonst ist es fast vorprogrammiert das ein Nutzer bald nach etwas besserem greift und somit gegen den Gedanken der Nachhaltigkeit handelt.
    Fairness und Fairtrade haben nun mal ihren Preis.
    Das Shift5pro wäre ein interessanter Kandidat, aber eben zu spät. Ich bin bereits mit meinem Fairphone 2 sehr zufrieden.

    Ich bin erneut nicht verwundert weshalb ich wieder kein deutsches Produkt gekauft habe.

    LG

  4. Was um alles in der Welt soll denn am Shiftphone 5.1 „fair“ sein? Hat sich der Hersteller etwa irgendwo selbst auf verbindliche soziale und ökologische Prinzipien verpflichtet? Werden diese Leitlinien explizit genannt und – wichtig! – von unabhängigen, internationalen Einrichtungen objektiv geprüft und in ihrer Einhaltung über einen längeren Zeitraum bestätigt? Fehlanzeige! Ich konnte leider auch im Artikel hier gar nichts finden außer Behauptungen. Ich muss dem Autor des Artikels auch vehement widersprechen, wenn er sagt, dass Shift „die Kommunikation verbessern“ müsse. Das ist doch Quatsch. Das Problem ist doch gerade, dass das Thema „faires Smartphone“ hier augenscheinlich zwar das Prinzip der Kommunikation und des Marketing ist, dass es aber absolut keine glaubhaften, nachprüfbaren Belege für eine entsprechende, „faire“ Produktion zu geben scheint. Es bleibt leider der Eindruck, dass Shift sich eine Nische gesucht hat und diese bedient, ohne den großen Zertifizierungs- und Rechercheaufwand zu treiben, der zu einer sozial und ökologisch fairen Produktion gehören würde. Schade!

  5. Ich habe das Shift 4 seit einiger Zeit und es ist bei schönem Design und angenehmen Preis, technisch leider nicht tragbar. Neben den schlechten Vorbedingungen (schwacher Akku, langsames Internet, sehr schlechtes Mikrophon => der Gesprächspartner versteht kaum etwas) kommen noch viele Störungen, die im Alltag sehr nerven oder den Gebrauch fast unmöglich machen: Displaysperre sperrt nicht gut genug; Telefonanrufe brechen häufig mitten im Gespräch ab; die Lautsprecherbuxen erkennen keine Kopfhörerkabel => Der Sound läuft laut weiter …
    Leider würde ich allein deswegen nie wieder ein Produkt von Shift kaufen!

  6. Leider erging es mir mit meinem Shiftphone 4.1 auch nicht sehr gut. Die meisten Probleme von Jones hatte ich nicht. Allerdings hatte ich sehr mit der Akkulaufzeit zu kämpfen. Meine Arbeitstage sind lang (beginnen mit Aufstehen um kurz nach 4 morgens, nicht selten komme ich erst gegen 18 Uhr nach Hause) und ich benötige mein Smartphone punktuell auch in der Arbeit, wo ich mich per WLAN anmelde. An einem Tag, an dem ich das WLAN wohl nicht wieder ausgeschaltet habe, ließ sich das SHIFTphone schon um 13 Uhr nicht mehr einschalten. Akku leer. Nachdem ich seither pingelig darauf achte, WLAN nahezu immer ausgeschaltet zu haben, den Orientierungssensor ausgeschaltet lasse, auf die Gestensteuerung zum Aufwecken des Handys verzichte und einen Smartcharger sowie einen Austauschakku gekauft habe, um den Akku möglichst optimal und leistungsstabil zu laden, komme ich an den meisten Tagen auf eine Nutzungszeit von 14 bis 15 Stunden mit geschätzten 1-2 Stunden Nutzungszeit des Shiftphones, bevor der Akku komplett leer ist.
    Fazit: Für mich ist die Akkulaufzeit des 4.1 definitiv erheblich zu kurz. 1800 mAh scheinen übelst unterdimensioniert zu sein für das SHIFTphone 4.1. Der Zweitakku ist kein probates Mittel, denn man kann ja nur einen Akku gleichzeitig laden. Eine Powerbank hilft mir über die größten Probleme hinweg, laut Support von SHIFT schadet diese aber wiederum dem Akku. So eiere ich permanent nur um die Strombedürfnisse meines Handys herum – das hat mir komplett die Freude an dem Gerät verdorben.
    Trotz aller Kritik muss ich anfügen, dass SHIFT wirklich HERVORRAGENDEN Support bietet. Man erhält immer schnell und ausführlich Antwort auf jede Frage und jedes Problem.
    Nach einem Sturz des Handys vom Nachttisch ist nun auch das Display kaputt – das Handy lässt sich nur noch ober einen On-the-go-Adapter per Maus bedienen. Leider hatte das 4.1 noch kein „Panzerglas“ (wie es SHIFT selbst nennt). In den aktuelleren Geräten der Baureihe .2 ist dieses eingebaut.

  7. Kann mich der Kritik – leider – nur anschließen. Schlechte Qualität beim telefonieren, geringe Akkukapazität, v.a. aber: mein Display hatte (vermutlich) nach der Fahrt auf meinem Fahrrad einen Sprung. Die für mich überraschende Antwort vom Support:
    „Jedoch kann auch beim Fahrradfahren das Display durch zu starkes Biegen oder andere mechanische Einwirkungen beschädigt werden.“
    Das galt für meine vorherigen Smartphones nicht, kenne dergleichen auch nicht aus meinem Bekanntenkreis. Ein Smartphone, das ich beim Fahrradfahren nicht in der Hosentasche transportieren kann, halte ich tatsächlich für wenig nachhaltig.

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