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Fairphone 3 im Test: reparierbares Smartphone jetzt noch besser lieferbar

Foto © Utopia/AW

Das neue Fairphone 3 im Test ĂŒberzeugt uns: Es ist groß, schlank und leistungsstark und hat endlich eine vernĂŒnftige Kamera. Seit kurzem ist es noch besser verfĂŒgbar. Wir erklĂ€ren dir, warum wir es besser finden als Apple iPhone und Samsung Galaxy.

Seit etwa 2013 arbeitet das niederlĂ€ndische Unternehmen nun schon an Fairphones. Die Idee: Man möchte ein fair produziertes, nachhaltiges Smartphone bauen und erfolgreich verkaufen. Nach den ersten beiden Modellen ist nun das Fairphone 3 zu haben, das anfangs nur bei ganz wenigen HĂ€ndlern zu haben war. Jetzt ist es besser verfĂŒgbar:

Fairphone kaufen geht hier:

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 fĂŒr 449 Euro beim deutschen Shop memolife.de
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 fĂŒr 449 Euro beim deutschen Shop vireo.de, dort ist jetzt auch ein passendes Fairphone-LadegerĂ€t verfĂŒgbar
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 fĂŒr 450 Euro direkt auf fairphone.com
  • Auch bei der Telekom, bei Congstar und bei Mobilcom ist es verfĂŒgbar, Vodafone will es bald anbieten. Wir wĂŒrden allerdings eher zu Goood oder Wetell raten, die versuchen, nachhaltigere Telefontarife zu etablieren (die es aber eben nicht als Bundle anbieten).

Wir haben uns das Fairphone 3 in einem Test einmal nÀher angesehen:

Fairphone 3: das Handy mit dem Schraubendreher
Fairphone 3: das Handy mit dem Schraubendreher (Foto © Utopia/AW)

Fairphone 3 im Test

Als wir 2015 das Fairphone 2 durch die HĂ€nde aller Mitarbeiter von Utopia gehen ließen, waren einige doch ein wenig enttĂ€uscht: es war schwer, klotzig, hĂ€sslich. Doch das ging in Ordnung: Denn da geht es nicht um ein rosa Mode-Phones mit anderem Namen. Sondern darum, eine Bewegung zu unterstĂŒtzen, die die gesamte Elektronik-Industrie verĂ€ndern möchte. Klingt nach dicker Hose, ist aber nun mal so.

Dennoch großartig, dass das Fairphone 3 von 2019 nun alles andere ist: weder schwer, noch hĂ€sslich oder klotzig. Das Gewicht von 187,4 Gramm ist nicht wenig, fĂŒhlt sich aber auch nicht schwer an. Mit Abmessungen von 158 x 71.8 x 9,89 mm ist das Fairphone 3 zwar „lĂ€nger“ als das FP2, aber schmaler. Auch weil es dĂŒnner ist, liegt es deutlich besser in der Hand als sein VorgĂ€nger.

LĂ€nger und grĂ¶ĂŸer: das Fairphone 3
LĂ€nger und grĂ¶ĂŸer: das Fairphone 3 (Foto © Fairphone)

Schon perfekt? Leider nein: Wieder ließen wir das Smartphone durch die HĂ€nde vieler Kollegen gehen, und zwar im Vergleich zum VorgĂ€nger, zum iPhone 7, zum Shift 5me. Einhelliges Ergebnis: Vielen ist das Fairphone 3 zu groß, vor allem NutzerInnen mit kleinen HĂ€nden. Die meisten bevorzugten den Formfaktor des Shift 5me – oder erstaunlicherweise das Ă€ltere FP2. Was auch zeigt, dass GeschmĂ€cker sind Ă€ndern und viele sich an grĂ¶ĂŸere Smartphones gewöhnt haben.

Technische Basisdaten im Vergleich zum VorgÀnger:

Modell Fairphone 3 Fairphone 2
Betriebssystem FP3/FP2 Android 9 Android 7 (nach 5.1, 6)
RAM/Speicher FP3/FP2 4 GB / 64 GB 2 GB / 32 GB
Display FP3/FP2 5,7 Zoll, 2160×1080 Pixel 4,7 Zoll, 1920×1080 Pixel
Abmessungen LxBxT FP3/FP2 158 x 71,8 x 9,89 mm 143 x 73 x 11 mm
Gewicht FP3/FP2 187,4 Gramm 168 Gramm
Preis FP3/FP2 449 Euro z.B.** bei memolife.de, vireo.de 299 Euro refurbished
(530 Euro bei EinfĂŒhrung)
Gebrauchtpreise auf eBay zwischen 150 und 300

Fairphone 3 kommt mit Riesen-Display

Das Fairphone 3 ist so groß, weil sein Display es ist: Mit satten 5,65 Zoll platziert es sich ĂŒber 5- und 5,5-Zoll-GerĂ€te, die Auflösung von 2160 x 1080 Pixel halten wir dabei fast fĂŒr unnötig. Es ist brillant und vom gelegentlichen Flimmern des alten FP2-Displays fehlt jede Spur.

Dass das Fairphone 3 dennoch vergleichsweise schmal wirkt, liegt auch am etwas unĂŒblichen 18:9-VerhĂ€ltnis. Wegen der „ÜberlĂ€nge“ finden wir den Fingerabdrucksensor auf der RĂŒckseite auch zu hoch platziert.

Besser: die Kamera des Fairphone 3
Besser: die Kamera des Fairphone 3 (Foto © Fairphone)

Das nachhaltige Smartphone soll ja auch ein Signal sein: Entsprechend steht der Namenszug prominent auf der Vorderseite, ebenfalls auf der halbtransparenten RĂŒckseite. Einerseits vermissen wir das kreischende Blau des alten FP2. Auf der anderen Seite sieht das Fairphone 3 so gut aus, dass es niemand mehr als „Öko-Smartphone“ benörgeln kann.

Im Lieferumfang enthalten ist ein einfacher Rahmen-Bumper, der uns sinnvoll erscheint. Netzteil liegt keines bei, noch nicht mal ein USB-C-Kabel – das gibt’s aber ĂŒberall zu kaufen, wir empfehlen ein LadegerĂ€t mit QuickCharge bzw. PowerIQ-Funktion zum Beispiel das Fairphone USB LadegerĂ€t QC 3.0**.

Gute Cam, aktuelles Android 9

Die Kamera auf dem RĂŒcken schießt Fotos mit 12 Megapixel (4000×3000 Pixel) und bietet einen Dual-LED-Blitz, die Selfie-Kamera knipst mit 8 MP. Auf dem Papier sind die 12 Megapixel nicht einmal besser als die des Fairphone 2. Die Fotos finden wir allerdings deutlich ĂŒberzeugender, denn die Cam kommt auch mit schwierigen Lichtsituationen zurecht. Sie schĂ€rft allerdings zuweilen zu sehr: Das wirkt gut auf Landschaftsbildern, fĂ€llt aber bei hochkontrastiven Motiven wie Schriften oder Texturen auch mal negativ auf. (Beispielbilder nur des FP3 hier, diese sind enthalten in: Fairphone 3 + Shift 5me + iPhone 7 plus Vergleichsbilder hier. Die Fotos können nur einen Eindruck geben.)

Fairphone 3 im Test – Android 9 auf dem neusten Stand
Fairphone 3: Android 9 ist auf dem neusten Stand (Screens © Utopia/AW)

WĂ€hrend das alte FP2 nur langsam startete, kommt das Fairphone 3 ruckzuck auf die Beine. Android 9 meldet sich mit dem aktuellsten Patchlevel, und wir gehen davon, dass es wie beim VorgĂ€nger regelmĂ€ĂŸige Updates geben wird – das sucht man selbst bei namhaften Konkurrenten oft vergeblich.

Mit an Board sind die ĂŒblichen (Google-) Apps. Man verzichtet hingegen auf jegliche Crapware und verschont den Nutzer mit werbenden Speicherfressern, die ohnehin keiner haben will. Wer sich fragt, warum dieses Smartphone teurer ist, dem sei an dieser Stelle auch verraten: Unternehmen zahlen Geld, um ihre schrottigen Apps (teils: unentfernbar) auf Smartphones vorinstalliert zu platzieren.

Danke: Auch das Fairphone 3 verzichtet auf vorinstallierte Schrott-Apps
Danke: Auch das Fairphone 3 verzichtet auf vorinstallierte Schrott-Apps  (Screens © Utopia/AW)

Technik des FP3: Solide Ausstattung

Die CPU ist diesmal ein Qualcomm Snapdragon 632 mit 8 Kernen und bis zu 1,8 GHz. Er gilt als Prozessor fĂŒr Mittelklasse-Handys und bietet reichlich Spielraum fĂŒr viele Jahre, selbst das FP2 ist ja noch nicht „langsam“. Spezielle Energiesparfunktionen und die 14-nm-Bauweise lassen darauf hoffen, dass das Fairphone 3 seinen Akku langsamer verbraucht. Da Akkus sich stets erstmal einige Ladezyklen „eingrooven“ mĂŒssen, ist es beim Test-GerĂ€t noch zu frĂŒh fĂŒr ein Urteil.

Fairphone 3: Platz fĂŒr zwei Nano-SIM-Karten, Speicher erweiterbar um bis zu 256 GByte
Fairphone 3: Platz fĂŒr zwei Nano-SIM-Karten, Speicher erweiterbar um bis zu 256 GByte (Foto © Utopia/AW)

Mit 4 GByte Arbeitsspeicher ist das Fairphone 3 gut ausgestattet, auch die 64 GByte Speicher fĂŒr Apps und Medieninhalte gehen in Ordnung, beides verdoppelt die Werte des VorgĂ€ngers. Wer mehr will, kann per MicroSD-Card bis zu 256 GByte ergĂ€nzen. FĂŒr MP3-Fans also genug Platz; und diese wird auch freuen, dass Fairphone anders als Apple nicht den Kopfhöreranschluss abgeschafft hat.

Zerlegbarkeit: das zweite Smartphone mit Schraubenzieher

Der VorgĂ€nger ließ sich noch mit bloßer Hand zerlegen, beim Fairphone 3 ist das anders. Der RĂŒckdeckel lĂ€sst sich noch abnehmen und der 3060-mAh-Akku leicht austauschen. Die NiederlĂ€nder versprechen hier 300 Stunden im Ruhezustand und 20 Stunden Betriebszeit fĂŒr TelefongesprĂ€che bei 3,5 Stunden Ladezeit mit QuickCharge-3.0-KompatibilitĂ€t.

Nach Deckel und Akku ist aber Schluss, dann geht es weiter wie bei Shift 6m und Shift 5me. Dort wie hier legen die Smartphone-Anbieter einen Schraubenzieher bei, beim Fairphone 3 ist es allerdings ein normaler Kreuzschlitz-Schraubendreher. Mit seiner Hilfe lassen sich weitere Module auseinanderschrauben und austauschen. Haben wir aus nachvollziehbaren GrĂŒnden noch nicht gemacht, die Erfahrung damit reichen wir nach.

Das Fairphone 3 und seine 7 Module
Das Fairphone 3 und seine 7 Module (Foto © Fairphone)

Folgende 7 Module sind damit beim Fairphone 3 austauschbar:

  1. Display (ca. 90 Euro)
  2. Kamera (ca. 50 Euro)
  3. Lautsprechermodul (ca 20 Euro)
  4. Untermodul mit USB-C, Mikro, etc. (ca. 20 Euro)
  5. Topmodul mit Selfie-Frontkamera (30 Euro)
  6. Akku (ca. 30 Euro)
  7. RĂŒckabdeckung (25 Euro)

Vielleicht kommen noch Bauteile dazu, denn auch beim Fairphone 2 tauchten spĂ€ter zusĂ€tzliche Bauteile im Shop auf. Seine gute Reparierbarkeit brachte jedenfalls dem VorgĂ€ngermodell bei iFixit 10/10 Punkten ein und trug sicher auch maßgeblich zum Blauem Umweltengel bei.

Allein die Möglichkeit, das Fairphone 3 selbst warten und reparieren zu können, reduziert die mit einem Smartphone verbundene CO2-Emission um mindestens 30 Prozent“
–– Fairphone-CEO Eva Gouwens am 27.08.2019

 

Gut auch fĂŒr die Nachhaltigkeit: das Recycling-Programm. Das Unternehmen bietet 20 Euro fĂŒr ein beliebiges Smartphone, 40 Euro fĂŒr ein altes Fairphone. Ein Ă€hnliches „Pfandsystem“ findet man zum Beispiel beim deutschen System Shiftphones. Solche RĂŒckgabesysteme sollten Schule machen (auch fĂŒr Autos, Fernseher
).

Fairphone 3: nachhaltiges Smartphone?

Die Nachhaltigkeitsprobleme von Smartphones sind komplex (z.B. Seltene Erden, Konfliktrohstoffe, Kinderarbeit, geplante Obsoleszenz, Elektronik-Entsorgung) und Produkte wie dieses bislang noch keine perfekte Lösung. Aber besser als nichts.

Das VorgĂ€ngermodell erhielt das Umweltsiegel Blauer Engel (bislang einzigartig) und den Deutschen Umweltpreis 2016. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Fraunhofer-Institut IZM fanden seinen modularen Aufbau bahnbrechend. Wenn Ă€hnliche Betrachtungen fĂŒr das Fairphone 3 vorliegen, werden wir hier darĂŒber berichten.

Auch beim Fairphone 3 wird versucht, weniger gefĂ€hrliche und giftige Materialien zu beschaffen und mehr recycelte und erneuerbare Ressourcen zu nutzen. Die NiederlĂ€nder haben sich sehr genau angeschaut, welche Materialien in einem Smartphone letztlich verwendet werden, um zu ermitteln, an welchen Stellen sich wirkungsvolle VerĂ€nderungen herbeifĂŒhren lassen. Auf diesen Weg hat man mit Gallium, Gold, Indium, Kobalt, Kupfer, Tantal, Nickel, Wolfram, Zinn und seltene Erden zehn Stoffe identifiziert, deren Förderung man nach und nach verbessert.

Fairphone 3: ein Projekt, um Elektronik fairer zu machen
Fairphone 3: ein Projekt, um Elektronik fairer zu machen (Foto © Fairphone)

Schon im FP2 steckte wiederverwertetes Plastik, Kupfer und Wolfram. In Uganda zum Beispiel arbeitet Fairphone mit Partnern wie Unicef oder Fairtrade daran, Gold unter faireren Bedingungen zu fördern. FĂŒr Zinn arbeitet man mit der Conflict Free Tin Initiative (CFTI) zusammen. Auch fĂŒr Tantal und Wolfram existieren transparente Lieferketten, um diese konfliktfrei zu besorgen.

Ist das Fairphone deswegen schon „fair“? Wahrscheinlich nicht. Aber es ist eben leichter, fairen Tee zu kaufen als ein faires Smartphone zu bauen. Das gilt besonders in einer Industrie, die sich bislang kaum um Nachhaltigkeit schert und wo Fairphone mit bislang noch unter 200.000 GerĂ€ten (von ĂŒber einer Milliarde jĂ€hrlich!) keine relevante Marktmarkt hat.

NatĂŒrlich kann man immerzu den Wurm im Apfel suchen und fragen, ob’s nicht irgendwie, theoretisch, noch fairer ginge. Doch man könnte mit dem Kauf auch einfach mal ganz praktisch dieses Projekt unterstĂŒtzen – oder wenigstens aufhören, GerĂ€te von Anbietern zu kaufen, denen Nachhaltigkeit egal ist.

Alternativen zum Fairphone 3

Die gibt es natĂŒrlich:

  • Gar kein Smartphone. Ökologisch voll super, in der Praxis halt nicht jedermanns Sache.
  • Gebrauchtes FP2. Zugegebenermaßen nicht so schön und so stabil wie das Fairphone 3. In Sachen Nachhaltigkeit wĂ€re der Impact aber besser als ein neues 3er. Die Gebrauchtpreise auf eBay schwanken zwischen 150 und 300.
  • Gebrauchtes Smartphone: Dies wĂ€re der minimale Schritt, um ein einigermaßen gutes und aktuelles Smartphone zu haben – und dennoch seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
  • Shiftphones: Die Modelle Shift 5me (preislich vergleichbar, technisch unterlegen) und Shift 6m (etwas teurer, vergleichbare Ausstattung) sind denkbare Alternativen zum Fairphone 3.

Fazit: Fairphone 3 hÀlt Kurs

WĂ€re man ein ĂŒbliches Kauf-das-Neueste-Magazin, man könnte am Fairphone 3 einiges aussetzen: Es ist eher Mittelklasse als ein Super-Handy mit 5G und Gesichtserkennungs-Tamtam. Es ist ein bisschen kantig geraten. Und absolut betrachtet natĂŒrlich noch immer deutlich teurer als vergleichbare Billig-GerĂ€te (die so gut wie unreparierbar sind, nicht nachhaltig gebaut werden). Und derlei Aussagen sind inzwischen auch im Web zu finden.

Offenbar verstehen viele nicht, worum es beim Fairphone wirklich geht. Ja, wir wollen ein Smartphone, das im Alltag funktioniert und gute Bilder macht. Aber das bietet das Fairphone 3 doch auch. Zugleich wollen eben immer mehr Menschen auch ein Smartphone, fĂŒr das nicht Kinder in unterirdischen Minen schuften mussten und das man auch reparieren kann, statt es wegschmeißen zu mĂŒssen, wenn der Akku streikt (oder der Akkuwechsel das Handy ruiniert hat).

Und eben dies liefert das Fairphone 3 als drittes Smartphone einer Reihe von Produkten, die ingesamt das Vorhaben wagen, die Elektronikindustrie als Ganzes zu verĂ€ndern. Es zeigt, was möglich ist – und es gibt Kunden eine nachhaltigere Kaufalternative. Wer das unterstĂŒtzen will und auf 5G und Gesichtserkennung verzichten kann, der liegt beim Fairphone 3 goldrichtig.

Fairphone kaufen geht hier:

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 fĂŒr 449 Euro beim deutschen Shop memolife.de
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 fĂŒr 449 Euro beim deutschen Shop vireo.de, dort ist jetzt auch ein passendes Fairphone-LadegerĂ€t verfĂŒgbar
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 fĂŒr 450 Euro direkt auf fairphone.com
  • Auch bei der Telekom, bei Congstar und bei Mobilcom ist es verfĂŒgbar, Vodafone will es bald anbieten. Wir wĂŒrden allerdings eher zu Goood oder Wetell raten, die versuchen, nachhaltigere Telefontarife zu etablieren (die es aber eben nicht als Bundle anbieten).

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Wie steht ihr zum ‚Fairphone‘? Habt ihr ein FP2 oder FP3 und wie sind eure Erfahrungen damit? Schreibt uns in den Kommentaren und bewertet es in der Bestenliste Smartphones.

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(17) Kommentare

  1. „Wer jetzt unbedingt ein Smartphone braucht, dem raten wir nach wie vor zum Fairphone 2, weil es reparierbarer und langlebiger ist als andere GerĂ€te.“

    Woher nehmt ihr diese Gewißheit?

    Das FP2 ist seit 11 Monaten auf dem Markt. Wie kann ich da auf Langlebigkeit schließen? Beim Reparieren wissen wir potentiellen Kunden nur, dass die Module nachkaufbar sind.

    Bei konventionellen Smartphone kann ich zumindest den Akku nachkaufen und das GerÀt mit Schutzvorrichtungen gg. Sturzschaden versehen.

    Um einen Schuh daraus zu machen: bringt doch einmal eine Statistik ĂŒber kaputte Smartphones. Was konkret an denen unreparierbar ist bzw. die GrĂŒnde weswegen sie getauscht werden. Ob technisches Versagen oder menschliches Verschulden am Ausfall der Technik zugrunde lag.

    Muss gesagt sein und ist so gemeint: Danke fĂŒr den Stand bei der Entwicklung des Fairphone!

    Ein m.M. sehr wichtiges Thema, weil ein von Planetenmenschen tĂ€glich genutztes Konsumgut, die Masse der GerĂ€te zwingt zu Alternativen. Persönlich bin ich als Seltennutzer noch fremd mit diesen Mobilcomputern, meistgenutzt ist bei mir ein tragbares DECT Telefon vom bekannten Router Hersteller aus Berlin. Mit dem kann ich ganz dolle telefonieren. Und Radio hören. Und direkt eine Rufumleitung einschalten, und … so weiter.

    Warte vielleicht besser ab, bis man die Sim Dinger bioplastisch unter die Haut implantiert, der Blutstrom versorgt so nachhaltig den Akku und Spracherkennung ist organisch instinktiv mit vibrierenden Resonanzeffekten. Gebt Bescheid sobald das BIOPhone 12 auf dem Labor kommt. Die Produktwelt bis dahin sind eigentlich nur der Versuch, es besser zu machen, mit weniger schlimmen Schadstoffen und geringerem Verbrauch an Erden + Ressourcen. WĂ€re ein ökoeffektives C2C Telefon mit Gold am Markt, ich wĂŒrde es aus Überzeugung kaufen. Beim Fairphone muss ich noch ĂŒberzeugt werden, die Zeit arbeitet dafĂŒr, die eher geringen Nutzerzahlen dagegen.

  2. Ich bin sehr irritiert, zu lesen, dass nach 2 bis 3 Jahren die Ersatzteile nicht mehr verfĂŒgbar sind. Grob ĂŒberschlagen ist das noch lange nicht die Laufzeit fĂŒr ein typisches Smartphone, wie es sich in meinem und meiner Bekannten Nutzung und Erfahrungsbereiche darstellt. Der im Vergleich etwa doppelte Anschaffungspreis (im Vergleich zu von mir genutzten GerĂ€ten) hat nach einem Aus von 2 bis 3 Jahren seine Berechtigung, zumindest was die Nachhaltigkeit angeht, verloren. Oder liegt hier ein Denkfehler meinerseits vor?

  3. Das Ausgehen der Ersatzteile bezieht sich ausschließlich auf das Fairphone . Das FP2 ist mittlerweile 4 Jahre auf dem Markt und Fairphone hat erst kĂŒrzlich bestĂ€tigt, dass sie mit den Ersatzteilen gut aufgestellt sind. Die ModularitĂ€t erlaube es ihnen hier, auch Hersteller zu wechseln, wenn einer die Produktion einstellt, da dann ein passendes Modul aus Ă€hnlicher Hardware gebaut werden kann. Es liegt also kein Denkfehler vor, leidiglich die Datenlage war zu prĂ€zisieren 🙂

  4. FAIRPHONEos – nicht FirefoxOS!!!

    fĂ€ngt beides mit F an und hört mit OS auf, ist trotzdem nicht dasselbe…

    versuche, ein Gebrauchtes auf Ebay zu schießen – gibt es auch noch andere Quellen? sind erstaunlich selten im Angebot.

  5. Meine Erfahrungen mit dem FP2 waren sehr mies. Von Anfang an ging die Kamera nicht, der Service ist ein Forum und als sich nach 5 Monaten bei einem Software-Update das Telefon aufgehĂ€ngt hat dauerte es 3 Wochen (3!) bis man mir sagte ich mĂŒsse Ersatzteile fĂŒr 340,-€ kaufen. Es hat also keinen Momenmt vollstĂ€ndig funktioniert und es gab keine Garantie… 480,-€ aus dem Fenster geschmissen. Jetzt benutze ich ein gebrauchtes Samsung. Mein Faiorphone hat also keinerlei verbesserung fĂŒr irgendwas gebracht…. Nur sehr viel EntĂ€uschung….

  6. Das mit dem Support ist nicht ganz richtig. Ja, es gibt es sehr aktives Forum, in dem man auch schnell und kompetent Hilfe bekommt. Zu manchen Zeiten vielleicht sogar schneller als ĂŒber den offiziellen Support. Aber dass das Forum der Firmensupport sei, stimmt halt nicht.

    Damit will ich ausdrĂŒcklich nicht Ihren Erfahrungen widersprechen! Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo auf schriftliche Tickets teils erst nach mehreren Tagen eine Antwort kam. Aber das ist schon etwas her und wurde verbessert.
    Der „Geheimtipp“ war, immer schriftlich ein Ticket mit den Details anzulegen und dann mit der Ticketnummer telefonisch nachhaken. Ob das immer noch nötig ist, kann ich nicht sagen, ich hab seit Dez. 2017 keinen Support benötigt.

  7. Streng genommen wahrscheinlich eher „5+ Jahre“, denn das FP1 kam erst im Dezember 2013 raus, ist also noch gar keine 6 Jahre alt.
    Bei Smartphones mit Android so oder so eine Ewigkeit. 😉

  8. Danke fĂŒr den tollen Überblick. Morgen werden wir mehr wissen.

    „Fairphone ist das einzige Unternehmen, dass es geschafft hat, auf einem GerĂ€t von 2015 ein Android 7 nachtrĂ€glich auszuliefern.“ Das stimmt so nicht. Das Galaxy S6 von 2015 z.B. wurde auch auf Android 7 gebracht. Das Nexus 6 ist sogar von 2014 und hat Android 7, das Nexus 6P von 2015 hat sogar Android 8.

    Im Fairphone Blog habe ich allerdings gelesen, dass das FP2 als einziges Smartphone auf dem Markt mit dem *gleichen Prozessor* ein Upgrade auf Android 7 erfahren hat. Und dass da viel Pionierleistung vonseiten Fairphone nötig war, da fĂŒr diesen Chip niemand Vorarbeit geleistet habe.

  9. Hinweis an die Redaktion:
    – Das Fairphone 3 unterstĂŒtzt Bluetooth 5 (nicht nur 4.2)
    – Der GerĂ€tepfand wurde tatsĂ€chlich umgesetzt, und das sogar sehr flexibel: Wenn du nach dem Kauf eines Fairphone 3 ein anderes Handy (das sich einschalten lĂ€sst) an Fairphone schickst, bekommst du 20€. Wenn es ein Fairphone 1 oder 2 ist, bekommst du sogar 40€. Der Vorteil: Es werden schon beim ersten Fairphone-Kauf AltgerĂ€te recycled, und nicht erst beim zweiten, wie es bei einer klassischen Pfandregelung der Fal wĂ€re.

  10. Danke fĂŒr diesen ausfĂŒhrlichen und nett geschriebenen Beitrag! FĂŒr mich kam das Release wie gerufen, habe es mit 30 Euro Crowdfunder-Rabatt bestellen können und freue mich drauf!

  11. Und, ist es schon da?
    Ich habe im August bestellt – und bezahlt – inzwischen gibt es das FP3 angeblich in LĂ€den und bei allen Versendern – ich hab es noch immer nicht….