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Sonnenauge: So pflanzt du die insektenfreundliche Staude

Sonnenauge
Foto: CC0 / Pixabay / ursfoers

Das Sonnenauge ist eine robuste Staude, die ihren Namen den leuchtend gelben Blüten verdankt. Der Korbblüter ist eine schöne Zierde für den Garten und dazu insektenfreundlich. Hier erfährst du, wie du das Sonnenauge pflanzt und pflegst.

Das Sonnenauge bildet zusammen mit 14 weiteren Arten die Gattung der Heliopsis. Diese wiederum gehört der Familie der Korbblütler (Asteraceae) an.

Das Sonnenauge ist eine ausdauernde Staude. Sie ist pflegeleicht und deshalb besonders gut für Gartenneulinge geeignet. Die Staude trägt noch bis in den Herbst strahlend gelbe Blüten. Diese Farbenpracht hat dem Sonnenauge wohl auch den schönen Namen verliehen. Die großen Korbblüten eignen sich hervorragend als Schnittblumen.

Ursprünglich stammt das Sonnenauge aus Regionen in Nord-, Mittel- und Südamerika. Achte deshalb bei der Wahl des Standortes auf ausreichend Sonneneinstrahlung, um den klimatischen Ansprüchen des Sonnenauges gerecht zu werden.

Sonnenauge: Standort und Anbau

Das Sonnenauge ist ein Sonnenanbeter und sollte immer genügend Licht bekommen.
Das Sonnenauge ist ein Sonnenanbeter und sollte immer genügend Licht bekommen.
(Foto: CC0 / Pixabay / noxx)

Bevor es ans Pflanzen geht, solltest du dich über die Art von Sonnenauge genauer informieren, die du anbauen möchtest. Daraus resultiert der geeignete Standort. Je nach Art wird das Sonnenauge 60 bis 180 Zentimeter hoch. Die kleineren Stauden eignen sich vor allem für den Anbau in Beeten oder in Kübeln, während die größeren Arten besser als Hintergrundstauden in den Garten passen. 

In die Breite wächst das Sonnenauge dagegen nicht. Die Sprossen treiben aufrecht von dem holzigen Wurzelstock in die Höhe. 

Das Sonnenauge ist in der Pflege recht anspruchslos. Dennoch sollte der Standort einige Bedingungen erfüllen:

  • möglichst volle Sonneneinstrahlung (Halbschatten kann die Staude auch tolerieren)
  • lockere, durchlässige Erde
  • durchschnittlich reich an Nährstoffen und Humus
  • der Boden sollte frisch bis feucht und nicht zu trocken sein

Nahezu jede durchschnittliche Gartenerde erfüllt die Ansprüche, die das Sonnenauge an den Boden stellt. Achte darauf, dass sie torffrei ist, um die Umwelt zu schützen. Im Frühjahr kannst du die jungen Pflanzen mit etwas Kompost düngen

Sonnenauge pflanzen: So gelingt es dir

Sonnenaugen zu pflanzen gelingt mit wenig Aufwand.
Sonnenaugen zu pflanzen gelingt mit wenig Aufwand.
(Foto: CC0 / Pixabay / KateCox)

Die beste Zeit, Sonnenaugen zu pflanzen, ist im Frühjahr. Da die Staude winterhart ist, kannst du sie aber bis in den Herbst noch auspflanzen.

Für einen Quadratmeter brauchst du vier bis sechs Stauden. Die genaue Anzahl kommt auf die Wuchshöhe der Art an. Um Sonnenaugen anzupflanzen, gehe wie folgt vor:

  1. Suche dir einen sonnigen Platz im Garten. Bedenke dabei die individuelle Wuchsgröße der Staude. 
  2. Hebe kleine Löcher aus, die das anderthalbfache Volumen des Wurzelstockes haben. Es sollten 40 bis 50 Zentimeter Platz zwischen den Pflanzen liegen.
  3. Setze die ausgetopfte Pflanze mittig in das Loch. 
  4. Füge nach Bedarf etwas Dünger hinzu. Das begünstigt den Anwuchs.
  5. Bedecke den Wurzelstock mit Erde. Die Staude sollte so tief in der Erde sitzen, wie sie zuvor im Topf stand.
  6. Gieße das Sonnenauge mit etwas Wasser an. Achte in den kommenden Wochen auf ausreichend Bodenfeuchtigkeit. 

Tipp: Sollte der Wurzelstock der Pflanze sehr trocken sein, tränke die junge Staude vor dem Einpflanzen in einem Eimer mit Wasser.

Mit der richtigen Pflege kann das Sonnenauge mehrere Jahre an einem Standort überdauern.

So pflegst du das Sonnenauge

Sonnenauge ist eine anspruchslose Pflanze und braucht nicht viel Pflege.
Sonnenauge ist eine anspruchslose Pflanze und braucht nicht viel Pflege.
(Foto: CC0 / Pixabay / matthiasboeckel)

Das Sonnenauge ist eine recht anspruchslose und robuste Pflanze. Regelmäßig gießen musst du sie nur bei längeren Trockenphasen. Auch Dünger ist bei einem durchschnittlichen Gartenboden nicht notwendig. 

Hier findest du einige Tipps, wie du Sonnenauge richtig pflegst:

  • Schneiden: Entferne regelmäßig abgeblühte Blütenköpfe. Das regt die Bildung von weiteren Blüten an. Nach der Blütezeit sterben die Sprossen im Herbst ab. Schneide sie bodennah ab, um Platz für neue Triebe im Frühjahr zu schaffen. Die gelben Korbblüten kannst du als Schnittblumen verwenden. Solltest du die Blüten in eine Vase stellen, entferne zuvor die Seitenknospen. Das macht die Schnittblumen länger haltbar.
  • Überwintern: Das Sonnenauge ist winterhart. Nach dem Absterben der Triebe kann es so aussehen, als ob die Pflanze eingegangen wäre. Das täuscht jedoch: Selbst andauernder Frost wird die Pflanze nicht schädigen. Spätfrost kann junge Triebe absterben lassen. Diese werden jedoch kurz darauf von neuen Sprösslingen ersetzt. Pünktlich zum Frühjahr sprießen neue Blüten.
  • Vermehren: Sonnenaugen kannst du durch Teilung vermehren. Teile den Wurzelstock im Frühjahr oder im Herbst. Folge dann den oben beschriebenen Schritten, um den abgetrennten Teil an einem neuen Ort einzupflanzen. Stecklinge eignen sich ebenfalls zur Vermehrung von Sonnenauge. 

Krankheiten und Schädlinge sind selten beim Sonnenauge. Nur Schnecken finden ihren Gefallen an der Staude. Um sie fernzuhalten, kannst du beispielsweise eine Schneckenfalle bauen. Lies dazu auch: Schnecken im Garten bekämpfen: Tipps und natürliche Mittel

Übrigens: Sonnenauge ist eine bienen- und insektenfreundliche Staude. Die üppigen Blüten bieten reichlich Nektar für Bienen sowie Nahrung und Lebensraum für andere Insekten. Pflanze Sonnenauge deshalb am besten zusammen mit anderen bienenfreundlichen Sträuchern und Pflanzen

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