Die 7 größten Spülmaschinen-Fehler

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Wenn du folgende Spülmaschinen-Fehler vermeidest, kannst du richtig Energie und bares Geld sparen – und schützt auch noch die Umwelt.

Spült man Geschirr effizienter von Hand oder per Spülmaschine? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Fakt ist: Zwei Drittel der deutschen Haushalte haben eine Spülmaschine. Wir zeigen dir, wie du die größten Spülmaschinen-Fehler vermeiden kannst.

1. Spülmaschine halbvoll anschalten

Für Spülmaschinen gilt dasselbe wie für Waschmaschinen: Schalte sie nur dann an, wenn sie wirklich voll ist. Wer halb gefüllte Maschinen laufen lässt, verschwendet Energie, Wasser und Spülmittel. Kostet alles bloß Geld.

2. Phosphathaltige Spülmittel verwenden

Herkömmliche Maschinenspülmittel bzw. Spülmaschinen-Tabs können bedenkliche Substanzen enthalten. Am problematischsten sind dabei Phosphate: Sie gelangen über das Abwasser in natürliche Gewässer, tragen zur Überdüngung und sogar zum „Umkippen“ von Seen bei. Auch ungesunde synthetische Konservierungs- und Farbstoffe können in konventionellen Maschinenspülmitteln enthalten sein.

Umweltfreundlicher und gesünder sind ökologische Spülmaschinen-Tabs oder Maschinenspülmittel. Viele positive Bewertungen haben in unserer Bestenliste mit Öko-Spülmaschinentabs die „Denk mit Geschirr-Reiniger-Tabs nature“ erhalten, die es in jedem DM-Drogeriemarkt gibt. Aber auch „Ecover Classic Spülmaschinen-Tabs“ und die „AlmaWin Spülmaschinen Tabs“ schneiden bei unseren Usern nicht schlecht ab.

Übrigens: Auch die korrekte Dosierung von Spülmittel, Klarspüler und Spülmaschinensalz hilft, die Umwelt zu schonen. Wer Großpackungen kauft, spart zudem jede Menge Verpackungsmüll! Und nicht immer ist das falsche Spülmittel schuld, wenn das Geschirr nicht ganz sauber wird – vielleicht musst du einfach mal wieder deine Spülmaschine reinigen?

3. Spülmaschine falsch einräumen

Wird dein Geschirr in der Maschine nicht richtig sauber? Es hinterher nochmal von Hand zu spülen verbraucht doppelt Energie, Wasser und Spülmittel. Folgende Einträum-Tricks helfen dir, das zu vermeiden:

  • Räume befüllbares Geschirr (Gläser, Tassen, Schüsseln) am besten oben ein, denn es ist meist nur gering verschmutzt.
  • Größere und stärker verschmutzte Teile gehören hingegen nach unten.
  • Platziere stark verschmutztes Geschirr immer so, dass die Verschmutzungen zu den Sprüharmen hin ausgerichtet sind.
  • Achte darauf, dass sich die Sprüharme stets frei drehen können.
  • Platzieren das Besteck nicht zu dicht nebeneinander. Richtig sauber wird es nur, wenn Wasser es von allen Seiten umspülen kann.
  • Räumen das Besteck darum am besten so in den Besteckkorb, dass der Griff abwechselnd nach oben und nach unten zeigt. Nur die Spitzen scharfer Messer sollten natürlich immer nach unten zeigen.
Fehler: Geschirr falsch in die Spülmaschine räumen
Fehler: Geschirr falsch in die Spülmaschine räumen (Foto: Pixabay / chefkeem)

4. Vorspülen

Verzichte darauf, das Geschirr vor dem Einräumen in die Maschine von Hand vorzuspülen. Das verschwendet nur Energie und Wasser und ist so gut wie nie notwendig: Moderne Geschirrspülmaschinen werden mit den meisten Verschmutzungen selbst fertig.

Ausnahme: Spinat und Kräuter sollten besser nicht in die Maschine gelangen. Sie können sich auf anderes Geschirr verteilen und sind dann schwer zu entfernen. Tipp: Weiche extrem verschmutzte Teile ein paar Minuten ein, bevor du diese in die Maschine räumst – das ist besser, als sie unter laufendem Wasser zu schrubben.

5. Ungeeignetes Plastikgeschirr spülen

Klingt banal, ist aber wichtig: Wasche in der Maschine wirklich nur spülmaschinengeeignetes Geschirr und Besteck! Vorsicht vor allem bei Plastikgeschirr und -behältern: Nicht spülmaschinengeeignete Artikel können unter heißem Wasser nämlich gefährliche Schadstoffe freisetzen. Darum gehören auch Einweg-Plastikbehälter niemals in die Spülmaschine.

Wichtig: Schon beim Kauf auf eine Spülmaschine mit niedrigem Verbrauch achten
Wichtig: Schon beim Kauf auf eine Spülmaschine mit niedrigem Verbrauch achten (© Photographee.eu, by studio - Fotolia.com)

6. Zu heiß und zu lang spülen

Bei leicht oder normal verschmutztem Geschirr reicht in der Regel das Kurz- oder Spar-Spülprogramm mit seinen niedrigen Temperaturen völlig aus, um alles sauber zu bekommen. Nur bei sehr stark verschmutztem Geschirr stellt man besser eine höhere Temperatur ein.

7. Spülmaschine falsch aufstellen

Achte darauf, die Geschirrspülmaschine möglichst nie direkt neben dem Kühlschrank aufzustellen. Die Spülmaschine gibt im Betrieb viel Wärme ab und der Kühlschrank benötigt dann mehr Energie, um seine Temperatur niedrig zu halten. Dasselbe gilt übrigens für den Herd: auch er sollte besser nicht direkt neben dem Kühlschrank stehen.

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(9) Kommentare

  1. Wir schaffen es immerhin nur jeden zweiten Tag die SPüMa anzumachen, aber das reicht für einige Teller soweit einzutrocknen, dass sie nur schwer sauber werden. Einmal kurz mit Wasser abwaschen sollte IMHO ok sein.
    Von den dm Bio Tabs sind wir auch sehr angetan von. Wirken besser als die teueren Somat 100-in-1 dinger.

  2. Hm., dieses Thema kommt mir bekannt vor.
    Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass ich bereits vor 6 Monaten meinen Kommentar dazu abgegeben hatte:

    Für mich ist es mttlerweile ok, wenn Ihr „alte“ Themen „neu aufbereitet“: aber nehmt dann bitte auch frühere Kommentare der „Langzeit-user“ ( so sieht es wohl aus, wenn man länger als ein halbes Jahr hier aktiv ist ;-)) auf-ich habe keine Lust, meine Kommentare in diesem „Halbjahres-Rhythmus“ zu wiederholen.

  3. Ich finde Spülmaschinentabs nicht besonders gut, weil ich so die Dosierung nicht variieren kann. Ich nehme gerne Pulver, dosiere so gering wie möglich und fülle bei Bedarf Salz und Klarspüler nach, ich vermute, dass man auch weniger Salz und Klarspüler braucht, als mit Tabs (hab ich aber nie nachgemessen).

  4. Am problematischsten sind dabei Phosphate: Sie gelangen über das Abwasser in natürliche Gewässer, tragen zur Überdüngung und sogar zum „Umkippen“ von Seen bei….
    Ich denke da liegt Ihr falsch. Phosphate werden problemlos in Kläranlagen entfernt. Es gibt Empfehlungen ruhig phosphathaltige Waschmittel zu benutzen, da man die Phosphate im Griff hat. Ersatzstoffe (Tenside) sind teilweise problematischer. Nachteil: der Abbau und sie sind endlich.
    Hier wäre das Urteil eines „Fachmanns“ hilfreich – keine Mutmaßungen 😉

  5. in diesem Kontext wäre interessant – es gibt immer wieder die Kontroverse zwischen der Nutzung von Spülmaschinentabs ohne zusätzlichen Klarspüler und Salz und der Meinung von „Fachleuten“ – dass diese Kammern zur Erhaltung der Spülmaschine und der Gläser gefüllt sein sollen – sonst würde die Spülmaschine kaputt gehen. Bei mir in der Firma (Küche mit 20 Personen täglich) wird beides durchgeführt. Ich bin der Ansicht es ist zuviel. Was stimmt?

  6. bei kleinküchen, bei denen es an platz mangelt, stehen kühlschrank und geschirrspüler meist nebenan. gegen die wärmebertragung könnte eine isolierende schicht helfen.

  7. Danke für den Hinweis auf die schadstoffarmen Tabs! Was mir häufig auffällt, ist die „fill & forget“ Mentalität der meisten Spüma-User. Eine Spülmaschine ist kein Mülleimer! Wenn ich da dicke Nudelbrocken oder festgebrannte Käsekrusten reinschiebe, landet das im besten Fall im Sieb und wird beim nächsten Durchgang wieder mit umgewälzt. Also: nicht Vorspülen, sondern Abwischen mit Küchenrolle. Außerdem regelmäßig die Siebe und Türfälze reinigen. In so manchen Haushalten wird einem schon schlecht, wenn man nur die Tür der Spülmaschine aufmacht %-)

  8. Jahrelang kam der MIELE-KD um die Fettablagerungen in den Rohren zu entfernen. Es war jedesmal ein stolzer Betrag fällig. Ein KD-Monteur gab mir den Rat die Sparprogramme zu vergessen und immer das volle Programm zu fahren. Seither (schon mehrere Jahre) macht der KD kein Geschäft mehr mit mir. Die höheren Stromkosten fallen dabei nicht ins Gewicht.

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