Tipps, um Reste vom Weihnachtsessen zu verwerten

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Reste vom Weihnachtsessen sind in jedem Fall zu gut für die Tonne. Wir verraten dir, wie du sie stattdessen noch lecker weiterverarbeiten kannst.

Für die meisten, die Weihnachten feiern, gehört ausgiebiges Schlemmen dazu. Besonders wenn du viele Gäste erwartest, ist es nicht immer einfach abzuschätzen, wie umfangreich das Weihnachtsmenü sein muss. Oft bleibt Essen übrig, das du aber nicht wegwerfen brauchst. Mit diesen Tipps kannst du Reste vom Weihnachtsessen lecker weiterverarbeiten.

Klöße weiterverarbeiten: So gelingt’s

Der Klassiker zu Weihnachten: Klöße.
Der Klassiker zu Weihnachten: Klöße. (Foto: CC0 / Pixabay / maria-anne)

Klöße sind ein echter Winterklassiker und lassen sich unkompliziert verwerten. Am einfachsten geht das, wenn du sie brätst. Schneide sie dazu in Scheiben und brate sie von beiden Seiten in etwas heißem Öl an. Gebratene Klöße schmecken sowohl herzhaft mit Salz und Pfeffer als auch süß mit Zucker und Zimt. Die herzhafte Variante passt zum Beispiel gut zu Salat. Doch auch mit Preiselbeeren schmecken die gebratenen Klöße.

Alternativ kannst du die Klöße auch in Streifen schneiden und zusammen mit Zwiebel und Gemüse anbraten. Mit Gewürzen wie Paprikapulver und Kräutern wie Petersilie oder Schnittlauch erhältst du eine leckere Gemüsepfanne.

Übrigens: Wenn du die Klöße zubereitest, kannst du gut etwas älteres Brot nutzen, um sie zu füllen.

Ideen, um Grünkohl zu verwerten

Blätterteig lässt sich gut füllen, zum Beispiel mit Grünkohl.
Blätterteig lässt sich gut füllen, zum Beispiel mit Grünkohl. (Foto: CC0 / Pixabay / photosforyou)

Grünkohl steht ebenfalls häufig auf der Weihnachtsspeisekarte. Die Reste des Wintergemüses kannst du unter anderem zu gefülltem Blätterteig oder Grünkohlbaguette verarbeiten.

Verarbeiteter Grünkohl lässt sich übrigens auch problemlos einfrieren. Friere das Gemüse am besten portionsweise ein. So kannst du es je nach Bedarf auftauen und zum Beispiel zu Pasta oder Kartoffeln essen.

Für gefüllten Blätterteig benötigst du:

  • 1 Knoblauchzehe
  • Grünkohl
  • Würzhefeflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Blätterteig

Und so einfach funktioniert’s:

  1. Schäle die Knoblauchzehe und schneide sie in Würfel.
  2. Vermenge den Grünkohl mit Knoblauch, Würzhefeflocken, Salz und Pfeffer.
  3. Rolle den Blätterteig aus und bestreiche ihn gleichmäßig mit dem Grünkohl.
  4. Rolle das Ganze nun zusammen. Bereite das Backblech vor, indem du es mit Backpapier bzw. einer Backpapier-Alternative auslegst.
  5. Platziere den Blätterteig auf dem Backblech. Bäckst du die ganze Rolle, hast du später einen Grünkohlstrudel. Schneidest du die Rolle vor dem Backen in ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben, erhältst du einzelne Grünkohlschnecken. Achte vor dem Backen darauf, dass die Schnecken einzeln auf dem Backblech liegen.
  6. Stelle den Ofen auf 180 Grad Celsius Ober- / Unterhitze ein. Der Blätterteig ist fertig, sobald er gut duftet und eine bräunliche Färbung zeigt.

Tipp: Die Grünkohlfüllung kannst du mit unterschiedlichen Gewürzen und weiteren Zutaten variieren, zum Beispiel mit Paprikapulver, Nüssen, Olivenöl oder gebratenen Zwiebeln.

Schneide das Baguette in Scheiben, eh du es belegst.
Schneide das Baguette in Scheiben, eh du es belegst. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Für Grünkohlbaguette brauchst du:

  • 1 Zwiebel
  • Räuchertofu
  • Pflanzenöl
  • Grünkohl
  • Senf
  • Baguette
  • optional: Salz und Pfeffer

So bereitest du das Baguette zu:

  1. Schäle die Zwiebel. Schneide Zwiebel sowie den Räuchertofu in Würfel.
  2. Erhitze etwas Öl in einer Pfanne und brate die Zwiebeln und den Räuchertofu einige Minuten darin an.
  3. Gib den Grünkohl und den Senf in die Pfanne und vermenge alles miteinander. Sofern nötig, kannst du den Grünkohl noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Lass das Ganze etwa fünf Minuten lang dünsten, rühre dabei gelegentlich um.
  5. Schneide in der Zwischenzeit das Baguette in Scheiben.
  6. Verteile den Grünkohl gleichmäßig auf den Baguettescheiben.
  7. Gib das Ganze abschließend bei 180 Grad Celsius für etwa zehn Minuten in den Backofen.

Die Baguettes eigenen sich gut als Vorspeise oder Snack.

Reste vom Weihnachtsessen: Rotkohl

Einfrieren, erwärmen und als Beilage genießen: Übriggebliebenes Rotkraut musst du nicht wegwerfen.
Einfrieren, erwärmen und als Beilage genießen: Übriggebliebenes Rotkraut musst du nicht wegwerfen. (Foto: https://pixabay.com/de/photos/rotkraut-schweinebraten-rotkohl-272041/)

Fertig zubereiteten Rotkohl kannst du ebenfalls mühelos einfrieren. Gib den Rotkohl dafür portionsweise in Schraubgäser und lagere diese im Tiefkühlfach. So kannst du den Rotkohl jederzeit als Beilage beispielsweise zu Kartoffelbrei oder Gnocchi auftauen und erwärmen.

Aus Rotkraut kannst du außerdem einen Strudel oder Blätterteigtaschen zubereiten:

  • Vermenge das Kraut dafür mit weiteren Zutaten, die du gerade im Haus hast.
  • Passend sind zum Beispiel gebratene Zwiebel, Chili, Walnüsse, Knoblauch sowie Currypulver oder auch Rosinen.
  • Anschließend befüllst du den Blätterteig mit der Rotkrautmischung und bäckst das Ganze, bis es eine schöne goldbraune Farbe hat.
Mit Zwiebel und Kartoffel wird aus Rotkohlresten ein leckeres Gericht.
Mit Zwiebel und Kartoffel wird aus Rotkohlresten ein leckeres Gericht. (Foto: CC0 / Pixabay / monicore)

Eine weitere Möglichkeit Rotkohlreste zu verarbeiten, ist eine Rotkohlpfanne. Dafür benötigst du:

  • 1 Zwiebel
  • Kartoffeln (vorgekocht, alternativ: übriggebliebene Klöße)
  • Champignons
  • Pflanzenöl
  • Rotkraut
  • Kümmel
  • Paprikapulver
  • Salz
  • Pfeffer

So gelingt die Zubereitung:

  1. Schäle die Zwiebel und schneide sie in Würfel.
  2. Schneide die Kartoffeln beziehungsweise die Klöße in Würfel.
  3. Putze die Champignons und schneide sie in Scheiben.
  4. Erhitze das Pflanzenöl in einer großen Pfanne.
  5. Dünste die Zwiebeln zwei bis drei Minuten im heißen Öl an.
  6. Gib die Kartoffelwürfel und die Champignons hinzu und brate das Ganze unter regelmäßigem Rühren etwa zehn Minuten lang.
  7. Gib nun das Rotkraut hinzu. Vermenge die Zutaten miteinander und schmecke alles mit den Gewürzen sowie Salz und Pfeffer ab. Nach weiteren drei bis fünf Minuten kannst du die Rotkohlpfanne servieren.

Reste vom Weihnachtsessen verwerten: Weitere Tipps

Schokoladenreste werden zu heißer Trinkschokolade.
Schokoladenreste werden zu heißer Trinkschokolade. (Foto: CC0 / Pixabay / EddaKlepp)
  • Sofern es bei dir Fleisch zu Weihnachten gab, kannst du die Reste in Streifen schneiden und zusammen mit Gemüse oder Bratkartoffeln anbraten. Dasselbe gilt natürlich auch für vegane Alternativen.
  • Solltest du übermäßig viel Obst übrig haben, wirf es in den Mixer und bereite einen Smoothie daraus zu.
  • Schmelze Schokoladenreste ein und nutze sie als Glasur für Kuchen oder Kekse. Mit heißer Milch oder einem Pflanzendrink deiner Wahl wird heiße Schokolade daraus.
  • Etwas ältere Spekulatius eigenen sich gut, um Spekulatius-Tiramisu herzustellen.
  • Fülle das übriggebliebene Essen möglichst zeitnah um und stelle es in den Kühlschrank. So hast du eine höhere Chance, dass nichts verdirbt.
  • Solltest du noch verschlossene Lebensmittel haben, die du nicht mehr benötigst, verschenke sie. Dabei helfen dir beispielsweise Apps wie UXA.

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