ADAC Ecotest 2019: Das sind die saubersten Elektroautos

Elektroauto BMW i3 / BMW i3s
Foto © BMW

Der ADAC hat auch im Jahr 2019 wieder seinen Ecotest veröffentlicht, in dem zahlreiche Fahrzeuge auf ihre Umweltverträglichkeit untersucht wurden. Das Ergebnis: Fünf Elektroautos führen die Top 5 des Jahres an.

Mit seinem Ecotest nimmt der ADAC seit einigen Jahren Fahrzeuge auch in Sachen Umweltfreundlichkeit unter die Lupe. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 100 Pkw getestet. Die Ergebnisse liegen nun im ADAC Ecotest vor, der Ende Januar 2019 veröffentlicht wurde.

Bewertet wurden die Autos danach, wie viele Schadstoffe und wie viel klimaschädliches CO2 sie ausstoßen.

ADAC Ecotest 2019: Elektroautos führen

Die Bestwertung von fünf Umweltsternen erreichten in diesem Jahr sechs Elektroautos: Der erste Platz im ADAC Ecotest ging an den Volkswagen e-Golf (im Vorjahr auf Platz 2), gefolgt von einem weiteren VW-Produkt, dem VW e-up! Den dritten Platz konnte sich der BMW i3s (im Bild zu sehen) sichern, danach folgen Smart fortwo coupé EQ sowie der Hyundai Kona Elektro.

Ebenfalls fünf Umweltsterne erhielten der Erdgas-Flitzer Fiat Panda Twinair Natural Power sowie der altbekannte Stromer Nissan Leaf. Das Fiat-Modell war gleichzeitig der einzige Wagen mit Verbrennungsmotor, der es unter die höchsten Wertungen schaffte.

Hier findest du die sieben Test-Sieger in der Bildergalerie:

Vier Sterne für viele Benziner und Diesel

Weitere 30 Pkw erhielten im ADAC-Ranking noch vier Umweltsterne. Im Vorjahr waren deutlich weniger Autos, nämlich nur 17, mit dem Vier-Sterne-Prädikat ausgezeichnet worden.

In diesem Jahr finden sich dort neben Elektroautos auch einige Fahrzeuge mit Wasserstoff- und Hybridantrieb sowie zahlreiche Pkw mit klassischen Diesel- und Otto-Motoren im Vier-Sterne-Bereich. Der ADAC schreibt dazu: „Obwohl es hier auch Ausnahmen gibt, weisen die meisten neuen Diesel vorbildliche Schadstoffwerte auf.“

Hier sind die Plätze 1 bis 7 aus dem ADAC-Ecotest 2019 (anklicken, um zu vergrößern):

ADAC Ecotest 2018

Und das sind die Plätze 8 bis 15:

ADAC Ecotest 2

Am unteren Ende des Rankings stehen erwartungsgemäß große, schwere Pkw. Nur einen von fünf möglichen Ecotest-Sternen erhielten wegen ihrer schlechten Werte: Chevrolet Camaro Coupé 6.2 V8 Automatik, Jeep Compass 1.4 Multiair 140, Fiat 500X 1.4 MultiAir Start&Stopp 4×2 DCT, Kia Sorento 2.2 CRDi AWD Automatik sowie SsangYong Rexton 2.2 Diesel 4WD Automatik.

Utopia hat sich einige der Testsieger (mit fünf Sternen) genauer angesehen:

Hier findest du mehr Informationen zu den neuesten Elektroautos 2018 & 2019:

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(8) Kommentare

  1. Solche auf bestimmten Kriterien isolierte Vergleiche sind immer mit Vorsicht und Vorbehalten zu betrachten.
    Für ein Produkt (egal ob Auto oder etwas anderes) gilt immer das Gesamtbild ausschlaggeben. Und dieses wurde hier eben gerade nicht vermittelt. So hat man am Ende „Äpfel mit Birnen“ verglichen
    Im Fall eines Autos kommen eben für ein objektives Gesamtbild noch solche Kriterien wie Fahrzeuggröße, Fahrverhalten, Fahrkomfort, Nutzwert, passive Sicherheit, Unterhalts-Kosten, Preisgestaltung u.v.a.m. hinzu, weil diese erst in ihrer Summe ein Gesamtbild vermitteln.
    Und würde man all diese Faktoren mit in die Bewertung einbeziehen, würde das Ergebnis in einigen Fällen ganz anders aussehen.

  2. Und wieder einmal soll das angeblich so saubere Elektroauto gepusht werden! Könnte sich vor der Schreiberei mal bitte jemand Gedanken darüber machen, wie nachhaltig der verdammte Strom für die Dinger produziert wird? Mit Atomkraftwerken? Kohlekraftwerke? Mit Windkraftanlagen, für die Wälder abgeholzt werden, weil niemand kontrolliert, wohin die Dinger nun wirklich gestellt werden können?
    Und was die Produktion der Autos angeht – woher kommen denn die seltenen Erden für die Rechneranlagen in den Karren? Woher das Lithium für die Akkus? Wie werden die Akkus nach Ablauf ihrer Lebenszeit entsorgt?
    Ja, das E-Auto produziert während seines Betriebs keine schädlichen Abgase; sein ökologischer Fußabdruck ist dennoch eine Katastrophe – vom finanziellen Fußabdruck im Portemonnaie der Käufer einmal abgesehen!

    Wir sollten das gesamte Thema „Individualverkehr“ einmal auf den Prüfstand stellen, anstatt uns um Kleinigkeiten wie der Betriebsart von Autos heißzureden – wenn wir nämlich genau hinsehen, können wir alle uns den Individualverkehr überhaupt nicht mehr leisten! Anstatt irgendwelche unausgegorenen E-Auto-Konzepte in den Himmel zu jubeln, sollten wir endlich dafür eintreten, dass der ÖPNV endlich wieder gestärkt und massiv gefördert wird! Alles andere ist egoistischer Schwachsinn!

  3. Wenn wir uns erwas nicht leisten können, dann ist es der immer weiter ausufernde LKW-Verkehr! Ich habe es schon mehrmals gesagt:
    Güter gehören auf die Schiene oder wo es möglich ist aufs Binnenschiff – der LKW ist dafür nur ein Zubringer. Aber das können oder wollen viele ja nicht begreifen!

  4. @Denkenderbuerger: Verstehe ich Ihren Einwand richtig, dass wir zwar die bösen LKW von der Straße verbannen müssen, aber jeder Arbeitnehmer mit seiner Blechkapsel allein zur Arbeit jagen darf?
    Das ist doch wieder die übliche Haltung: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass! Immer fleißig das Problem von sich auf andere abwälzen, um ja nicht selbst tätig werden zu müssen!
    Ich gebe Ihnen in einem Punkt in der Tat recht – es kann sich nicht _ausschließlich_ um die Privatleute handeln, die hier etwas umstellen müssen – auch der Frachtverkehr muss hier seinen Beitrag leisten.
    Aber hier im Artikel ging es nicht um den LKW-Verkehr auf bundesdeutschen Straßen, sondern um die ADAC-Elektroauto-Hochjubelei.
    Ich glaube, an dieser Stelle sollten Sie Ihre Haltung nochmal „ueberdenken“, Buerger!

  5. @Shay
    Das Auto ist eines der letzten Stücke der individuellen Freiheit. Und selbst diese unterliegt schon vielen Einschränkungen. Wollen wir das den Menschen auch noch nehmen?
    Davon abgesehen:
    Wie soll es bei denjenigen gehen, die täglich berufsbedingt an mehrere Stellen müssen – egal ob Bauarbeiter, Kundenbetreuer oder Mitarbeiter von Planungsbüros – um nur mal einige Bespiele zu nennen? Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Da verbringen die betreffenden dann die Hälfte ihrer Arbeitszeiten mit der An- und Abfahrt.
    Und wie ist das mit Urlaubsfahren?
    Samt eventuell vorhandenen Kindern einschließlich Gepäck in den Zug oder den Bus? Ich wünsche viel Spaß und gutes Gelingen!
    Wie ist das mit dem Transport von sperrigen oder schweren Gegenständen? Jedes mal einen Spediteur bestellen? Wer soll das bezahlen?
    Was soll mit Menschen in einer ebgelegenen Gegend werden? Vor jedes abgelegene Haus eine Bushaltestelle? Die Betreffenden dazu verurteilen, ihre Gehbehinderte Oma in der Pferdekutsche oder der Rikscha zu transoprtieren? Der Frau zumuten, nachts allein mit dem Fahrrad oder zu Fuß in eine einsamer Gegend unterwegs zu sein? Die Sittenstrolche wirds freuen!
    Man kann es drehen und wenden wie man will – die Rechnung geht nicht auf!

  6. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne auf diesen Vorlesungsausschnitt von Professor Harald Lesch verweisen:

    https://m.youtube.com/watch?fbclid=IwAR16HVCx8o0HckWrSROCS-2ElsceyNeC2eMPqWe4-kBwIB7usLbqFFkobv8&feature=share&v=d74foXpeZ4M

    Dem aufmarksamen Leser/ Zuhörer wird nicht entgangen sein, dass „sauberste Elektroautos“ ein Paradoxon ist. Genau wie Holzeisenbahn, Gefrierbrand, unabhängiges Institut, Wirtschaftsethik oder Brennholz-Verleih, um mal Hagen Rether zu bemühen.

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