Adlerfarn: Besonderheiten und Tipps zu Anbau und Pflege

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Der Adlerfarn ziert weltweit Wälder und Wiesen. Unter bestimmten Voraussetzungen wächst die Wildpflanze auch im Garten. Hier erfährst du, wie du ihn anpflanzt und pflegst.

Der Adlerfarn ist als Wildpflanze auf der ganzen Welt verbreitet. Die Pflanze wächst sowohl in Amerika als auch in Nord- und Mitteleuropa. Besonders in regenreichen Gebieten wie Irland oder Schottland ist der Farn üblich.

In Deutschland fühlt sich der Adlerfarn besonders in lichten Wäldern und an Waldrändern wohl. Seinen Namen trägt das filigrane Gewächs aufgrund seiner leicht eingerollten Federtriebe, die optisch an Adlerkrallen erinnern.

Besonderheiten des Adlerfarns

Die "Krallen" des Adlerfarns
Die „Krallen“ des Adlerfarns (Foto: CC0 / Pixabay / hhorakova)

Mit einer Größe von bis zu zwei Metern zählt der Adlerfarn zu den größten Farnarten in unseren Breiten.

Ähnlich wie Pilze verfügt auch der Adlerfarn über ein Rhizom, also einen weit verzweigten, den Winter überdauernden Spross. Dieser liegt hauptsächlich unter der Erde. Aus Rhizomen entwickeln sich immer wieder neue oberirdische Triebe.

Das Besondere am Adlerfarn: Sein Rhizom kann mehrere hundert Jahre im Boden überleben und jedes Jahr aufs Neue junge Farnsprosse entwickeln. Wie die Nutzpflanzendatenbank der Uni-Marburg festhält, wurden in Finnland sogar Rhizome mit einer Länge von rund 60 Metern gefunden. Ihr Alter schätzen Forscher auf bis zu 1.500 Jahre. Häufig geht das Rhizom des Adlerfarns eine Symbiose mit Pilzgeflechten ein.

Adlerfarn im Garten: Das solltest du beachten

Bevor du Adlerfarn pflanzt, solltest du beachten, dass die Pflanze hochgiftig ist. Als Gartenpflanze eignet sie sich daher nur, wenn sich im Garten keine Kleinkinder oder Haustiere aufhalten. Wenn diese Gefahr nicht besteht, fügt sich der Adlerfarn aber gut in einen Naturgarten ein.

Einmal angewurzelt, bilden Adlerfarne schnell ihre großflächigen Rhizome unter der Erde aus. Außerdem sondern sie giftige Stoffe in die Erde ab, die andere Pflanzen töten können. Adlerfarn eignet sich daher absolut nicht als Beetpflanze. Pflanze ihn besser einzeln an einen schattigen Platz unter Bäumen.

Tipps zum Anbau von Adlerfarn

Adlerfarn lässt sich leicht anbauen. Die Jungpflanzen erhältst du im gut sortierten Gartencenter.

So wählst du den richtigen Standort aus:

  • Die Waldpflanze gedeiht am besten an halbschattigen Standorten, etwa unter Bäumen oder Sträuchern.
  • Suche einen Platz aus, indem die Pflanze etwas Morgen- oder Abendsonne abbekommt.
  • Der Boden sollte locker, leicht humos und kalkarm sein.

Die optimale Zeit, um Adlerfarn anzupflanzen, ist im Frühjahr. So gehst du vor:

  1. Lockere den Boden etwas auf.
  2. Gib die Jungpflanzen zusammen mit etwas Kompost in die Erde.
  3. Gieße den Adlerfarn regelmäßig und großzügig – besonders kurz nach dem Pflanzen.

Adlerfarn pflegen

Junge Adlerfarn-Sprösslinge.
Junge Adlerfarn-Sprösslinge. (Foto: CC0 / Pixabay / nanoom)

Hat sich der Adlerfarn einmal niedergelassen, braucht er keine aufwendige Pflege mehr. Einige Hinweise solltest du trotzdem beachten:

  • Trockenheit verträgt der Adlerfarn absolut nicht. Achte deshalb darauf, dass die Erde immer leicht feucht ist. Staunässe solltest du dagegen vermeiden.
  • Kehre im Herbst das Laub der Bäume zwischen deinen Adlerfarnen zusammen und lasse es dort verwittern. So erhält die Pflanze wichtige Nährstoffe.
  • In Frühjahr und im Herbst dankt es dir der Farn, wenn du ihn zusätzlich mit etwas Kompost versorgst.
  • Alte und verwelkte Farnwedel kannst du aus optischen Gründen zurückschneiden.

Achtung: Da alle Teile des Adlerfarns giftig sind, solltest du sowohl beim Pflanzen als auch bei der Pflege immer Gartenhandschuhe tragen. Vermeide außerdem jeglichen Kontakt mit Mund, Nase und Augen.

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