Batterien: Warum sie ein Problem sind

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Batterien liefern schnell und umkompliziert Energie – allerdings gegen einen hohen Preis für die Umwelt und deinen Geldbeutel. Wir verraten dir, welche günstigen und nachhaltigen Alternativen du wählen kannst.

Batterien: Energiespeicher aus wertvollen Metallen

Batterien sind Energiespeicher. Sie versorgen Geräte mit Strom, indem sie chemische Energie in elektrische Energie umwandeln. Damit das funktioniert, besteht eine Batterie aus unterschiedlichen Metallen und Schwermetallen wie Zink, Eisen, Stahl, Mangan, Aluminium, Lithium, Kobalt oder Silber.

Metallische Rohstoffe werden oft unter schlechten Bedingungen im globalen Süden abgebaut. Laut dem WWF hat diese Rohstoffförderung erhebliche Folgen für Menschen und Umwelt. Um an die Metalle zu gelangen, werden große Waldflächen gerodet. Das schadet nicht nur dem Klima, sondern auch den indigenen Bewohner:innen dieser Regionen. Der Metallabbau verbraucht außerdem eine Menge Wasser, was in den Abbauregionen oft zu Wasserknappheit führt. Beim Abbau werden Schadstoffe und Schwermetalle freigelegt, die das verbleibende Grundwasser verschmutzen, sich in der Umwelt anreichern und in die Nahrungskette gelangen.

Batterien: Schlechte Energiebilanz und hohe Kosten

Die Herstellung von Batterien ist sehr aufwendig. Um eine Batterie herzustellen, ist laut dem Bundesumweltamt 40 bis 500 mal mehr Energie nötig, als sie selbst zur Verfügung stellt. Außerdem ist sie teuer: Die Energie aus einer Batterie kostet etwa 250 bis 500 mal so viel, wie die gleiche Energie aus dem Stromnetz – je nach Gerät und Stromtarif.

Unklar ist, ob die Energie für die Herstellung aus fossilen oder nachhaltigen Ressourcen stammt, denn dazu machen die meisten Hersteller keine Angaben. Im Zweifel werden eine Menge wertvoller Ressourcen verschwendet, damit am Ende ein Bruchteil von ihnen in der Batterie landet.

Batterien vermeiden und nachhaltig nutzen

Durch den Rohstoffabbau und die Energieverschwendung während der Produktion sind Batterien nicht besonders umweltfreundlich. Vermeide sie daher, wenn möglich:

  • Verzichte auf unnötige elektrische Artikel wie batteriebetriebene Pfeffermühlen oder singende Geburtstagskarten.
  • Wähle netzbetriebene Geräte. Das lohnt sich vor allem, wenn du ein Gerät nur stationär zuhause benutzt.
  • Für Geräte im Freien oder auf dem Balkon kannst du solare mobile Geräte benutzen (**online erhältlich bei Amazon).

Wenn du Batterien zuhause hast, nutze sie so lange wie möglich. Wenn ein Gerät nicht mehr funktioniert, prüfe mit einem Messgerät (**Amazon), ob die Batterie wirklich komplett leer ist. Einige Geräte mit niedrigem Energieverbrauch funktionieren auch noch mit halbvollen Batterien.

Wenn du bei manchen Geräten nicht auf mobile Energiespeicher verzichten kannst, können Akkus eine nachhaltigere Alternative zu Batterien sein.

Akkus als nachhaltigere Alternative zu Batterien

Akkus kannst du mit nachhaltigem Strom bis zu 1000 mal wieder aufladen
Akkus kannst du mit nachhaltigem Strom bis zu 1000 mal wieder aufladen (Foto: CC0 / Pixabay / analogicus)

Akkus bestehen zwar aus ähnlichen Bestandteilen wie Batterien – du kannst sie aber 500 bis 1000 mal wieder aufladen. Wenn du dafür Ökostrom nutzt, sparst du damit wertvolle Ressourcen und Geld.

Akkus entladen sich allerdings schneller als Batterien. Sie eignen sich daher besonders für Geräte, die du häufig benutzt – zum Beispiel Lichterketten, Radios, Fernbedienungen oder USB-Mäuse. Für Geräte, die du seltener benutzt, kannst du LSD (low self discharge) Akkus verwenden. Sie entladen sich um nur etwa vier Prozent im Monat. Für Geräte, die du sehr selten benutzt, kannst du Akkus aus anderen Geräten benutzen und sie danach wieder tauschen.

Damit die Akkus lange halten, solltest du sie richtig behandeln. Sie halten zum Beispiel länger, wenn du sie schon lädst, bevor sie komplett leer sind. Außerdem solltest du sie nicht über Zimmertemperatur lagern. Lies am besten immer die Hinweise, die auf oder in der Verpackung von deinen Akkus stehen.

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