Beleuchtung für den Weihnachtsbaum: Nachhaltige Ideen und was du beachten solltest

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Weihnachtszeit ist Lichterzeit – doch die Beleuchtung für den Weihnachtsbaum hat oft schwere Folgen für die Umwelt. Wir zeigen dir nachhaltige Alternativen.

Beleuchtung für den Weihnachtsbaum und Energieverbrauch

Prunkvolle Weihnachtsbeleuchtungen verbrauchen leider sehr viel Strom.
Prunkvolle Weihnachtsbeleuchtungen verbrauchen leider sehr viel Strom.
(Foto: CC0 / Pixabay / Mariamichelle)

Strahlende, glitzernde Straßenzüge, festlich beleuchtete Wohnungen, Gärten und Hausfassaden: Jahr für Jahr bringen wir in der Adventszeit die Welt um uns herum zum leuchten. 

Der Charme romantischer Beleuchtung für den Weihnachtsbaum ist nicht zu leugnen – für viele von uns gehört sie einfach untrennbar zu Weihnachten dazu. Allerdings darf man dabei auch den enormen Stromverbrauch nicht vergessen, den die großzügige Weihnachtsbeleuchtung Jahr für Jahr nach sich zieht. Experten zufolge wird in Deutschland allein in der Adventszeit so viel Strom verbraucht, wie eine Stadt mit 270.000 Einwohnern im gesamten Jahr benötgt, so der BUND. Besondere Energiekiller: Glühlämpchen. 

Gerade in Zeiten des Klimawandels sollten wir also darüber nachdenken, wie wir unser Zuhause nachhaltig und energiesparend schmücken können. Dafür musst du keinesfalls auf eine schöne Beleuchtung für den Weihnachtsbaum verzichten. 

Unnachhaltige Beleuchtung für den Weihnachtsbaum: die Lichterkette

Für viele Menschen sind Lichterketten als Weihnachtsbaum-Beleuchtung ein Muss. Kein Wunder: Sie kommen in verschiedenen Farben und Größen, sind mit nur einer Handbewegung eingeschaltet und zaubern ein magisches Licht.

Was viele jedoch nicht wissen: Herkömmliche Lichterketten sind extreme Stromfresser. Eine einzelne Kette aus kleinen Glühlampen verbraucht innerhalb nur eines Tages Stromkosten von rund sechs Euro. Wie gewaltig diese Zahl ist, wird klar, wenn man sie etwa mit dem Verbrauch eines Kühlschranks vergleicht: Dieser schafft es in einem ganzen Monat auf gerade einmal drei Euro, so die Nachhaltigkeitsexpertin Shia Su in einem Interview mit dem WDR.

Außerdem entsprechen besonders die günstigeren Modelle oft nicht den deutschen Sicherheitsvorschriften – die Brandgefahr ist bei schlecht geprüften Modellen oft hoch. Gut, dass es mittlerweile andere Beleuchtungen für den Weihnachtsbaum als die klassische Lichterkette gibt. 

1. LED-Lichterketten als alternative Beleuchtung für den Weihnachtsbaum

Weihnachtliche LED-Lichterketten sind eine nachhaltige Beleuchtung für den Weihnachtsbaum.
Weihnachtliche LED-Lichterketten sind eine nachhaltige Beleuchtung für den Weihnachtsbaum.
(Foto: CC0 / Pixabay / distel2610)

LED-Lichterketten geben deinem Zuhause eine weihnachtliche Atmosphäre – und sind wesentlich nachhaltiger als die klassische Weihnachtsbaum-Beleuchtung. Lichterketten aus Leuchtdioden (LED) halten nicht nur um ein vielfaches länger als herkömmliche Glühlampen, sie benötigen auch bis zu 90 Prozent weniger Strom. Im Vergleich: Eine LED-Lichterkette kostet bei einem Tag Betrieb nur knapp ein Euro an Strom. 

Ein weiterer Vorteil: LED-Lichterketten werden im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen weniger heiß – du kannst sie also problemlos als nachhaltige Beleuchtung für deinen Weihnachtsbaum verwenden. 

Achte bei LED-Lichterketten lediglich darauf, dass du keine batteriebetriebenen Modelle kaufst. Batterien landen schnell wieder im Müll und stellen ihrerseits ein Umweltproblem dar. Wähle daher besser LED-Lichterketten mit einem Stecker für das Stromnetz.

Möchtest du auch deinen Garten oder Balkon festlich beleuchten, eignen sich solarbetriebene LED-Lichterketten für den Außenbereich. Tagsüber laden sich diese über ein Solarpanel auf und erstrahlen bei Dunkelheit in weihnachtlichem Glanz – und das, ganz ohne Strom oder Batterien zu verbrauchen.

    2. Weihnachtsbaum sparsam beleuchten

    Auch wenn LED-Leuchten deutlich weniger Strom verbrauchen, solltest du sie natürlich nicht rund um die Uhr leuchten lassen. Lasse die Beleuchtung an deinem Weihnachtsbaum nicht permanent angeschaltet oder nimm sie zumindest über Nacht vom Strom.

    Dunkelheit ist wichtig und hilft, die Lichtverschmutzung besonders in den Großstädten zu minimieren. Installiere für die Weihnachtsbaumbeleuchtung doch einfach eine praktische Zeitschaltuhr. Diese schaltet sich zur gewünschten Tageszeit einfach selbst ab. 

      3. Erst wegschmeißen, was wirklich kaputt ist

      Was für alle elektronischen Geräte gilt, gilt auch für Lichterketten: Benutze sie so lange, bis sie wirklich kaputt sind. Denn auch wenn LED-Lichterketten im Verbrauch besser abschneiden als die herkömmlichen Varianten, bestehen sie dennoch aus Elektronik und vielen Einzelteilen aus Plastik. 

      Prüfe daher lieber noch einmal nach, ob deine vermeintlich kaputte Beleuchtung für den Weihnachtsbaum nicht doch noch zu reparieren ist. Bringe sie zum Beispiel in ein Repair-Café – dort schauen Freiwillige kostengünstig für dich nach, ob man die Kette wirklich wegwerfen muss.

        4. Natürliche Kerzen als Beleuchtung für den Weihnachtsbaum?

        Verwende für deinen Adventskranz Kerzen aus Bienen- oder Sojawachs.
        Verwende für deinen Adventskranz Kerzen aus Bienen- oder Sojawachs.
        (Foto: CC0 / Pixabay / Myriams-Fotos)

        Für deinen Weihnachtsbaum solltest du keine Kerzen als Beleuchtung wählen. Zu schnell läuft eine unbeobachtete Flamme Gefahr, die trockenen Äste deines Baums anzuzünden. 

        Zur weihnachtlichen Beleuchtung im Rest des Hauses eignen sich Kerzen hingegen wunderbar. Greife für Adventskranz, Tischbeleuchtung und Co. am besten auf Kerzen aus Naturmaterialien zurück. Herkömmliche Kerzen und Teelichter bestehen zum Großteil aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Erdölindustrie.

        Wenn du Paraffinkerzen verbrennst, werden giftige Stoffe freigesetzt – zu diesem Ergebnis kam eine Studie der South Carolina State University. Besser bedient bist du mit Kerzen aus Stearin, Bienenwachs oder Sojawachs. Natürliche Kerzen gibt es im Bioladen oder online (z.B. bei** Avocadostore).

        Weiterer Pluspunkt: Kerzen aus Naturmaterialien brennen meist langsamer herunter und geben ein noch wärmeres Licht ab.

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