Diese 15 Dokus muss man gesehen haben

Bilder: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com; Pandora Film, Netflix, Plastic Oceans Limited

Filme können mehr als nur unterhalten: Sie können aufrütteln, schockieren, erklären oder begeistern. Wir zeigen 15 besonders beeindruckende Dokus, die wirklich jeder gesehen haben sollte.

The Game Changers (2019), The Ivory Game (2016), More than Honey (2012)
The Game Changers (2019), The Ivory Game (2016), More than Honey (2012) (© Game Changers Film; Netflix; Senator Film)

The Game Changers (2019)

Ein verletzter UFC-Kämpfer macht sich auf die Suche nach der idealen Ernährung für die Regeneration und Leistung von Sportlern – und stößt dabei auf viele Mythen und überraschende Antworten. Er spricht dabei mit Wissenschaftlern und Spitzensportlern – und lässt Forschungsergebnisse statt Emotionen sprechen. Die Doku wurde unter anderem produziert von James Cameron, Arnold Schwarzenegger, Jackie Chan und Lewis Hamilton. „Game Changers“ ist keinesfalls nur für Sportler höchst spannend, sondern für jeden, der sich auch nur entfernt für gesunde Ernährung interessiert.

The Ivory Game – Das Elfenbein-Komplott (2016)

„The Ivory Game“ ist ein erschütternder, aber extrem wichtiger Film über die verheerenden Auswirkungen des Elfenbeinhandels. Eine Gruppe Dokumentarfilmer deckt teils durch Undercover-Aufnahmen auf, welche Wege der illegale Elfenbeinschmuggel nimmt und wie Wilderer und Händler an der dramatischen Dezimierung der afrikanischen Elefanten beteiligt sind. Die Netflix-Doku wurde unter anderem von Leonardo DiCaprio produziert.

More than Honey (2012)

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus“ – ob Einstein das wirklich je gesagt hat, ist umstritten, aber dass die Folgen des Bienensterbens dramatisch sein könnten, ist inzwischen klar. Auch dank diesem Film: Regisseur Markus Imhoof beschäftigt sich darin mit dem Phänomen des weltweiten Bienensterbens. In spektakulären Aufnahmen folgt er dem Leben und Sterben der Bienen und ihrer Bedeutung für unsere Gesellschaft.

Diese Dokus sollte man gesehen haben, Tomorrow Plastic Planet, Bottled Life Filmplakat
Tomorrow (2016), Plastic Planet (2010), Bottled Life (2012) (© Pandora Film, Neue Sentimental Film, DokLab GmbH)

Tomorrow (2016)

Klimaerwärmung, Ausbeutung von Ressourcen, Bevölkerungswachstum – unser Planet steht in vielerlei Hinsicht gefährlich nahe am Kipppunkt. Das bewegte die Schauspielerin Mélanie Laurent und den französische Aktivisten Cyril Dion zu ihrem Film „Tomorrow“. Für den Film reisten sie in zehn Länder, sprachen mit Experten und besuchten weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Ist die Welt noch zu retten? Wer „Tomorrow“ sieht, wird hinterher glauben: Ja, ist sie – wenn wir uns nur dafür einsetzen.

Plastic Planet (2010)

Plastik ist billig, leicht, praktisch – und überall. Sogar in unserem Blut haben wir Plastik. Regisseur Werner Boote zeigte bereits 2010 in seinem investigativen Dokumentarfilm „Plastic Planet“, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Dieser Film hat entscheidend zur Sensibiliserung der Bevölkerung für das Thema Plastikvermeidung beigetragen.

Bottled Life (2012)

Wie verwandelt man ein kostenloses Allgemeingut in Geld? Es gibt ein Unternehmen, welches das Rezept genau kennt: Nestlé. Die Doku „Bottled Life“ zeigt, wie der Konzern mit abgefülltem Trinkwasser Geschäfte auf Kosten der Armen macht und damit riesige Profite einfährt.

A Plastic Ocean (2016), Jane (2017), Unser Planet (2019)
A Plastic Ocean (2016), Jane (2017), Unser Planet (2019) (© Plastic Oceans Limited; mindjazz pictures; Netflix)

A Plastic Ocean (2016)

„A Plastic Ocean“ zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie dramatisch das Plastikmüll-Problem in den Meeren wirklich ist – und erinnert uns daran, welch zerstörerische Folgen unsere Wegwerf-Kultur für den Planeten hat. Über fünf Jahre lang filmte das Team an 20 verschiedenen Orten rund um die Erde. Das Ergebnis sind schöne und schockierende Aufnahmen, welche die globalen Effekte der Plastikverschmutzung dokumentieren. Doch der Film zeigt auch Technologien und politische Lösungen, die das Potenzial haben, die Situation zu verbessern.

Der berühmte britische Naturforscher und Tierfilmer Sir David Attenborough (siehe „unser Planet“) bezeichnet „A Plastic Ocean“ als einen der wichtigsten Filme unserer Zeit“.

Jane (2017)

Die Schimpansenforscherin Jane Goodall gehört heute zu den bekanntesten Tierschützer*innen weltweit. Sie hat nicht nur die Verhaltensforschung und unsere Sicht auf Menschenaffen sondern auch das gesellschaftliche Bild von einflussreichen Frauen entscheidend mitgeprägt.

Über die Anfänge ihrer Forschungsarbeit und ihren persönlichen Lebensweg hat der Oscar- und Emmy-nominierte Regisseur Brett Morgen den eindrucksvollen Dokumentarfilm „Jane“ gemacht. Er nutzte unter anderem 16mm-Filmmaterial, das nach 50 Jahren aus den Archiven von National Geographic ausgegraben wurde.

Unser Planet (2019)

„Unser Planet“ („Our Planet“) ist als einzige Empfehlung in dieser Liste kein Film, sondern eine Serie. In acht Folgen handelt sie von den letzten verbliebenen Orten, die vom Einfluss des Menschen unberührt geblieben sind, etwa in der Arktis, den Urwäldern Südamerikas, oder den Tiefen der Meere.

Die Serie zeigt vor allem atemberaubende Aufnahmen von Tieren und Landschaften, die mittels neuester Technologien gefilmt wurden – und thematisiert dabei die menschengemachten Bedrohungen, denen diese Naturwunder und Lebewesen ausgesetzt sind, insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels. Die spektakuläre Doku-Serie wird vom berühmten Tierfilmer Sir David Attenborough präsentiert, der zuvor viele preisgekrönte BBC-Dokus produzierte – es lohnt sich, sie in der Originalfassung auf englisch anzusehen.

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The True Cost (2015), 10 Milliarden (2015), Darwins Alptraum (2004) (© Untold Creative, Prokino, Arsenal Film)

The True Cost (2015)

Verschwiegene Konzerne, gigantische Umsätze und unmenschliche Arbeitsbedingungen – dieser Film dokumentiert auf sehr beeindruckende Weise die Widersprüche und Schattenseiten der modernen Modeindustrie.

10 Milliarden – wie werden wir alle satt? (2015)

Massentierhaltung, Pestizide, Zusatzstoffe, Gentechnik – all das haben wir satt. Aber können wir wirklich darauf verzichten, wenn bald 10 Milliarden Menschen die Erde bevölkern? Der Dokumentarfilm „10 Milliarden“ von Valentin Thurn („Taste the Waste“) über die globale Nahrungsmittelversorgung stellt sich dieser unausweichlichen Frage – und macht Mut.

Darwins Alptraum (2004)

Der in den 1960er-Jahren im ostafrikanischen Viktoriasee ausgesetzte Nilbarsch schaffte es innerhalb weniger Jahrzehnte, die lokalen Fischarten auszurotten – und wurde zum Exportschlager, der Bürgerkriege finanzierte. Darwins Gesetz vom Überleben des Stärkeren wird hier auf die Beziehung zwischen Europäern und Afrikanern angewendet. „Darwins Alptraum“ gehört zu den Klassikern der kapitalismuskritischen Filme.

Before the Flood (2016), Hope for All (2016), 2040 – Wir retten die Welt! (2019)
Before the Flood (2016), Hope for All (2016), 2040 – Wir retten die Welt! (2019) (© 20th Century Fox Home Entertainment, Tiberius Film, Universum Film)

Before the Flood (2016)

Seit Jahren engagiert sich Leonardo DiCaprio öffentlich im Kampf gegen den Klimawandel. Für den Dokumentarfilm „Before the Flood“ reiste er zwei Jahre lang um die Welt. Der Schauspieler sprach mit Politikern, Wissenschaftlern, Unternehmern und anderen Persönlichkeiten, unter anderem Barack Obama, Ban Ki-Moon, Tesla-Chef Elon Musk und sogar Papst Franziskus. Herausgekommen ist ein beeindruckender Film über Ursachen und Folgen des Klimawandels – und ein Appell an die Menschheit.

Hope for All (2016)

Fleisch, Eier, Milchprodukte: Die große Mehrheit der westlichen Bevölkerung konsumiert diese tierischen Lebensmittel völlig selbstverständlich. Doch die Folgen dieser Ernährungsweise sind fatal – für uns und für den Planeten. Der Dokumentarfilm „Hope for All“ zeigt, dass wir die Macht haben, etwas daran zu ändern.

2040 – Wir retten die Welt!

Der australische Kinofilm „2040 – Wir retten die Welt“ wirft einen Blick in die Zukunft: Wie wollen wir im Jahr 2040 leben – und in welchem Zustand ist dann unsere Erde? Während die meisten Zukunftsprognosen angesichts der Klimakrise düster sind, will der Film „eine Story über die Lösungen unserer Probleme“ erzählen: Er zeigt Projekte, Technologien und Menschen, die Hoffnung machen. Außerdem erzählen diejenigen von ihren Visionen, um deren Zukunft es geht: Kindern zwischen sechs und elf Jahren aus aller Welt.

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(74) Kommentare

  1. Absolut! Forks over knives, Cowspiracy und Earthlings muss man (am besten in dieser Reihenfolge) gesehen haben. Komischerweise war Earthlings schon mal in dieser Aufstellung enthalten, wurde aber dann von Utopia entfernt/ausgetauscht. Sehr merkwürdig.

  2. Der grüne Planet (1996) von Coline Serreau zeigt tolle Ansätze, wie etwa Konsumverzicht (eine Strasse in Paris wird z.B. gezeigt, in der sämtliche Elektronik Geräte vor die Tür gestellt wurden und wo die Menschen einfach damit aufhörten, zu konsumieren) oder natürliche Schwangerschaftsplanung (wenn es nicht genug zu essen gibt, müssen wir damit aufhören, uns zu reproduzieren). Nachvollziehbar, logisch – zwar als Science Fiction deklariert, aber ein wirklich toller Film.