Dinkelbrot selber backen: Zutaten und Rezept

Dinkelbrot selber backen
Foto: Katharina Bliem / Utopia; CC0 / Pixabay / catkin

Dinkelbrot ist lecker und nahrhaft und lässt sich außerdem leicht selber herstellen. Gerade für Menschen mit Unverträglichkeiten ist Dinkel oft eine verträgliche Alternative zu Weizen, Hafer und Roggen. Wir zeigen dir ein einfaches Rezept, mit dem du dein eigenes Dinkelbrot backen kannst.

Dinkelbrot selber backen: Brot aus gesundem Ur-Getreide

„Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut“ – Hildegard von Bingen.

Die Kraft von Dinkel kannte schon die Universalgelehrte und Verfasserin naturwissenschaftlicher- und heilkundlicher Schriften, Hildegard von Bingen. Lange Zeit war Dinkel in Vergessenheit geraten, erfreut sich heute aber immer größerer Beliebtheit. Das mag zum einen an den immer häufiger auftretenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten liegen, zum anderen an der Robustheit und Wetterbeständigkeit von Dinkel. Er ist nicht nur verträglicher als sein Verwandter, der Weizen, er enthält auch wesentlich mehr Mineralstoffe und ist eiweißreicher. Grund genug, um Dinkel und Grünkern in den Speiseplan aufzunehmen. 

Dinkelbrot selber backen: ohne Brotbackautomat

Dinkelbrot backen - die Zutaten: Mehl, Hefe, Wasser und Gewürze
Dinkelbrot backen – die Zutaten: Mehl, Hefe, Wasser und Gewürze
(Foto: Katharina Bliem / Utopia)

Für unser Rezept für ein leckeres Dinkelbrot brauchst du weder Küchenmaschine, noch einen Brotbackautomat. Nur folgende Zutaten:

  • 500 Gramm frisch gemahlenes Dinkelmehl oder Dinkel-Vollkornmehl aus dem Supermarkt,
  • ein Päckchen Trockenhefe,
  • einen halben Liter lauwarmes Wasser,
  • zwei Teelöffel Salz,
  • Brotgewürze (gibt es als Fertigmischung im Reformhaus und einzeln wie Kümmel, Koriandersamen, Fenchelsamen und Anis),
  • zum Verfeinern zwei Esslöffel Sonnenblumenkerne, Sesam, Nüsse,
  • Butter, Öl oder Margarine zum Einfetten der Form.

Außerdem brauchst du eine Schüssel für den Teig und eine Kastenform, in der dein Teig zum Brot ausgebacken wird.

1. Schritt: Zutaten für das Dinkelbrot vermengen

Alle Zutaten für das Dinkelbrot vermischen.
Alle Zutaten für das Dinkelbrot vermischen.
(Foto: Katharina Bliem / Utopia)

Als erstes nimmst du alle Zutaten und vermischt sie gründlich in einer großen Schüssel. Die Reihenfolge ist dabei egal – lediglich das lauwarme Wasser solltest du erst ganz zum Schluss hinzufügen. Heize den Ofen schon einmal auf 200° C vor.

2. Schritt: Dinkelbrot-Teig kneten, kneten, kneten

Dinkelbrot-Zutaten zu einem Teig verkneten.
Dinkelbrot-Zutaten zu einem Teig verkneten.
(Foto: Katharina Bliem / Utopia)

Hast du das lauwarme Wasser vorsichtig untergerührt und die Zutaten gut vermischt, kannst du die Zutaten mit beiden Händen zu einem glatten Teig kneten.

Tipp: Ist der Teig zu flüssig, gib noch etwas Mehl dazu. Ist er zu fest, mache ihn mit etwas lauwarmem Wasser flüssiger.

3. Schritt: Dinkelbrot mit Samen, Körnern und Nüssen verfeinern

Möchtest du das Brot etwas aufpeppen und ihm deine persönliche Note verleihen, kannst du jetzt Nüsse, Samen oder Körner deiner Wahl hinzufügen.

Tipp: Du kannst aus der Masse auch mehrere kleine Brötchen machen. 

4. Schritt: Dinkelbrot-Teig in die Form geben

Als nächstes füllst du den Teig in die ausgefettete Kastenform.

Wichtig: Im Gegensatz zu einem normalen Hefeteig muss der Dinkelbrot-Teig nicht (!) gehen.

Schiebe die Form in den vorgeheizten Herd und backe das Dinkelbrot für 60 Minuten bei 200° C mit Umluft.

Nach 60 Minuten nimmst du das Dinkelbrot aus dem Backofen und stürzt es aus der Form. Wenn du magst, kannst du jetzt das heiße Brot in Körner wälzen, die dann außen am Brot kleben bleiben.

5. Schritt: Dinkelbrot nachbacken, auskühlen lassen und genießen

Und fertig ist das selbstgebackene Dinkelbrot.
Und fertig ist das selbstgebackene Dinkelbrot.
(Foto: CC0 / Pixabay / catkin)

Gib das Dinkelbrot anschließend für weitere 10 Minuten in den Ofen und lasse es nachbacken. Anschließend auskühlen lassen und dann genießen.

Das Brot hält sich problemlos mehrere Tage. Am besten lagerst du es in einem Brotsack (gibt es im Reformhaus oder bei **Avocadostore).

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(4) Kommentare

  1. Ich backe jetzt auch wieder ganz regelmäßig mein eigenes Brot. Und das Rezept ist sehr ähnlich, nur das ich oft Mehle mische (da immer irgendein Rest noch da ist) und ich lieber frische statt trockener Hefe benutze. Und ich benutze auch keine Form, dadurch sind die Brote zwar ein bisschen flacher, aber sonst gibt es keinen Unterschied, zumal ich auch finde, dass der Klopftest ohne Form gelingsicherer ist 🙂

    Da mein Rezept aber sehr ähnlich ist wie eures, denke ich, dass euer Brot auch genau so gut schmeckt wie meines.

    Und noch ein kleiner Ökotipp: Lieber 2-3 Brote auf einmal backen, die restlichen geschnitten Einfrieren. Spart Zeit und Strom.

  2. Kneten braucht es auch nicht, wenn der Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen kann.
    Einfach alle Zutaten mit einem Holzlöffel vermischen.
    Gibt eine lockere, sehr leckere Krume mit leckerem Innenleben.

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