Kochbananen: So kannst du sie zubereiten

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Erfahre, wo du Kochbananen erhältst und wie sie sich von herkömmlichen Bananen unterscheiden. Zudem findest du zwei Rezeptideen, um Kochbananen zuzubereiten.

Gelbe Kochbanane.
Gelbe Kochbanane.
(Foto: CC0 / Pixabay / WikimediaImages)

Vielleicht hast du sie schon einmal gesehen: grün-gelbe Bananen, die stark an herkömmliche Bananen erinnern, aber etwas größer und kantiger aussehen. Wir erklären dir, was Kochbananen sind, worauf es bei der Lagerung ankommt und stellen dir zwei passende Rezepte vor.

Was unterscheidet Kochbananen von herkömmlichen Bananen?

Kochbananen werden auch als Mehlbananen oder Gemüsebananen bezeichnet. Das Pendant dazu sind Obstbananen – gelbe, süße Bananen, wie sie die meisten von uns kennen. In ihrer Form ähneln sich die beiden Sorten, die Kochbanane ist in der Regel jedoch etwas größer und dicker. Aber es gibt noch weitere Unterschiede:

  • Geschmacklich ähneln sich Obst- und Gemüsebananen kaum. Je nach Reifegrad haben Kochbananen eine mehlige Konsistenz und einen neutralen Geschmack. Deswegen werden sie häufig mit Kartoffeln verglichen. Sie kommen im grün-gelben Zustand auch ähnlich wie Kartoffeln zum Einsatz, zum Beispiel in Suppen oder als Püree. Nach einiger Zeit verfärben sich die Bananen von grün zu gelb, eh sie schließlich schwarz werden. Schwarze Kochbananen sind mild und süß und eignen sich vorrangig für Desserts und Süßspeisen.
  • Kochbananen lassen sich, vor allem anfangs, aufgrund ihrer festen Schale schwieriger schälen als herkömmliche Bananen. Grüne und gelbe Kochbananen solltest du also in jedem Fall mithilfe eines Messers schälen. Entferne dafür zuerst die Enden und schneide die Banane anschließend längs ein, eh du die Schale abziehst.
  • Im Gegensatz zu Obstbananen solltest du diese Sorte nur roh essen, wenn sie vollreif ist.
  • Unreife Kochbananen lassen sich zu Mehl verarbeiten, das eine glutenfreie Alternative zu herkömmlichen Mehl darstellt.

Gebratene Kochbananen: Ein Rezept

Erhitze das Fett in einer Pfanne.
Erhitze das Fett in einer Pfanne.
(Foto: CC0 / Pixabay / planet_fox)

Für dieses Rezept brauchst du:

  • 2 Kochbananen (je reifer diese sind, desto süßer schmecken sie)
  • Olivenöl, Sonnenblumenöl oder vegane Butter
  • 1 Prise Salz

optional:

  • 2 EL Zucker
  • Vanillezucker
  • Zimt

So bereitest du gebratene Kochbananen zu:

  1. Schäle die Kochbanane und schneide sie in Scheiben. Der Schnitt kann dabei ruhig etwas diagonal verlaufen.
  2. Erhitze das Öl oder die vegane Butter in einer Pfanne.
  3. Brate die Bananenscheiben darin von beiden Seiten an, bis sie eine goldbraune Farbe erreichen. Gib etwas Salz über die Kochbananen.
  4. Wenn du die Bananen zusätzlich süßen möchtest, streue etwas Zucker darüber. Wenn du magst, vermenge den Zucker außerdem mit etwas Zimt und Vanillezucker. Nach etwa 30 Sekunden sollte der Zucker karamellisieren.
  5. Nimm die fertig gebratenen Kochbananen aus der Pfanne und lass das Öl etwas abtropfen.

Die gebratene Kochbanane passt als Beilage gut zu Reis oder schwarzen Bohnen, schmeckt aber auch pur als Snack oder Dessert. Für eine herzhafte Variante nutze grüne Kochbananen und würze sie anschließend mit Salz, Pfeffer, Chilipulver oder Paprikapulver. 

So bereitest du Kochbananen-Püree zu

Grüne Kochbananen für Püree.
Grüne Kochbananen für Püree.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Für zwei Portionen Kochbananen-Püree brauchst du:

  • 2 grüne Kochbananen
  • 2 – 3 Zwiebeln
  • 3 EL Pflanzenmargarine
  • 2 EL Öl
  • Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

  1. Schäle die Kochbananen und schneide sie in Stücke.
  2. Koche sie 20 – 30 Minuten lang in Salzwasser, bis sie weich sind.
  3. Schäle in der Zwischenzeit die Zwiebeln und schneide sie in Ringe.
  4. Püriere die Kochbananen zusammen mit der Margarine zu einem cremigen Püree. Alternativ kannst du dafür auch einen Kartoffelstampfer nutzen. Sollte dir die Konsistenz des Pürees zu fest sein, gieße etwas Wasser oder Pflanzendrink hinzu. Schmecke das Püree mit Salz und Pfeffer ab.
  5. Erhitze das Öl in einer Pfanne und dünste die Zwiebelringe einige Minuten darin an. 
  6. Garniere das fertige Kochbananen-Püree abschließend mit den Zwiebelringen.

Weitere Ideen, um Kochbananen zu verarbeiten:

In unserem Kürbiscurry-Rezept könntest du den Kürbis oder die Süßkartoffel durch Kochbananen ersetzen. Auch als Croutons eignen sie sich. Orientiere dich dazu einfach an unserem Rezept für selbst gemachte Croutons aus Brot. Anstelle der Brotwürfel bäckst du Würfel aus Kochbanane in heißem Fett aus. Zudem kannst du Pommes aus Kochbananen machen, ähnlich den Süßkartoffel-Pommes.

    Kochbananen: wo du sie kaufen kannst und wie nachhaltig sie ist

    Kochbananen erhältst du unterdessen in einigen Supermärkten.
    Kochbananen erhältst du unterdessen in einigen Supermärkten.
    (Foto: CC0 / Pixabay / PIRO4D)

    Kochbananen werden vor allem in Südamerika, beispielsweise in Kolumbien, sowie in afrikanischen Ländern wie Uganda oder Ghana angebaut. Aber auch Malaysia und Indien sind Anbaugebiete. Die Gemüsebanane legt also lange Transportwege zurück, bevor du sie hier im Asiashop oder in gut sortierten Supermärkten kaufen kannst. Eine gute Ökobilanz hat die Kochbanane somit eher nicht.

    Ähnlich wie bei Obstbananen herrschen auch in Hinblick auf Kochbananen häufig schlechte Arbeitsbedingungen auf den Plantagen. Wir empfehlen dir deswegen, wenn du die Möglichkeit hast, die Zutat in Bio-Qualität und mit Fairtradesiegel zu kaufen. Einige Rezepten kannst du statt mit Kochbananen auch mit Süßkartoffeln zubereiten. Das ist aber auch nur dann eine nachhaltigere Alternative, wenn du die Süßkartoffeln aus regionalem Anbau beziehst.

    Kochbananen reifen bei höheren Temperaturen schneller nach. Im Kühlschrank lagern solltest du sie grundsätzlich nicht, besser ist ein lichtgeschützter Ort bei Zimmertemperatur.

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