Kopfhaut-Peeling: Wann es sinnvoll ist und wie es funktioniert

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Kopfhaut-Peeling ist ein neuer Trend in der Haarpflege. Doch was kann ein solches Peeling und wie funktioniert es eigentlich? Wir zeigen dir die Vorteile eines Kopfhaut-Peelings und eine einfache Anleitung zum Selbermachen.

Was ist ein Kopfhautpeeling und wie funktioniert es?

Kopfhaut-Peelings trägst du auf die nasse Kopfhaut auf. Sie dienen dazu:

  • abgestorbene Hautzellen zu entfernen,
  • die Kopfhaut zu reinigen
  • und die Haarwurzeln zu stimulieren, damit die Haare kräftiger wachsen.

Das bedeutet, dass Schuppen und trockene Haut entfernt werden, aber auch Rückstände von Staub, Pflegeprodukten oder anderem Schmutz. Ein Kopfhaut-Peeling ist besonders sinnvoll, wenn du viele Pflegeprodukte benutzt, öfter zu Trockenshampoo greifst oder auch zu unreiner, fettiger Kopfhaut neigst.

Wie wirkungsvoll sind Kopfhaut-Peelings?

Ein Kopfhaut-Peeling massierst du in die nasse Kopfhaut ein.
Ein Kopfhaut-Peeling massierst du in die nasse Kopfhaut ein. (Foto: CC0 / Pixabay / Olichel)

Es spricht vieles für ein Kopfhaut-Peeling. Du kannst die Gesundheit deiner Kopfhaut verbessern, wenn du hin und wieder ein solches Peeling anwendest. Das beugt unangenehmem Geruch, leichten Schuppen und fettiger Kopfhaut vor. Zu oft solltest du aber die Kopfhaut auch nicht peelen, die Haut braucht schließlich auch Zeit, sich zu regenerieren.

Ein Kopfhaut-Peeling hilft allerdings nicht bei allen Problemen. Einige Dinge solltest du bei der Anwendung unbedingt beachten:

  • Wenn du unter Haarausfall leidest, solltest du dir von einem Kopfhaut-Peeling keine Wunder versprechen – vor allem dann nicht, wenn dir die Haare erblich oder gesundheitlich bedingt ausfallen. Zwar stimuliert das Peeling die Haarwurzeln, aber das allein ist noch keine Erfolgsgarantie für ein stärkeres Haarwachstum.
  • Genauso sind die Ergebnisse bei schuppiger Kopfhaut nicht immer bahnbrechend. Bei leichten Schuppen, die nicht chronisch vorkommen, hilft ein Kopfhaut-Peeling durchaus. Es gibt aber viele verschiedene Ursachen für Schuppen. Wenn der Auslöser nicht nur trockene Kopfhaut ist, musst du ein Schuppenproblem eventuell auch vom Dermatologen behandeln lassen. In leichteren Fällen kannst du versuchen, das Problem selbst zu bekämpfen: Diese Hausmittel helfen gegen Schuppen.
  • Pickel auf der Kopfhaut sind oft auch ein Zeichen für unreine Kopfhaut. Dabei kann ein Peeling zwar gut helfen, aber du musst es etwas vorsichtiger auftragen. Du riskierst sonst, dass das Peeling die Haut zu sehr reizt und die Pickel sich zusätzlich entzünden.

Achtung: Außerdem solltest du aufpassen, wenn du fertige Kopfhaut-Peelings in der Drogerie kaufst. Oft bestehen die Peeling-Partikel nämlich aus nicht abbaubaren Stoffen und verbreiten so Mikroplastik im Grundwasser, wenn du dich damit peelst. Um die Umwelt zu schonen, kannst du dein Kopfhaut-Peeling auch ganz einfach selber machen.

Kopfhaut-Peeling selbst machen: So einfach geht’s

Olivenöl, Salz und ätherische Öle bilden die Basis für ein einfaches Kopfhaut-Peeling.
Olivenöl, Salz und ätherische Öle bilden die Basis für ein einfaches Kopfhaut-Peeling. (Foto: CC0 / Pixabay / margenauer)

Um ein Kopfhaut-Peeling selbst herzustellen, brauchst du nur wenige Zutaten. Wahrscheinlich hast du (fast) alle sogar schon zu Hause.

Diese Zutaten brauchst du für eine Anwendung:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL gemahlenes Meersalz
  • ein paar Tropfen ätherisches Öl (Lavendel, Kamille, Teebaumöl)

Die Basis dieses Kopfhaut-Peelings ist Salz. Du kannst aber auch groben Zucker verwenden. Zusätzlich zum Olivenöl, mit dem du das Salz vermischst, kannst du verschiedene ätherische Öle einarbeiten. Je nachdem, was du dir von deinem Peeling wünscht, kannst du beispielsweise Teebaumöl untermischen, um die Haare zusätzlich zum Wachsen zu stimulieren, oder Lavendelöl und Kamille verwenden, die beruhigend und heilend wirken. Pfefferminzöl frischt das Kopfhaut-Peeling auf. Für einen besonders angenehmen Duft kannst du zu Zitrusaromen greifen.

So wendest du das Kopfhaut-Peeling an:

  1. Vermenge alle Zutaten miteinander und stelle sie dir neben die Dusche oder die Badewanne.
  2. Mach jetzt deine Haare nass und trage das Peeling auf die nasse Kopfhaut auf.
  3. Wenn du längere Haare hast, kannst du das Peeling am einfachsten und gleichmäßigsten verteilen, wenn du deine Haare Strähne für Strähne anhebst. Bei kurzen Haaren spielt das natürlich keine Rolle.
  4. Massiere das Peeling einige Minuten in die Kopfhaut ein. Übe dabei nicht zu viel Druck aus und sei vorsichtig, dass das Peeling nicht zu stark auf der Kopfhaut reibt.
  5. Wenn du ätherische Öle verwendest, solltest du außerdem darauf achten, das Peeling nicht in die Augen zu bekommen.
  6. Spüle das Kopfhaut-Peeling nach dem Einmassieren mit warmem Wasser aus. Lass deine Haare am besten an der Luft trocknen. So vermeidest du, die frisch gepeelte Kopfhaut mit starker Hitze zu reizen.

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