Kriechspindel: Tipps zu Anbau, Pflege und Überwintern

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Die Kriechspindel kannst du zum Beispiel als Bodendecker oder Hecke in deinem Garten anpflanzen. Hier erfährst du alles, was du über den Anbau und die Pflege der anspruchslosen Rankpflanze wissen musst.

Die Kriechspindel ist auch als Kletterspindel bekannt und gehört zu der botanischen Familie der Spindelbaumgewächse. Im Garten kannst du immergrüne Pflanze sehr vielfältig verwenden: Kriechspindeln sind zum Beispiel gute Bodendecker. Gleichzeitig kannst du sie auch als Rankpflanze oder als Hecke nutzen. Am besten erkennst du die Kriechspindel an ihren mit weißen oder gelben Flächen überzogenen Blättern. Die verschiedenen Grüntöne des Blattwerks machen die Kriechspindelgewächse zu einer beliebten Zierpflanze.

So pflanzt du die Kriechspindel richtig an

Kriechspindeln sind pflegeleichte Bodendecker.
Kriechspindeln sind pflegeleichte Bodendecker. (Foto: Colourbox.de/ nahhan)

Die Kriechspindel passt mit ihren dekorativen Blättern in jeden Garten. Ein guter Nebeneffekt: Im Herbst bildet die Kletterpflanze kleine rote Beeren, die eine wichtige Nahrungsquelle für wildlebende Vögel sind. Damit die Kriechspindel sich gut entwickelt, solltest du die folgenden Tipps beachten:

Im Gartenfachhandel kannst du die Kriechspindel als Topfballen oder Containerpflanze kaufen. Beide setzt du idealerweise im Frühjahr oder Herbst in die Erde.

  • Standort: Die Kriechspindel gedeiht je nach Sorte sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Plätzen. Den idealen Standort für deine Kletterpflanze entnimmst du also am besten dem Etikett.
  • Boden: An den Boden stellt die Kriechspindel wenig Ansprüche. Wichtig ist nur, dass die Erde gut durchlässig und reich an Nährstoffen und Humus ist. Wenn deine Gartenerde sehr mager ist, kannst du etwas Kompost untermischen, damit die Kriechspindel besser gedeiht.
  • Nachbarpflanzen: Zusammen mit Nelken und Petunien bildet die Kriechspindel einen farbenfrohen Blütenteppich.

Kriechspindel einpflanzen: 

  1. Setze die Kriechspindel in einen Eimer voll Wasser. So versorgst du die Wurzeln optimal mit Flüssigkeit.
  2. Lockere den Boden am Standort etwas auf und grabe ein Pflanzloch, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist.
  3. Setze die Kriechspindel in das Pflanzloch und drücke die Erde leicht an.
  4. Zum Schluss wässerst du die Pflanze großzügig.
  5. Optional kannst du die junge Kriechspindel mit einer dünnen Mulchschicht bedecken, um zu verhindern, dass sie austrocknet.

Vorsicht! Alle Sorten der Kriechspindel enthalten giftige Alkaloide. Deshalb solltest du darauf achten, dass du die Kletterpflanze außer Reichweite von Kindern und Haustiere anpflanzt.

Die richtige Pflege der Kriechspindel

Du musst die Kriechspindel nur schneiden, wenn du sie in Form bringen möchtest.
Du musst die Kriechspindel nur schneiden, wenn du sie in Form bringen möchtest. (Foto: Colourbox.de/ nahhan)

Wenn du die Kriechspindel in deinen Garten pflanzen willst, brauchst du keinen besonders grünen Daumen, denn die Kletterpflanze ist pflegeleicht. Wenn du die folgenden Hinweise befolgst, wirst du sehr lange etwas von dem bodendeckenden Ziergehölz haben:

  • Gießen: Die Kriechspindel fühlt sich am wohlsten, wenn du den Boden immer leicht feucht hältst. Mit einer Mulchschicht kannst du am leichtesten verhindern, dass die Erde austrocknet. Gießen solltest du die Kriechspindel nur dann, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
  • Düngen: Wenn du die Kriechspindel auf nährstoffreichem Boden anpflanzt, musst du sie in der Regel nicht zusätzlich düngen. Bei magerer Erde kannst du zu etwas Flüssig-Dünger greifen.
  • Schnitt: Schneiden musst du die Kriechspindel nur, wenn du sie etwas in Form schneiden möchtest. Der ideale Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr, kurz bevor die Pflanze austreibt. Entferne vor allem trockene und kranke Triebe.
  • Vermehren: Durch Stecklinge kannst du die Kriechspindel am leichtesten vermehren. Dafür schneidest du im Frühjahr oder Sommer einige verholzte Triebe ab. Entferne die unteren Blätter und stecke den Zweig in die Erde. Im Frühjahr kannst du die ausgetriebene Kriechspindel dann umpflanzen.
  • Krankheiten und Schädlinge: Wenn deine Kriechspindel häufig Staunässe ausgesetzt ist, können sich Pilze an den Wurzeln bilden. Am besten vermeidest du das, indem du die Pflanze an einen Standort mit gut durchlässiger Erde setzt.
  • Überwintern: Frost kann der winterharten Kriechspindel nichts anhaben. Deshalb musst du ihr im Winter auch keinen zusätzlichen Schutz bieten. Bei jungen Pflanzen solltest du lediglich den Wurzelbereich mit etwas Herbstlaub oder Stroh bedecken.

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