Lebensmittel richtig lagern

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Lebensmittel richtig lagern ist fast eine Kunst – und der Kühlschrank ist nicht immer die beste Lösung. Nicht alles bleibt darin länger haltbar und frisch. Vielen Lebensmitteln schadet Kälte, manche brauchen es einfach nicht kühl.

Utopia zeigt dir unten 10 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören. So lagerst du diese Lebensmittel richtig und tunst was gegen Lebensmittelverschwendung.

In dieser Bilderstrecke stellt Utopia 9 ungewöhnliche Wege zu besseren Lebensmitteln vor.

1. Lagerung von Tomaten sowie Gurken, Paprika, Auberginen und Zucchini

Tomaten sollte man nicht im Kühlschrank lagern. Dort verlieren sie an Aroma und können wegen der Lagerung schneller schimmeln. Am besten bewahrt man sie im Keller oder in der Speisekammer auf – ideal ist eine Temperatur um die 15 Grad.

Steht kein kühler Raum zu Verfügung, sind Tomaten bei Zimmertemperatur immer noch besser dran als im Kühlschrank. Am besten lagerst du sie an einen luftigen und schattigen Platz. Das gilt auch für andere Gemüsearten, die viel Wasser enthalten, zum Beispiel Gurken, Paprika, Auberginen und Zucchini.

2. Olivenöl richtig lagern

Im Kühlschrank kann Olivenöl flockig (trüb) werden. Im Warmen gibt sich das nach einiger Zeit aber wieder, ohne dass das Öl Schaden nimmt. Darum hört man häufig den Rat, Olivenöl ruhig in den Kühlschrank zu stellen, damit es nicht so schnell ranzig wird. Doch Lebensmittel immer wieder abzukühlen und aufzuwärmen verbraucht wertvolle Energie.

Olivenöl bei Zimmertemperatur lichtgeschützt aufbewahren (etwa im dunklen Schrank) hält das Olivenöl auch viele Wochen frisch – bis dahin ist eine Flasche meist sowieso aufgebraucht.

3. Brot aufbewahren

Brot bewahrt man am besten bei Zimmertemperatur in luftdurchlässigen Behältnissen auf. Ohne Luft bildet sich Feuchtigkeit und das Brot fängt an zu schimmeln. Optimal zur Lagerung sind Gefäße aus Ton. Brotkästen aus Holz sind weniger zu empfehlen, darin trocknet Brot schneller aus.

Im Kühlschrank gelagert schimmelt Brot zwar später, schmeckt aber schnell altbacken. Darum lohnt die Lagerung im Kühlschrank nur im Ausnahmefall: an heißen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Zum Mitnehmen ins Büro empfehlen wir plastikfreie Brotdosen.

4. Zitronen lagern

Zitronen und andere Zitrusfrüchte vertragen keine Kälte – sie stammen immerhin aus warmen Regionen. Bei mäßigen Zimmertemperaturen halten es Zitronen, Orangen, Grapefruits usw. gut aus, noch lieber haben sie es, wenn man sie etwas kühler lagert. Zitrusfrüchte sollte man offen lagern, sie sollten Luftkontakt haben. Dazu eignet sich zum Beispiel eine möglichst breite Schale oder ein Korb.

Auch aufgeschnittene Zitrusfrüchte müssen nicht in den Kühlschrank. Bei Zimmertemperatur halten sie gut eine Woche. Zitronenhälften legt man am besten mit der Schnittseite nach oben auf einen Teller. Die Schnittfläche trocknet ein und schützt so vor Schimmelbefall.

5. Lagerung von Knoblauch und Zwiebeln

Wer keinen kühlen Raum zu Verfügung hat, lagert Knoblauch und Zwiebeln am besten in einem Tongefäß, das ihnen genug Platz zum „atmen“ lässt.

Hier erfahren Sie, wie man Vorräte richtig lagert und die optimale Kühlschranktemperatur einstellt

6. Bananen lagern

Bananen bekommen im Kühlschrank ganz schnell braune Flecken, weil die Kälte ihr Zellgewebe schädigt. Bei Zimmertemperatur halten sie etwa drei bis vier Tage, wenn man sie vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Noch besser aufgehoben sind sie an einem etwas kühleren Platz.

Das gilt auch für andere exotische Früchte wie Mango, Melone oder Ananas.

7. Hochprozentiges

Vielleicht ist Bezeichnung „Lebensmittel“ für stark alkoholische Getränke nicht treffend. Doch wer Spirituosen wie Wodka, Whiskey oder andere Brandweine mit über 35 % zu Hause hat, braucht auch die nicht im Kühlschrank lagern. Geschlossene Flaschen mit Alkohol halten praktisch ewig.

Auch bei geöffneten Flaschen dauert es seine Zeit, bis sich Alkohol und Aroma verflüchtigen. Eine Lagerung im Keller oder bei Zimmertemperatur ohne direkte Sonneneinstrahlung (z.B. im Schrank) genügt.

8. Avocado optimal lagern

Eine Avocado kauft man, wie eine Banane, meist unreif. „Harte“ Avocados sollte man bei Zimmertemperatur lagern, wobei sie nachreifen und weich werden. Reife Exemplare isst man am besten so bald wie möglich.

Angeschnittene Avocados aber dürfen ruhig in den Kühlschrank: Kern nicht entfernen, Schnittfläche mit Zitronensaft beträufeln und in ein luftdichtes Behältnis geben – so hält die Avocado noch ein paar Tage.

9. Tabasco und Co.

Scharfe Saucen enthalten neben Chilis meist nur Essig und Salz – das sind hervorragende Konservierungsstoffe. Deshalb müssen Tabasco & Co. auch geöffnet nicht in den Kühlschrank. An einem lichtgeschützten Ort (Schrank) halten sie viele Monate.

10. Lagerung von Honig

Honig ändert im Kühlschrank seine Konsistenz. Er wird hart und lässt sich schlecht streichen. Fest verschlossenen, trocken und lichtgeschützt gelagert (z.B. im Schrank) hält er sich normalerweise Jahre, ohne an Qualität zu verlieren.

Hält man Honig außerdem frei von Fremdkörpern, kann man ihn praktisch ewig essen. Honig ist eines unserer acht „Forever Foods“: 8 Lebensmittel, die niemals verderben

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(13) Kommentare

  1. Und was ist mit den Eiern? Sie stehen beim Händler nicht in der Kühlung und kommen bei uns auch nicht in den Kühlschrank!
    Das auf den Verpackungen angegebene „Verfalls-„Datum bezieht sich immer auf ungekühlte Lagerung, d.h. bei Zimmertemperatur. Oft sind es drei Wochen und mehr vom Kauf- bis zum Verfallsdatum, das sollte reichen.

    • Eier haben auf der Schale eine natürliche Schutzschicht und halten sich bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum und auch darüber außerhalb des Kühlschranks ganz gut. Im Kühlschrank wird diese Schutzschicht zerstört und die Haltbarkeit sinkt.

      Eier kommen bei mir nur im warmen Sommer in den Kühlschrank, sonst bleiben die draußen.

  2. Ich bilde mir ein, dass auf den Verpackungen draufsteht, dass man sie im Kühlschrank aufbewahren soll.
    Ja ich habe eben auf eine Packung geschaut da steht „Nach Kauf bei Kühlschranktemperatur aufbewahren“ drauf.
    Warum sie beim Händler nicht in der Kühlung sind ist natürlich eine gute Frage. Aber da ist es meist ja auch etwas kühler als in einer normalen Küche.

    • Bei meinen Bio-Eiern finde ich eine Aufbewahrungsempfehlung auf einem Verpackungs-Etikett:

      Dort gibt es ein Datum „Bei +5 bis 8°C zu kühlen ab..“ sowie ein weiteres Datum „mindestens haltbar bis..“

      Vor dem ersten Datum kann man die Eier also auch bei Raumtemperatur lagern.

      Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt anschließend von einer Kühlung ab dem angegebenen Kühlungsdatum: so verstehe ich diese Angabe.

  3. Meines Wissens nach werden Eier im Laden nicht gekühlt, damit es weniger Temperaturwechsel gibt. Man berücksichtigt dabei, dass sich beim Transport gekühlter Lebensmittel bis in den heimischen Kühlschrank erwärmen. Dieses Erwärmen und anschließende Abkühlen regt wohl das Wachstum von Keimen bzw. Salmonellen an. Deshalb sind im Laden die Eier noch ungekühlt, sobald man zuhause ist sollten sie allerdings in den Kühlschrank.
    Auf meiner Eier-Packung steht übrigens „ab dem xx.xx. zu kühlen“.

  4. „Im Kühlschrank ist es ihnen zu feucht“, heißt es nicht immer, dass Kühlschrank Feuchtigkeit entzieht?

  5. Meine Oma hatte Hühner und hat ihre Eier nie im Kühlschrank gelagert, sondern im kühlen Keller (wie diverses Lagergut (Kartoffeln, Möhren, Äpfel…) auch).

    • Meine hatte ein altes Lehmhaus und dort in einem unbeheizten Zimmer war alles, Eier, Kartoffeln, Marmelade, Gewürzgurken, Mitagessensreste, Schinken hing von der Decke :). Sie hatten weder Keller, noch Kühlschrank.

  6. Brotscheiben friere ich im Glasbehälter ein und lege sie dann kurz in den Toaster oder schon eine Stunde eher raus vor dem Essen wenn ich dran denke. so schmecken sie immer wie ganz frisch. Frülingszwiebeln und Co mit Wurzeln stelle ich in ein Glas mit Wasser. sieht auch noch hübsch aus. Ansonsten klappt es auch gut sie kleinzuscheiden und in einem Glasbehälter in denKühlschrank zu stellen.Tomaten sind mir draußen schon öfter schlecht geworden. vor allem im Sommer. also lege ich sie doch meist in den Kühlschrank.

  7. Eier soll man direkt nach dem Kaufen nicht kühlen, da sonst die wertvollen Vitamine im Eigelb kaputt gehen. Am besten man isst sie innerhalb einer Woche und holt sich dann neue. Sagt der Eiermann immer…. Die im Laden sind deshalb manchmal gekühlt, da die schon gekühlt geliefert werden. Diese Eier sollten auf jeden Fall dann auch z. H. in den Kühlschrank aber die haben keine Vitamine.

  8. Den Artikel „10 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören“ habe ich erst heute entdeckt und flink überflogen und mit unserem Kühlschrankinhalt abgeglichen, puh*, Test erfolgreich.

    Frage:
    Wie handhaben Veganer den Umgang mit geöffneter Soja-/Hafer-/Reismilch etc. – die man schnell verbraucht – innerhalb sagen wir 2-4 Tagen.

    (1) Verkeimt bzw. verschimmelt Kuhmilch schneller als Pflanzenmilch, gibt es Unterschiede bei den käuflichen veganen Milchprodukten ?

    (2) Geschmacklich wie beim Geruchstest konnte ich früher an Kuhmilch recht gut einschätzen, ob sie noch gut war.

    Bei den veganen Alternativen gehen wir auf Nummer sicher bzw. können manchmal die Verbrauchszeit schlecht vorausplanen. Es gibt nach Lust & Laune morgens zum Frühstück Apfel- oder Bananenmilch als Mixgetränk, dann verbrauchen wir schneller, doch nur mal etwas Hafermilch für den Milchschaum zum Kaffee, läßt die offene Packung länger im Kühlschrank stehen.

    Andererseits ist unser Kühlschrank eher leer, deswegen sollte man ja leere, luftdichte Behälter einstellen um das Kühlvolumen zu reduzieren, dann wäre die vegane Milch drinnen am richtigen Ort – umgekehrt spart es ja keinen Strom.

    Im älteren Artikel „Richtig kühlen – Vorräte richtig lagern und die optimale Kühlschranktemperatur einstellen“, auf den im hier bezüglichen Artikel verwiesen wird, Link:
    https://utopia.de/0/ratgeber/richtig-lagern-und-optimale-kuehlschranktemperatur
    fehlt mir der Hinweis auf bestimmte Kosmetik (Tuben, Dosen), die wir nach Öffnung ebenfalls in die Kühlschrankfächer verräumen. Das sind m.E. auch Vorräte.

    * Seltene Ausnahme ist die angebrochene Vodka Flasche, den nutze ich wenig Male im Jahr für Soßen, da habe ich die im Artikel genannte Befürchtung der Verflüchtigung in die Raumluft. Wahrscheinlich müsste ich unser Vorratssystem in den geschlossenen Schränken überdenken, dort lagere ich getrennt verschlossene Vorräte von solche offenen Verpackungen wie Getreide, Nüsse/Kerne und diverse Nudelsorten. Eine offene Schnapsflasche stünde mir da im Weg.

    Danke an den Autoren für die Anregung, sich jetzt zum Frühjahr mit Küchenputz, Ausmisten und Neustrukturierung der Lagerung zu beschäftigen !

  9. Es gibt immer noch Menschen, die bewusst auf den Kühlschrank verzichten.
    Wir haben bis 1999 keine Tiefkühlung im Haus gehabt und selten vermisst.
    Ich lege die Eier in den Kühlschrank- aus Gewohnheit und weil das Fach dafür da ist ???
    Eier aus dem Kühlschrank brauchen beim Kochen mindestens eine Minute länger.

    Mit der Aufstellung von Utopia, was in den Kühlschrankgehört und was nicht, bin ich nicht ganz einverstanden: man muss auch hier seine persönliche Lage und seine Gewohnheiten berücksichtigen.
    So wie bei der Haltbarkeit der Produkte der Geruchsinn, der Geschmackssinn und das Auge zuverlässiger sind als das Haltbarkeitsdatum, so sollte jeder zu den durchaus wertvollen Anregunngen seine eigene Situation und seine persönlichen Gewohnheiten berücksichtigen:
    viele Produkte müssen bei raschem Verbrauch überhaupt nicht in den Kühlschrank,
    andere wiederum kann man – bei längerer Lagerung – im Kühlschrank durchaus vor dem Verderben retten ( Bio-Zitronen oder Blutorangen auch Beeren, die nicht am gleichen oder nächsten Tag verbraucht werden, wandern bei mir immer in den Kühlschrank, Brot beobachte ich sehr genau…)
    Der liebe Gott hat uns unseren Kopf und unsere Sinne gegeben, gehen wir damit online!

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