Nasendusche: Alles rund um Anwendung und Wirkung

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Eine Nasendusche kann die Symptome von Erkältungen oder Heuschnupfen mindern. Wir zeigen dir, was du für eine Nasendusche benötigst und wie du sie richtig anwendest.

Eine Nasendusche kann bei Erkältungen Erleichterung verschaffen.
Eine Nasendusche kann bei Erkältungen Erleichterung verschaffen. (Foto: CC0 / Pixabay / Mojpe)

Unter Nasendusche versteht man die Reinigung der Nase und der Schleimhäute durch eine Salzlösung. Die Vorstellung die eigene Nase mit Wasser zu durchspülen mag zunächst absurd oder unangenehm wirken, die Praxis hat jedoch in vielen Kulturen eine lange Tradition. So ist die Nasendusche ein fester Bestandteil yogischer Reinigungsrituale sowie Teil der ayurvedischen Gesundheitslehre.

Durch die Reinigung der Nasenschleimhaut durch Salzwasser, wird die Nase von

  • Sekret,
  • Staub,
  • Pollen sowie
  • Krankheitserregern befreit.

Die richtige Anwendung einer Nasendusche kann sowohl Erkältungen vorbeugen, als auch bei etlichen gesundheitlichen Problemen helfen. Dazu gehören unter anderem:

  • akute Erkältung und Schnupfen
  • Nasennebenhölenentzündung
  • Heuschnupfen
  • Hausstauballergie
  • trockene Nase
  • starke Schmutzbelastung
  • nach Operationen im Nasenbereich

Was du für die Nasendusche benötigst

Für eine Nasendusche benötigst du ein geeignetes Gefäß.
Für eine Nasendusche benötigst du ein geeignetes Gefäß. (Foto: Daniela Staber Utopia.de)

Eine Nasendusche durchzuführen ist ganz einfach. Du benötigst nur ein geeignetes Gefäß, Wasser und Salz:

Das richtige Gefäß:

  • Ursprünglich waren die Behälter für die Nasendusche aus Metall, Keramik oder Glas. Heute sind die meisten Modelle aus durchsichtigem Kunststoff, damit Verschmutzungen leichter sichtbar sind.
  • Neben traditionellen Nasenduschen, bei denen die Salzlösung einfach durch die Nase läuft, gibt es auch Modelle bei denen die Flüssigkeit mithilfe von Druck in die Nase gepumpt wird.
  • Stiftung Warentest hat zehn verschiedene Modelle getestet, wovon nur vier mit „gut“ bewertet wurden.
  • Nasenduschen sind in der Apotheke, in gut sortierten Drogeriemärkten oder online erhältlich.

Die passende Salzlösung:

  • Für eine Nasendusche benötigst du eine isotonische Salzlösung. Diese entspricht etwa dem körpereigenen Salzgehalt, und ist daher mit unserer Tränenflüssigkeit zu vergleichen. Bei zu viel Salz entsteht ein brennendes Gefühl in der Nase und die Nasendusche trocknet so die Schleimhäute langfristig aus. Zu wenig Salz hingegen reizt die Schleimhäute ebenfalls, da der osmotische Unterschied zu groß ist.
  • Etliche Hersteller vertreiben vorportioniertes Salz, damit das Verhältnis stimmt. Um langfristig Müll zu vermeiden, kannst du aber auch deine eigene Kochsalzlösung herstellen. Dafür benötigst du etwa 4,5 Gramm Salz auf einen halben Liter Wasser.
  • Idealerweise verwendest du reines Salz ohne Zusatzstoffe wie Jod, Fluorid, Trenn- oder Rieselhilfe. In Deutschland kannst du problemlos Leitungswasser für die Nasendusche verwenden. Nur frisch operierte Patienten sollten das Wasser vorher abkochen und anschließend abkühlen lassen.
  • Stelle die Salzlösung immer frisch her um spätere Keimbelastung zu vermeiden.
  • Alternativ kannst du dir auch eine fertige Kochsalzlösung aus der Apotheke kaufen.

Nasendusche: So klappt es

Mit etwas Übung ist Nasendusche ganz einfach.
Mit etwas Übung ist Nasendusche ganz einfach. (Foto: Daniela Staber Utopia.de)

Die ersten male kann es sich befremdlich anfühlen, deine Nase mithilfe einer Nasendusche zu reinigen. Mit unserer Schritt-für-Schritt Anleitung klappt es bestimmt. Pro Nasendusche benötigst du etwa 300 bis 500 Milliliter Salzlösung.

  1. Erwärme die Salzlösung auf Körpertemperatur und achte darauf, dass das Salz vollständig aufgelöst ist. Am besten überprüfst du die Temperatur auf deinem Handgelenk.
  2. Fülle die Hälfte der Flüssigkeit in dein Gefäß.
  3. Halte deinen Kopf über ein Waschbecken und neige den Kopf schräg nach hinten.
  4. Je nach Modell pumpst du das gesamte Wasser in die Nase oder lässt es langsam hinein laufen.
  5. Währenddessen atmest du durch den Mund, um zu verhindern, dass die Flüssigkeit deinen Rachen herab läuft.
  6. Warte bis die Salzlösung vollständig wieder aus dem anderen Nasenloch geronnen ist.
  7. Atme durch die Nase aus, damit verbleibendes Wasser leichter abrinnen kann und wechsle anschließend die Seite.

Bei stark angeschwollener Nasenschleimhaut, ist es empfehlenswert vorher ein abschwellendes Nasenspray zu verwenden.

Nasendusche: Weitere Tipps und Hinweise

Ein paar Tropfen ätherisches Salbei-Öl in der Nasendusche können bei Erkältung zusätzlich helfen.
Ein paar Tropfen ätherisches Salbei-Öl in der Nasendusche können bei Erkältung zusätzlich helfen. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)
  • Mit der richtigen Salzlösung kannst du die Nasendusche problemlos regelmäßig anwenden. In der yogischen Tradition beispielweise wird die Nasendusche morgens vor der Meditation, Pranayama oder der körperlichen Yoga-Praxis angewandt.
  • Bei Erkältungen kannst du der Salzlösung zusätzlich ein paar Tropfen ätherisches Salbei-Öl beimengen.
  • Damit die Nasendusche auch tatsächlich reinigt, ist es wichtig das Gefäß zu sauber zu halten. Spüle es nach jeder Anwendung mit lauwarmen Wasser ab und wasche es regelmäßig mit Essigwasser oder in der Spülmachine.
  • Eine Nasendusche ist nicht geeignet bei starken Entzündungen oder Nasenbluten.

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