Quitten-Rezepte: Likör und Saft selber machen

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / inka_s (links); Utopia (rechts)

Die Quitte ist eine gesunde Frucht mit langer Tradition. Wir zeigen dir, wie du mit einfachen Rezepten leckeren Quitten-Saft und Quitten-Likör herstellen kannst.

Heutzutage ist die Quitte beinahe eine Rarität. Doch das war nicht immer so. Die nährstoffreiche Frucht hat eine gut tausendjährige Geschichte und wurde früher häufig zu Quittenbrot, Quittenmus, Quittensaft oder Quittenlikör verarbeitet. 

Neben ihrem leckeren Geschmack wird die Quitte seit jeher für ihre Heilwirkung geschätzt. So soll sie die Verdauung anregen, Erkältungen lindern oder bei Hautentzündungen helfen. Nicht nur ihr weißgelbes Fleisch, auch die Samen finden bis heute in der Volksheilkunde Verwendung.

Die Quitte liegt sowohl optisch, als auch geschmacklich irgendwo zwischen Birne und Apfel. Dabei zählt sie, anders als ihre optischen Verwandten, eigentlich zu den Rosengewächsen. Ihr Fleisch schmeckt süßherb und ist roh ungenießbar. Doch es gibt zahlreiche Rezepte, die die Frucht ihren köstlichen Geschmack entfalten lassen.

Quittensaft selber machen: die Zutaten

Quitten in Stücke geschnitten
Quitten in Stücke geschnitten
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / DorianKrauss)

Quitten haben im Herbst Saison. Ein einzelner Quittenbaum trägt unzählige Früchte. Solltest du einen in deiner Umgebung stehen haben, kannst du nun nach Lust und Laune ernten. Was du nicht aufessen willst, kannst du zu köstlichem Quittensaft verarbeiten. Von diesem kannst du später einige Flaschen auf Vorrat abfüllen.

Für 3 Flaschen Quittensaft benötigst du:

  • 2-3 Kilo unbehandelte Quitten, selbst geerntet oder aus dem Biomarkt 
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • Etwas Bio-Zucker oder Bio-Honig, je nach Geschmack

Tipp: Wenn du möchtest, kannst du deinen Saft mit einigen süßliche Äpfeln verfeinern. Verarbeite sie dann auf gleiche Weise wie die Quitten. Die Menge des Zuckers hängt von deinen Vorlieben ab. Gute und reife Quitten werden beim Kochen normalerweise süß genug, sodass der Saft auch ohne Zucker auskäme. 

Rezept für selbstgemachten Quittensaft

Baum mit reifen Quitten
Baum mit reifen Quitten
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / LoggaWiggler)

1. Befreie die Früchte als erstes mit einem Küchentuch und warmem Wasser von ihrem pelzigen Flaum. Dieser enthält Bitterstoffe, die deinen Saft ungenießbar machen.

2. Entkerne die Quitten und zerteile das Fruchtfleisch in grobe Würfel. Benutze hierfür unbedingt ein scharfes Messer – Quitten sind extrem hart. 

3. Gib die Fruchtstücke zusammen mit dem Saft deiner Zitrone und 3 Liter Wasser in einen großen Topf mit Deckel. 

4. Lasse das Ganze, je nach Quitten-Sorte, ein bis zwei Stunden bei geringer Hitze köcheln. Schaue immer wieder nach: Wenn die Früchte zu zerfallen beginnen, nimm den Topf vom Herd. 

5. Nun kannst du ein Sieb mit Küchentuch auslegen und das zerkochte Fruchtmus darin auffangen. Lass den Saft gründlich durch das Sieb abtropfen – am besten über Nacht.

Tipp: Anstatt das aufgefangene Fruchtfleisch wegzuwerfen, backe doch ein fruchtiges Quittenbrot daraus!

6. Gib deinen frisch gewonnenen Saft zurück in den Topf und füge Zucker oder Honig dazu. Lass alles noch einmal heiß aufkochen – so lange, bis sich Zucker oder Honig vollständig aufgelöst haben.

7. Fülle den noch heißen Saft in saubere Glasflaschen (z.B. bei** Memolife) und verschließe diese sofort. Dein Saft hält sich gut verschlossen und kühl gelagert für gute zwei Monate. 

Tipp: Wenn du größere Mengen Quittensaft herstellst und ihn länger haltbar machen möchtest, kannst du ihn einfach sterilisieren: Dazu stellst du die frisch abgefüllten, fest verschlossenen Flaschen eng in einem Topf aneinander und füllst die Lücken mit Küchentuch. Anschließend gießt du heißes Wasser darüber und lässt alles noch einmal 20 Minuten kochen. So lange die Flaschen nicht mehr geöffnet werden, hält sich dein Saft nun einige Jahre. 

Aus dem Quittensaft eigenen Likör herstellen

Selbstgemachter Quittenlikör muss ziehen.
Selbstgemachter Quittenlikör muss ziehen.
(Foto: Utopia)

Aus deinem Quittensaft lässt sich in einem weiteren Schritt köstlicher Likör herstellen. Bereitest du diesen im Herbst direkt nach der Quittenernte zu, kannst du ihn rechtzeitig zu Weihnachten verschenken. Ein schönes Geschenk für Freunde und Familie. 

Für 4 Fläschchen á 25 ml Quittenlikör brauchst du:

  • 500 ml deines selbstgemachten Quittensafts
  • 1 Stange Zimt
  • 1 TL Gewürznelken
  • 500 ml Schnaps (Wodka oder Korn)
  • Bio-Zucker (bei ungesüßtem Saft als Basis, verwende 300 Gramm Zucker. Ist dein Saft bereits gesüßt, nimm entsprechend weniger).

So geht’s

1. Vermenge deinen Quittensaft mit Zimt, Nelken und Zucker in einem Krug und lasse alles für 24 Stunden im Kühlschrank ziehen.

2. Fülle am folgenden Tag den Schnaps dazu und gieße alles in ein gut verschließbares Gefäß.

3. Lass deine Mischung nun mindestens 4 Wochen ziehen. Am besten bei Zimmertemperatur. Schüttle das Gefäß gelegentlich gut durch. 

4. Gieße den fertigen Likör durch Kaffeefilter in heiß ausgespülte Glasflaschen. So vermeidest du, dass sich Fruchtreste mit im Fläschchen ansammeln. Verschließe die Fläschchen gut. 

Lass es dir schmecken!

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