Erdbeeren, Himbeeren & Co: Die besten Rezepte, Tipps & Infos

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Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und Blaubeeren kennen und lieben viele – dabei ist die Vielfalt der Beeren um einiges größer. Wir stellen die leckeren Beeren vor, verraten, wann sie Saison haben und inspirieren mit leckeren Rezepten zum Herumexperimentieren.

Sobald die Sonne scheint, kommen nicht nur Erdbeeren, sondern auch andere Beeren auf den Tisch. Eigentlich haben die Beeren bei uns nur im Hochsommer Saison, den Rest des Jahres müssen sie einen langen Weg hinter sich bringen, um auf unserem Tisch zu landen. Doch wenn die Sommersonne bei uns für beerenfreundliche Temperaturen sorgt, steht dem Genuss der meist roten Früchte nichts im Wege.

Beeren: unendliche Vielfalt

Wer keinen eigenen Garten hat, ist darauf angewiesen, im Handel nach Beeren zu suchen – und verpasst dabei, wie bunt die Artenvielfalt tatsächlich ist. Meist beschränkt sich die Auswahl auf Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und Blaubeeren. Wer Glück hat, findet gelegentlich auch Stachelbeeren oder Johannisbeeren. Dabei gibt es noch so viele Beeren mehr zu entdecken!

Erdbeeren gibt es auch als weiße Ananaserdbeeren oder goldgelben; Stachelbeeren können auch rot sein, Himbeeren schwarz oder gelb. Johannisbeeren gibt es nicht nur in rot, sondern auch in schwarz oder weißgelb. Dazu existieren noch viele neuere Züchtungen wie die Jostabeere als Kreuzung zwischen Johannisbeere und Stachelbeere. Auch einige Beeren und leckere Früchte, die bei uns nicht heimisch sind, können im Garten durchaus gedeihen: nordamerikanische Cranberries, asiatische Goji-Beeren, skandinavische Moltebeeren und auch Kiwis, die als „chinesische Stachelbeere“ ihre ersten Exportschritte unternahm.

Hinzu kommen noch sämtliche wilden Beeren, die wir bei einem Spaziergang mit Leichtigkeit erkennen und sammeln können: wilde Walderdbeeren, Holunderbeeren, Preiselbeeren, Sanddorn, Schlehen und viele mehr!

Beeren Vielfalt im Sommer
Nicht nur auf Beeren, sondern auch auf Kirschen freuen wir uns im Sommer (Foto: © Utopia/Silke Neumann)

Wie gesund sind Beeren?

In einem Wort: sehr! Obwohl manche Beeren aus weiter Ferne, zum Beispiel Goji-Beeren oder Acai neuerdings als „Superfood“ vermarktet werden, brauchen sich unsere heimischen Vertreter nicht zu verstecken. Es ist ganz einfach möglich, in unseren heimischen Gärten Obst zu finden, das ähnliche oder sogar bessere Eigenschaften hat, als die durch geschicktes Marketing als „Superfrüchte“ gepriesenen Früchte aus Übersee.

Heidelbeeren oder Sauerkirschen enthalten noch mehr Antioxidantien als Acai-Beeren – und die Heidelbeere sogar mehr Magnesium. Auch meist getrocknet angebotene Goji-Beeren lassen sich durch heimisches Obst ersetzen: In frischer Form haben Goji-Beeren zwar viel Vitamin C – allerdings auch immer noch weniger als frische, schwarze Johannisbeeren. Auch unser Beerenobst ist Superfood!

Heidelbeere Beeren
Regionales Superfood: Heidelbeeren enthalten noch mehr Antioxidantien als Acai-Beeren (Foto: CC0 Public Domain / pixabay.de)

Beeren sind grundsätzlich reich an Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien. Je frischer gepflückt, desto praller sind sie gefüllt mit unzähligen wertvollen Inhaltsstoffen. Ihr Kaloriengehalt schwankt natürlich, ist aber aufgrund des fehlenden Fettes immer recht niedrig: 100 Gramm Erdbeeren schlagen mit etwa 33 Kilokalorien zu Buche, Brombeeren mit 43 Kilokalorien. Es ist also die Sahne auf den Erdbeeren, die sich auf den Hüften nieder schlägt und den Beerengenuss zur Kalorienbombe macht!

Wann haben Beeren Saison?

Bei uns gibt es erst ab Mitte Mai die ersten heimischen Erdbeeren aus Freilandanbau, auf andere Beeren musst du länger warten. Und wenn sie dann reif sind, stehen sie uns in so großer Menge in allen Sorten zur Verfügung, dass es Spaß macht, sie miteinander zu tollen Rezepten zu kombinieren!

Ab Juli geht es mit der Ernte von Brombeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Heidelbeeren und Stachelbeeren los: Ende August gesellen sich die Holunderbeeren dazu. Je nach Region können dann alle Beeren bis in den späten September hinein geerntet werden.

Was vor Juli und ab Oktober in den Läden angeboten wird, stammt sicher nicht aus Freilandanbau – oder kommt nicht aus Deutschland. Oder: kommt aus der Tiefkühltruhe. Tiefkühlobst kann zwar grundsätzlich aus regionalem Anbau und sogar in Bioqualität sein, verbraucht aber dennoch viel Energie. Das Obst landet nicht frisch vom Feld auf deinem Teller landet, sondern hat lange Transportwege und Kühlung hinter sich. Wenn du Beeren essen möchtest, genieße sie lieber dann, wenn sie uns geradezu in den Mund wachsen: im Hochsommer!

Erdbeeren
Ab Mitte Mai beginnt bei uns die Erdbeersaison, dann stammen sie aus Freilandanbau (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de - Couleur)

Beeren selber anbauen

Der kürzeste Weg der Beere in den Mund findet im eigenen Garten oder auf dem Balkon statt. Wenn du Beeren liebst, kannst du auch in der Stadt auf dem Balkon eine zwar überschaubare, aber besonders leckere Ernte einfahren. In Blumenkästen oder Blumenampeln lassen sich Erdbeeren hervorragend ziehen, es gibt sogar spezielle „Balkon und Fensterbank“-Züchtungen.

Auch Heidelbeeren und Himbeeren werden in speziellen Züchtungen angeboten, welche gut im Blumenkübel auf dem Balkon gedeihen und wenig Platz benötigen. Brom- und Himbeeren kannst du als Säule im Topf ziehen oder an einem Spalier ranken lassen. Außerdem gibt es „Klettererdbeeren“, die sich in der Höhe statt in die Breite ausweiten. Stachelbeeren und Johannisbeeren werden als Hochstämmchen angeboten, in deren Töpfe du zusätzlich beispielsweise Erdbeeren pflanzen kannst. Wenn du die Pflanzen im Winter vor zu großer Kälte schützt, kannst du jeden Sommer eigene Beeren ernten!

Beeren: 3 leckere Rezepte

Ob die Beeren aus dem Laden, dem eigenen Garten oder vom Balkon stammen, ist egal: Schmecken tun sie immer! Beeren kann man nicht nur mit Sahne oder auf Torten essen. Wir haben drei Vorschläge für dich, wie du Beeren nicht nur lecker und gesund, sondern auch optisch appetitlich zubereiten kannst.

Beerenspieße: perfektes Fingerfood

Beerenspieße sind ein kulinarischer und optischer Leckerbissen für jede Party, den Grillabend oder Kindergeburtstage! Du brauchst für das fruchtige Fingerfood nur:

  • Diverse Sorten Beeren in unterschiedlichen Farben und Formen
  • Schaschlikspieße

Spieße die bunten Beeren abwechselnd auf Schaschlikspieße und dekoriere sie in großen Gläsern. Wenn du magst, kannst du sie in geschmolzene Schokolade tunken, mit Kokosraspeln bestreuen, mit Marshmallows mischen oder mit Blättern, zum Beispiel Pfefferminze, Gundermann oder Melisse, dekorieren.

Tipp: Wenn du Melone im Garten hast, kannst du aus Melonenscheiben mithilfe von Plätzchenausstechern kleine Formen wie Herzen oder Sterne ausstechen mit auf die Stäbchen fädeln.

Obstkaltschale: natürlich mit Erdbeeren

Kaltschalen sind im Sommer die perfekte Mahlzeit, die herrlich erfrischend ist und voll Obst steckt. Für einen großen Topf Obstkaltschale brauchst du:

  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Beerenobst
  • 25 g Speisestärke
  • Zucker nach Belieben

Setze die Hälfte der Beeren mit dem Wasser auf und bringe es zum Kochen. Rühre die Speisestärke mit etwas Wasser oder Saft an und rühre das Gemisch unter die nicht mehr kochende Flüssigkeit. Koche dann unter Rühren nochmals kurz auf und lasse die Kaltschale vollständig abkühlen.

Füge nun die übrige Hälfte der Beeren hinzu und süße nach Bedarf mit einem Süßungsmittel deiner Wahl. Mit Zwieback oder Grießklößchen eiskalt servieren.

Tipp: Je nach Beerensorte kannst du mit Kräutern oder Gewürzen verfeinern. Zu Stachelbeeren passt Vanille, zu Erdbeeren Minze, zu Himbeeren Melisse, …

Erdbeeriger Himbeer-„Marzipan“-Smoothie

Es liegt auf der Hand, dass Beeren auch zu herrlichen Smoothies verarbeitet werden können. Für unsere Idee, die nach leckerem Obstkuchen schmeckt, brauchst du:

  • 150 g Himbeeren
  • 150 g Erdbeeren
  • 1 Esslöffel weißes Mandelmus oder
  • 2 Esslöffel gemahlene Mandeln

Wasche und putze die Beeren und gib sie in einen Standmixer. Püriere sie zunächst, bevor du das Mandelmus oder die gemahlenen Mandeln hinzu fügst. Hast du kein Mandelmus, kann es nötig werden, etwas Wasser hinzuzufügen, damit dein Smoothie auch flüssig genug zum Trinken wird.

Tipp: Oft verderben die leckeren Beeren schneller, als man sie essen kann. Rette sie vor dem Kompost, indem du die Beeren einzeln, zum Beispiel auf einem Teller, einfrierst und zu eisigen Smoothies verarbeitest.

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(2) Kommentare

  1. Danke für den nützlichen Artikel!
    Ich habe jetzt nur die für mich interessanten Abschnitte gelesen und hoffe, die folgenden Korrekturhinweise können noch in den Artikel einfließen:
    1. Statt 33 bzw. 43 Kalorien dürften wohl Kilokalorien (kcal) gemeint sein, oder lässt man das Kilo inzwischen absichtlich weg?
    2. „ß“ fehlt: Auerdem gibt es „Klettererdbeeren“ …

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