Rohmilch abkochen: Wie lange und andere wichtige Hinweise

rohmilch abkochen
Foto: CC0 / Pixabay / Couleur

Rohmilch abzukochen ist wichtig: Weil sie nicht pasteurisiert ist, birgt sie immer ein gewisses Gesundheitsrisiko. Wie lange du Rohmilch abkochen solltest und was du dabei sonst noch beachten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Normalerweise ist die Milch, die du im Handel kaufen kannst, bereits vorerhitzt und damit haltbar gemacht. Der Pasteurisierungs-Prozess tötet zusätzlich Keime und Bakterien ab. 

Bei Rohmilch ist das anders: Es handelt sich um unbehandelte, nicht pasteurisierte Milch von Nutztieren. Rohmilch kann schädliche Bakterien wie Listerien, Campylobacter, EHEC oder Salmonellen enthalten. Deshalb solltest du sie abkochen, bevor du sie zu dir nimmst. Die Hitze tötet mögliche Bakterien und Krankheitserreger ab. 

Rohmilch abkochen: So geht’s

Inzwischen gibt es auch viele pflanzliche Milchalternativen.
Inzwischen gibt es auch viele pflanzliche Milchalternativen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Du kannst das Gesundheitsrisiko durch Rohmilch deutlich verringern, indem du die Rohmilch abkochst, bevor du sie weiterverwendest. Das kannst du zu Hause leicht selbst machen – wir zeigen dir, wie es funktioniert: 

  1. Fülle die Rohmilch in einen Topf. 
  2. Erhitze die Milch für 20 bis 30 Sekunden auf hoher Stufe (über 72 Grad Celsius).
  3. Sobald die Milch kleine Blasen bildet und anfängt zu schäumen, kannst du sie vom Herd nehmen. 

Rohmilch kaufen: Hier gibt es sie

Rohmilch kannst du oft an sogenannten Milchtankstellen kaufen. Dort hast du die Möglichkeit, die Milch selber zu zapfen. Die Milchtankstelle stellt dafür meist Glasflaschen bereit. Du kannst aber natürlich auch deine eigenen Flaschen mitbringen und zum Abfüllen verwenden.

Auch wenn du deine Milch direkt beim Bauern holst, handelt es sich in der Regel um Rohmilch. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du natürlich auch nachfragen.

Was beim Milchkauf sonst noch wichtig ist:

  • Milch ist ein tierisches Produkt. Industrielle Hersteller halten die Milchkühe oft unter schlechten Bedingungen, wie zum Beispiel der Deutsche Tierschutzbund berichtet. 
  • Wenn du nicht auf Milch verzichten möchtest, solltest du sie bewusst einkaufen. Am besten verwendest du Bio-Milch von regionalen Bauernhöfen. So unterstützt du bessere Haltungsbedingungen und eine nachhaltige Landwirtschaft.  
  • Inzwischen gibt es aber auch viele pflanzliche Milchalternativen als Ersatz für Kuhmilch. Du kannst zum Beispiel Mandelmilch ganz einfach selber machen.

    Warum du Rohmilch abkochen solltest

    Um Bakterien und Keime abzutöten, solltest du Rohmilch abkochen.
    Um Bakterien und Keime abzutöten, solltest du Rohmilch abkochen.
    (Foto: CC0 / Pixabay / Republica)

    Man kann nie ausschließen, dass Kühe erkrankt oder Geräte nicht vollständig sauber sind. Rohmilch kann deshalb krankmachende Bakterien enthalten. 

    • Die Milchtankstellen säubern ihre Zapfvorrichtungen regelmäßig und die Flaschen, die sie anbieten, müssen hohen Hygienestandards entsprechen. Trotzdem können manchmal Bakterien in die Rohmilch gelangen. Die Verbraucherzentrale verweist auf Untersuchungen, nach denen fast jede zehnte Rohmilch-Probe von Milchtankstellen krankmachende Keime enthielt.
    • Vor allem Personen mit schwachem Immunsystem, Kinder oder Schwangere sollten deshalb zur Sicherheit ganz auf Rohmilchprodukte verzichten.

    Übrigens: Die Flaschen an den Milchtankstellen sind versiegelt und müssen hohe Hygienestandards erfüllen. Wenn du deine eigenen Flaschen verwendest, achte darauf, dass sie besonders gut sterilisiert sind.

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