Spargel kaufen: Auf diese Dinge solltest du unbedingt achten

Spargel kaufen
Foto: CC0 / Pixabay / Peggychoucair

Wenn du qualitativ hochwertigen Spargel kaufen möchtest, solltest du auf einige Dinge achten. Wichtig sind dabei Herkunft, Frische und die Sorte. Wir verraten dir, wie du den besten Spargel erkennen kannst.

Spargel kannst du nur während weniger Monate im Jahr kaufen. Das macht ihn zu einer besonderen Delikatesse. Um das meiste aus der kurzen Spargelsaison herauszuholen, solltest du beim Spargelkauf auf die richtige Qualität achten. Qualitativ hochwertiger Spargel zeichnet sich unter anderem durch seine Frische und sein Aroma aus. 

Spargel ist sehr gesund und kann in vielen Gerichten verwendet werden. Egal, ob du Spargel kochen oder rohen Spargel zu einem Salat verarbeiten möchtest – die Qualität ist ausschlaggebend, damit du mit dem Gemüse das leckerste Spargelgericht zubereiten kannst.

Besonders feines Gemüse bekommst du, wenn du Spargel selber anbaust. Solltest du den Spargel stattdessen kaufen, dann achte dabei auf Herkunft, Frische und die Sorte. 

Spargel kaufen: Achte auf Herkunft und Saison

Spargel hat von April bis Juni Saison. Kaufe am besten heimischen Spargel.
Spargel hat von April bis Juni Saison. Kaufe am besten heimischen Spargel.
(Foto: CC0 / Pixabay / matthiasboeckel)

Kaufe den Spargel nur während der Spargelzeit und aus heimischem Anbau. Spargel wächst bei uns von April bis Juni. In dieser Zeit ist das Gemüse frisch und lecker. 

Heimischer Spargel hat nur kurze Transportwege hinter sich. Das macht ihn nicht nur zu einem klimaverträglicheren Lebensmittel als importierter Spargel, sondern auch frischer. Du erhältst heimischen Spargel auf deinem Wochenmarkt oder direkt von den Erzeuger:innen, beispielsweise in einem Hofladen. Im Supermarkt gibt es heimischen Spargel meist an separaten Frischeständen. 

Achte auf ein Bio-Siegel wie Demeter, Bioland oder Naturland. So unterstützt du eine ökologische Landwirtschaft, deren Anbauweisen ressourcenschonend, umwelt- und tiergerecht sind. 

Es gibt auch einige Onlinehändler, die Spargel liefern. Vermeide diese Angebote, da sie extra Transportwege bedeuten und somit zu höheren CO2-Emissionen beitragen. Die Frische ist bei Spargel ausschlaggebend und diese kannst du bei einem Onlinekauf vorher nicht überprüfen. 

So erkennst du beim Spargelkauf frischen Spargel

Frischer Spargel ist fest und feucht. Auf keinen Fall darf er säuerlich riechen.
Frischer Spargel ist fest und feucht. Auf keinen Fall darf er säuerlich riechen.
(Foto: CC0 / Pixabay / jackmac34)

Spargel ist nicht gleich Spargel. Die Qualität und der Geschmack leiden sehr darunter, wenn der Spargel nicht mehr frisch ist. Erntefrischen Spargel erkennst du an folgenden Merkmalen:

  • Die Köpfe sind geschlossen.
  • Der Spargel glänzt leicht, ist feucht und prall.
  • Die Enden sind saftig und weiß oder grün (nicht bräunlich).
  • Es gibt keine braunen Flecken.
  • Der Spargel riecht nicht säuerlich, sondern aromatisch-frisch.
  • Der Spargel ist fest, er lässt sich nicht leicht biegen.
  • Wenn du zwei Spargelstangen aneinander reibst, dann sollten sie leise quietschen.

Wenn du Spargel kaufst, dann nimm nur so viel, wie du innerhalb der nächsten drei Tage verzehren kannst. Wickle den Spargel in ein feuchtes Küchentuch ein und lagere ihn im Kühlschrank, damit er möglichst lange frisch bleibt. Alternativ kannst du Spargel einfrieren und hast so auch nach der Spargelsaison noch etwas von ihm. 

Spargel kaufen: Wähle die richtige Sorte

Weißer Spargel wird auch Bleichspargel genannt und ist besonders mild im Geschmack.
Weißer Spargel wird auch Bleichspargel genannt und ist besonders mild im Geschmack.
(Foto: CC0 / Pixabay / neelam279)

Bevor du Spargel kaufst, solltest du dich über die geeignete Sorte informieren. Je nach Rezept kann eine Spargelsorte besser geeignet sein als eine andere. Das macht die verschiedenen Sorten aus:

  • Grüner Spargel wächst oberirdisch, also bei voller Sonneneinstrahlung, und produziert daher den typisch grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Grüner Spargel hat einen etwas höheren Gehalt an bestimmten gesunden Inhaltsstoffen und auch zusätzliche Stoffe, über die weißer Spargel nicht verfügt. Die Stangen von grünem Spargel sind dünner als weiße Stangen. Er eignet sich daher gut für Salate. Kurz angebraten kommt sein im Vergleich zu weißem Spargel würzigeres Aroma besonders gut zur Geltung. Sollte das untere Drittel weiß oder lila sein, dann schäle es vor der Zubereitung. Durchgehend grüner Spargel muss nicht geschält werden. Schneide lediglich die Enden fingerbreit ab. Lies mehr dazu in unserem Beitrag zu Spargel schälen. Bei grünem Spargel solltest du gut auf die Enden achten, da sie oft in Papier eingewickelt sind: Sind die Enden feucht, ist der grüne Spargel frisch. 
  • Weißer Spargel wird auch Bleichspargel genannt. Durch Aufhäufen der Erde um das Gemüse herum wird die Bildung von Chlorophyll verhindert. Weißer Spargel schmeck dadurch zart und mild. Weißen Spargel musst du schälen. Außerdem ist die Kochzeit länger als bei grünem Spargel.
  • Violetter Spargel hat einen rosa bis lilafarbenen Kopf und wird nach unten hin weiß. Violetter Spargel entsteht, wenn Bleichspargel nicht direkt geerntet wird, nachdem er durch die Erde bricht, sondern noch Zeit bekommt, sich in der Sonne zu verfärben. Diese Sorte musst du ebenfalls schälen. Sie schmeckt intensiv, nussig und bringt einen leicht süßen Geschmack mit. Violetter Spargel eignet sich gut zum Grillen, da diese Zubereitungsweise das Aroma noch intensiviert. 

Lass dich von leckeren Spargel-Rezepten inspirieren und kaufe deine Lieblingssorte. 

Güteklassen von Spargel

Spargel wird in zwei Güteklassen eingeteilt. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass Spargel zweiter Güteklasse weniger gut schmeckt oder weggeworfen werden muss.
Spargel wird in zwei Güteklassen eingeteilt. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass Spargel zweiter Güteklasse weniger gut schmeckt oder weggeworfen werden muss.
(Foto: CC0 / Pixabay / Jai79)

Spargel wird in zwei Güteklassen verkauft. Das sind Vermarktungsnormen, die Obst und Gemüse nach ihrer Qualität in Kategorien einteilen. Das Bundeszentrum für Ernährung erklärt, dass eine solche Einteilung bei Spargel keine Pflicht mehr ist. Dennoch kann Spargel weiterhin freiwillig mit zwei Güteklassen ausgezeichnet werden. 

Güteklasse I und Extra gelten für Spargel, dessen Köpfe fest geschlossen sind und keinerlei Verfärbung aufzeigen. Insbesondere weißer Spargel hat keine rosa oder bräunliche Verfärbung am Kopf und Stange. Die Stangen sind gleichmäßig gerade und nach Dicke sortiert.

Spargel der Güteklasse II darf hingegen kleine Mängel aufweisen. So sind die Köpfe leicht geöffnet, was bedeutet, dass es zu leichten Verschmutzungen von Sand oder Erde in den Schuppenblättern kommen kann. Der Spargel darf gebogen sein, muss nicht nach Dicke sortiert werden und darf leichte Verfärbungen aufweisen. Weißer Spargel mit einem grünlichen Kopf gehört somit zur zweiten Güteklasse und schmeckt etwas herber als Spargel der ersten Klasse. Die Enden der Stangen sind gegebenenfalls leicht holzig oder hohl. Somit ist mit mehr Abfall beim Schälen und Schneiden zu rechnen. 

Spargel, der nicht mehr ganz ist oder unzulässige Verfärbungen aufweist, wird günstig als Suppen- oder Bruchspargel verkauft. Diese Stangen sind für gekochte Gerichte allemal ausreichend.

Unser Tipp: Die Güteklassen geben dir eine Idee der Vermarktungsnormen des Spargels. Das bedeutet jedoch nicht, dass Spargel der zweiten Güteklasse weniger gut schmeckt oder weggeworfen werden muss. Sogenannte Mangelerscheinungen wie Flecken oder eine krumme Stange sind nur optischer Natur und verschwinden meistens nach dem Kochen oder fallen in den fertigen Gerichten kaum auf. Somit ist auch zweitklassiger Spargel eine gute Wahl und kann gut zubereitet werden. 

Weiterlesen auf utopia.de:

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: