Nicht nachmachen! Die 8 größten Spülmaschinen-Fehler

Spülmaschine mit Ökoprogramm
Foto: Alexander Borisenko / stock.adobe.com

Wenn du bei der Spülmaschine folgende Fehler vermeidest, kannst du bei Energie und Wasserverbrauch sparen – und damit bares Geld. Auch der Umwelt kommt das zu Gute.

Spült man Geschirr effizienter von Hand oder per Spülmaschine? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Fakt ist: Fast drei Viertel der deutschen Haushalte haben eine Spülmaschine. Wir zeigen dir, wie du die größten Spülmaschinen-Fehler vermeiden kannst.

1. Spülmaschine halbvoll anschalten

Für Spülmaschinen gilt dasselbe wie für Waschmaschinen: Schalte sie nur dann an, wenn sie wirklich voll ist. Wer halb gefüllte Spülmaschinen laufen lässt, verschwendet Energie und Spülmittel und erhöht unnötig den Wasserverbrauch. Kostet alles bloß Geld.

2. Das falsche Spülmittel verwenden

Herkömmliche Maschinenspülmittel bzw. Spülmaschinen-Tabs können bedenkliche Substanzen enthalten. Die besonders problematischen Phosphate kommen nach der Änderung einer EU-Richtlinie seit 2017 zum Glück so gut wie nicht mehr vor. Potenziell gesundheitsschädliche synthetische Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe sowie schwer abbaubare Substanzen können in konventionellen Maschinenspülmitteln aber immer noch enthalten sein.

Mehr lesen: Spülmaschinen-Tabs bei Stiftung Warentest

Umweltfreundlicher und gesünder sind ökologische Spülmaschinen-Tabs oder Maschinenspülmittel. Empfehlenswert sind z.B.:

Weitere empfehlenswerte Öko-Spülmaschinentabs findest du hier in unserer Bestenliste:

Tipp: Auch die korrekte Dosierung von Spülmittel, Klarspüler und Spülmaschinensalz hilft, die Umwelt zu schonen! Pulver ist dabei tendenziell leichter zu dosieren als Tabs. Wer Großpackungen kauft, kann zudem jede Menge Verpackungsmüll sparen.

Übrigens: Nicht immer ist das falsche Spülmittel schuld, wenn das Geschirr nicht ganz sauber wird – vielleicht musst du einfach mal wieder deine Spülmaschine reinigen?

3. Strom- und Wasserverbrauch der Spülmaschine nicht beachten

Wenn du die eine neue Spülmaschine anschaffst, achte unbedingt darauf, dass es sich um ein möglichst energieeffizientes Gerät handelt. So sparst du Strom und damit auch bares Geld. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) verbraucht eine sparsame Spülmaschine (60 cm Breite) nur etwa 72 kWh/Jahr.

Auch was den Wasserverbrauch angeht, gibt es sparsame Spülmaschinen – und das Gegenteil. Das BMKW rät zu einem Gerät, das weniger als neun Liter pro Spülgang verbraucht. Informiere dich darum vor dem Kauf genau, wie viel Strom und Wasser die Maschine braucht. Wenn du dein Wasser direkt mithilfe von erneuerbaren Energien heizt, sei es zudem ratsam, die Spülmaschine direkt an die Warmwasserversorgung anzuschließen.

4. Spülmaschine falsch einräumen

Wenn das Geschirr aus der Spülmaschine stinkt, hilft das Hausmittel Essig.
Wenn du das Geschirr ordentlich in die Maschine räumst wird es leichter sauber. (Foto: CC0 / Pixabay / NatashaG)

Wird dein Geschirr in der Maschine nicht richtig sauber? Es hinterher nochmal von Hand zu spülen verbraucht doppelt Energie, Wasser und Spülmittel. Du kannst das vermeiden, indem du die Spülmaschine richtig einräumst. Hier sind ein paar Tipps:

  • Hartnäckigen Schmutz solltest du schon vorher grob entfernen.
  • Räume befüllbares Geschirr (Gläser, Tassen, Schüsseln) am besten oben ein, denn es ist meist nur gering verschmutzt.
  • Größere und stärker verschmutzte Teile gehören hingegen nach unten.
  • Platziere stark verschmutztes Geschirr immer so, dass die Verschmutzungen zu den Sprüharmen hin ausgerichtet sind.
  • Achte darauf, dass sich die Sprüharme stets frei drehen können.
  • Platziere das Besteck nicht zu dicht nebeneinander. Richtig sauber wird es nur, wenn Wasser es von allen Seiten umspülen kann.
  • Wenn deine Spülmaschine einen Besteckkorb hat, räume das Besteck am besten so ein, dass der Griff abwechselnd nach oben und nach unten zeigt. Nur die Spitzen von Messern sollten natürlich immer nach unten zeigen. Übrigens gehören scharfe Messer nicht in die Spülmaschine!
  • Wenn du das Geschirr zu eng einräumst oder stapelst, gelangt das Wasser nicht überall hin und das Geschirr wird nicht richtig sauber.

5. Vorspülen

Verzichte darauf, normal verschmutztes Geschirr vor dem Einräumen in die Maschine von Hand vorzuspülen. Das verschwendet Energie und Wasser und ist so gut wie nie notwendig: Moderne Geschirrspülmaschinen werden mit den meisten Verschmutzungen selbst fertig. In der Regel reicht es, grobe Essensreste oder starke Verschmutzungen zu entfernen.

Tenside stecken in vielen Spül- und Reinigungsmitteln.
Vorspülen ist meistens unnötig. (Foto: CC0 / Pixabay / laterjay)

Ausnahme: Spinat und Kräuter sollten besser nicht in die Maschine gelangen. Sie können sich auf anderes Geschirr verteilen und sind dann schwer zu entfernen.

Tipp: Weiche stark verschmutzte Teile ein paar Minuten ein, bevor du diese in die Maschine räumst – das ist besser, als sie unter laufendem Wasser zu schrubben.

6. Ungeeignetes Plastikgeschirr spülen

Klingt banal, ist aber wichtig: Wasche in der Maschine wirklich nur spülmaschinengeeignetes Geschirr und Besteck. Vorsicht vor allem bei Plastikgeschirr und -behältern: Nicht spülmaschinengeeignete Artikel können unter heißem Wasser ungesunde Schadstoffe freisetzen. Darum gehören auch Einweg-Plastikbehälter niemals in die Spülmaschine.

7. Zu heiß spülen

Es dauert zwar normalerweise länger, dafür senkt das Eco-Programm der Spülmaschine den Wasserverbrauch und spart hauptsächlich Energie. Das Wasser wird dabei nämlich nicht so stark erhitzt. Bei den „kürzeren“ Programmen müssen die Maschinen das Wasser hingegen auf höhere Temperaturen aufheizen und benötigen dafür entsprechend mehr Strom.

Mehr lesen: Deshalb dauert das Eco-Programm der Spülmaschine länger

Nur bei sehr stark verschmutztem Geschirr stellt man besser eine höhere Temperatur ein. Außerdem macht es Sinn, etwa einmal im Monat mit einer höheren Temperatur zu spülen, um Ablagerungen in der Maschine zu vermeiden.

8. Spülmaschine falsch aufstellen

Um den Geschirrspüler gründlich zu reinigen, kannst du zum Schluss ein Reinigungsprogramm mit hohen Temperaturen durchlaufen lassen.
Der Geschirrspüler gehört möglichst nicht neben den Kühlschrank. (Foto: CC0 / Pixabay / PhotoMIX-Company)

Achte darauf, die Geschirrspülmaschine möglichst nie direkt neben dem Kühlschrank aufzustellen. Die Spülmaschine gibt im Betrieb viel Wärme ab und der Kühlschrank benötigt dann mehr Energie, um seine Temperatur niedrig zu halten. Dasselbe gilt übrigens für den Herd: Auch der sollte besser nicht direkt neben dem Kühlschrank stehen.

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