Zahnputzpulver selber machen: Einfache Anleitung mit Variationsideen

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Um Zahnputzpulver selber zu machen, brauchst du nur wenige Zutaten. Wir stellen dir ein Grundrezept und verschiedene Varianten vor und erklären, worauf du bei selbst gemachtem Zahnpulver achten musst.

Zahnputzpulver ist mittlerweile eine beliebte Alternative zu gewöhnlicher Zahnpasta. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Zahnputzpulver selber zu machen, die meisten Rezepte verwenden aber ähnliche Grundzutaten. In der Regel enthält selbstgemachtes Zahnpulver Natronpulver und pflanzliche Wirkstoffe. Dadurch lässt es sich leicht zu Hause herzustellen.

Wenn du Zahnputzpulver selber machen möchtest, solltest du beachten, dass viele Zahnärzt:innen seine Wirksamkeit als eher gering einschätzen. Der Schutzeffekt von selbstgemachtem Zahnputzpulver lässt sich offenbar nicht mit dem konventioneller Zahnpflegeprodukte vergleichen. Am besten verwendest du Zahnpulver deshalb ergänzend zu herkömmlicher Zahnpasta. In unserer Übersicht stellen wir dir empfehlenswerte Bio-Zahnpasten vor. 

Zahnputzpulver selber machen mit drei Zutaten

Rosskastanienpulver bildet die Grundlage dieses Zahnputzpulvers.
Rosskastanienpulver bildet die Grundlage dieses Zahnputzpulvers.
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

In diesem Artikel stellen wir dir ein einfaches Grundrezept für selbstgemachtes Zahnputzpulver vor. Du brauchst dafür nur drei Zutaten: 

  • 3 EL Rosskastanienpulver aus geschälten Kastanien
  • 1 EL Natron
  • 10 bis 15 getrocknete Blätter Salbei (circa 5 g)

Rosskastanienpulver sowie Natronpulver erhältst du in der Apotheke und in manchen Drogeriemärkten. Das Rosskastanienpulver kannst du auch selber herstellen, mehr dazu hier: Waschmittel selber machen – aus Kastanien. Wenn du eigene Salbeipflanzen im Garten oder auf dem Balkon hast, kannst du den Salbei ernten und trocknen.

Du benötigst außerdem einen Mörser (zum Beispiel von **Avocadostore) oder eine Kaffeemühle zum Pulverisieren der Zutaten.

So stellst du das Zahnputzpulver her:

  1. Gib Rosskastanienpulver, Natron und Salbei zusammen in den Mörser oder die Kaffeemühle.
  2. Zerkleinere die Zutaten gründlich, bis ein sehr feines Pulver entstanden ist. Die Konsistenz sollte an Mehl erinnern. Wenn das Pulver zu grob ist, kann es Zähne und Zahnfleisch schädigen.
  3. Fülle das fertige Zahnputzpulver in ein gut verschließbares Glas. 

Auch die Anwendung des Zahnputzpulvers ist unkompliziert: Feuchte den Kopf deiner Zahnbürste an und gib eine kleine Menge des Pulvers darauf. Portionieren kannst du es zum Beispiel mit einem Löffel. Die feuchte Zahnbürste ins Pulver zu drücken, ist nicht empfehlenswert. Dabei kannst du das Pulver verunreinigen. 

Bewahre das Zahnputzpulver immer gut verschlossen auf. So hält es sich mehrere Monate. 

Zahnputzpulver: Wie wirken die Inhaltsstoffe?

Salbei wirkt im Zahnputzpulver antibakteriell.
Salbei wirkt im Zahnputzpulver antibakteriell.
(Foto: CC0 / Pixabay / Lebensmittelfotos)

Salbei wirkt im Mundraum antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend. Das liegt an der enthaltenen Rosmarinsäure. Er hilft deshalb zum Beispiel gegen Zahnfleischentzündung, ist aber auch allgemein zur Unterstützung der Mundhygiene geeignet.

Auch die positive Wirkung der Rosskastanie bestätigen Zahnärzt:innen: Sie enthält Aesculin, einen gewebefestigenden Stoff, der das Zahnfleisch stärkt und die Zahnentwicklung unterstützen kann. 

Natron gilt als einfaches Hausmittel, um die Zähne zu bleichen. Die kleinen Natronkörnchen schmirgeln beim Zähneputzen Ablagerungen von den Zähnen und hellen so kurzfristig tatsächlich die Zahnoberfläche auf. Dauerhaft kann das Schmirgeln dem Zahnschmelz aber sogar schaden. Zahnpflegeprodukte, die Natron enthalten, sind deshalb zumindest mit Vorsicht zu genießen. Das gleiche gilt übrigens für Zahnputzpulver mit Schlämmkreide: Auch sie kann den Zahnschmelz angreifen.

Zahnputzpulver selber machen: Weitere Möglichkeiten

Für ein Zahnputzpulver mit frischem Geschmack: Pfefferminze.
Für ein Zahnputzpulver mit frischem Geschmack: Pfefferminze.
(Foto: CC0 / Pixabay / KenStock)

Die Rosskastanie enthält Saponine und verleiht dem Zahnputzpulver einen gewöhnungsbedürftigen, seifenartigen Geschmack. Alternativ kannst du dem Pulver verschiedene Zutaten hinzufügen, die es geschmacklich angenehmer machen: 

  • Gib zum Beispiel vor dem Pulverisieren einen Esslöffel Xylit (Birkenzucker) zu den übrigen Zutaten. Birkenzucker mildert nicht nur den Geschmack des Zahnputzpulvers ab, sondern beugt auch Karies vor
  • 10 bis 15 getrocknete Pfefferminzblätter geben dem Zahnputzpulver eine frische Note. Statt frischer Pfefferminze kannst du auch ein paar Tropfen Pfefferminzöl verwenden.
  • Alternativ zur Minze kannst du mit etwas Eukalyptusöl für einen frischen Geschmack beim Zähneputzen sorgen.
  • Auch mit einem halben Teelöffel Zimt kannst du das Zahnputzpulver geschmacklich verbessern. Zimt wirkt außerdem antibakteriell.

Wie wirksam ist selbstgemachtes Zahnputzpulver?

Ob du Zahnpasta oder Zahnpulver benutzt: Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
Ob du Zahnpasta oder Zahnpulver benutzt: Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
(Foto: CC0 / Pixabay / oswaldoruiz)

Zahnärzt:innen raten eher davon ab, Zahnputzpulver oder Zahnpasta selber zu machen. Das liegt vor allem daran, dass selbst hergestellte Produkte in der Regel kein Fluorid enthalten. Fluorid kann Karies vorbeugen und bekämpfen. Es ist deshalb wichtiger Bestandteil der meisten im Handel erhältlichen Zahnputzprodukte. Hinzu kommt, dass die meisten Zahnpulver Natron enthalten, das den Zähnen auf Dauer schaden kann.   

Wenn du selbstgemachtes Zahnputzpulver verwenden möchtest, solltest du dich auf jeden Fall mit deinem Zahnarzt oder deiner Zahnärztin absprechen. Nimm außerdem die regelmäßigen Kontrolltermine in der Praxis wahr – so können eventuelle Schäden frühzeitig erkannt werden. 

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