Dieser Rewe-Markt führt eine clevere Alternative zu Obsttüten aus Plastik ein

© Jörg Randebrock

Die Plastiktüte ist bereits aus vielen Supermärkten verschwunden, die durchsichtigen Plastikbeutel in den Obst- und Gemüseabteilungen halten sich jedoch hartnäckig. Ein Rewe-Markt will das nun ändern – mit einer einfachen Idee.

Seit zwei Wochen können Kunden des Rewe Randebrock in Wesseling ihr loses Obst und Gemüse in graue Kartons packen. „Die kostenlose Alternative zur Plastiktüte“ steht auf dem Schild, das auf die Kartons hinweist. Die Kartons gibt es schon länger, eigentlich sind sie für Pflanzen vorgesehen. Jörg Randebrock, Eigentümer der Filiale, hat sie nun umfunktioniert und in die Obst- und Gemüseabteilungen gestellt.

„Ich bin selbst ein Plastikhasser und probiere auch selber, auf Plastik zu verzichten“, erklärt Randebrock Utopia. Er wollte nicht mehr warten, bis Rewe die Plastikbeutel abschafft und ergriff deshalb selbst die Initiative. „Vielleicht können wir so auch ein Zeichen setzen und etwas Größeres bewirken“, sagt Randebrock.

Selbstständige Rewe-Filiale

Rewe Plastiktüte Obst Gemüse
Die Kartons in der Filiale von Rewe Randebrock. (© Jörg Randebrock)

Jörg Randebrock ist ein sogenannter selbstständiger „Partnerkaufmann“ – sein Markt gehört zur Rewe-Gruppe, er ist jedoch Eigentümer der Filiale und hat gewisse Freiräume, wie er den Markt und das Sortiment gestaltet. Er hofft, dass seine Aktion auch andere Filialen oder vielleicht sogar die ganze Rewe-Gruppe inspiriert.

 

Bei den Kunden kommen die Kartons aus Recycling-Papier gut an, viele sind begeistert von der Plastik-Alternative. Das Abwiegen verläuft unkompliziert, erklärt Randebrock: An der Kasse nimmt der Kassierer das Obst oder Gemüse einfach aus dem Karton und wiegt es lose ab.

Noch nachhaltiger wäre es natürlich, wenn jeder einfach eine eigene Tasche zum Einkaufen mitnimmt. Denn auch die Kartons sind Einwegprodukte, die aufwendig produziert werden und bald im Müll landen. Aber die Kartons aus Recycling-Pappe sind vor allem eine gute Alternative für alle, die spontan einkaufen gehen und keinen passenden Stoffbeutel dabei haben.

Auch der Kunde ist gefragt

Laser-Branding, Gemüsenetze, Kartons für Obst und Gemüse oder Verpackungen aus Graspapier – Supermärkte wie Rewe, Aldi und Co. entwickeln immer mehr Alternativen zu Plastik. Es liegt jedoch auch am Kunden, diese Alternativen zu nutzen, betont Randebrock.

Er konnte die durchsichtige Plastiktüte in der Gemüseabteilung noch nicht abschaffen – trotz der neuen Kartons. Es gebe Kunden, die auf die Tütchen bestehen. Randebrock plant deshalb, Gemüsenetze einzuführen, die Netze wurden bislang erst in einigen ausgewählten Rewe-Märkten getestet. Spätestens wenn die Netze auch in seine Filiale kommen, sollen die dünnen Tüten dann komplett verschwinden.

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