Corona-Isolation: Bitte jetzt nicht ausmisten

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Wegen des Coronavirus verbringen wir aktuell viel Zeit zu Hause. Eigentlich eine gute Gelegenheit, die Wohnung gründlich auszumisten. Warum wir das aber nicht tun sollten.

Lebensmittel einkaufen ist noch möglich, ebenso der Gang zur Arbeit und zu Ärzt*innen. Auch etwas Bewegung an der frischen Luft ist erlaubt. Abgesehen davon sollen wir zu Hause bleiben – so sehen es die Ausgangsbeschränkungen vor.

Bei so viel Zeit in der Wohnung kann einem schnell langweilig werden. Wie also die Zeit sinnvoll nutzen? Viele Menschen sind offenbar auf die Idee gekommen, ihre Wohnungen auszumisten. Seit Mitte März verzeichnen die Recyclinghöfe mehr Besucher als gewöhnlich, sagt der Verband kommunaler Unternehmen in einem Interview mit der Webseite „Myhomebook“.

Die Abfallbetriebe haben mehr zu tun

Jetzt sei allerdings der falsche Zeitpunkt, um auszumisten. „So nachvollziehbar es ist, die Zeit für einen Frühjahrsputz zu nutzen, bitten die kommunalen Entsorger, diese Arbeiten beziehungsweise die Entsorgung der anfallenden Abfälle auf einen späteren Zeitpunkt zu verlagern.“

Noch mehr Müll kann die Recyclinghöfe überfordern. Auch im Hausmüll wäre der Entrümpelungsmüll eine Belastung, denn die Abfallbetriebe haben zurzeit ohnehin mehr zu tun: Dem Verband kommunaler Unternehmen zufolge ist die Abfallmenge in den Haushalten gestiegen. Weniger Menschen sind im Urlaub, mehr zu Hause – sie produzieren mehr Müll als sonst.

Viele Wertstoffhöfe sind zu

An vielen Orten ist es außerdem gar nicht mehr möglich, Sperr- und Sondermüll fachgerecht zu entsorgen. Die Abfallwirtschaft München beispielsweise hat alle Wertstoffhöfe geschlossen. Wer trotzdem entrümpelt, muss die Abfälle lagern, bis die Höfe wieder öffnen.

Aber du kannst die Zeit zu Hause anders wertvoll gestalten – auch ohne die Wohnung zu entrümpeln. Einige Ideen:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(2) Kommentare

  1. Leider zeigt das wieder das Utopia oft an Stadtbewohner denkt. Landbewohner haben dagegen haben in der Regel ausreichend Keller-, Speicher- oder Schuppenräume, wo man sehr gut zwischenlagern kann, bis die Recyclinghöfe wieder aufhaben …

  2. Wäre toll, wenn man weiter verpackungsfrei einkaufen könnte. Aber die Supermärkte zicken jetzt rum, so als würden aus jeder Tupperdose die Viren nur so herausspringen. Warum sollen mitgebrachte Dosen eigentlich weniger hygienisch sein, als die Plastikhandschuhe, mit denen das Personal überall rumfingert, oder das Papier-Plastik, das die ganze Zeit offen herumliegt? Die Dosen werden doch bei richtiger Handhabung zu keiner Zeit vom Personal berührt. Ist es so aufwendig, das Tablett nach Benutzung zu reinigen? Zumal die Zahl der unverpackt-Einkäufer ja immer noch sehr überschaubar ist. Nach wie vor ist ja wohl der direkte Kontakt von Menschen der Übertragungsweg Nr. 1, während alles andere eher hypotetisch ist. Statt dessen wird jetzt wieder auf Einweg-Produkte gesetzt, was natürlich den Nachteil hat, dass sie endlich sind. Warum setzt man z. B. nicht auf kochfeste Mehrweg-Schutzkleidung made in Germany?