FFP2-Masken bei Stiftung Warentest: Nur vier Modelle sind zu empfehlen

FFP2 Maske
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Stiftung Warentest hat 20 FFP2-Masken getestet. Vier Masken können die Tester:innen empfehlen. Kritikpunkte waren nicht etwa eine unzureichende Filterleistung oder Schadstoffe, sondern mangelnder Trage- und Atemkomfort.

Mit FFP2-Masken schützen wir beim Tragen uns selbst und die Menschen um uns herum. Durch die Masken werden Aerosole abgehalten, die wir ausatmen. Aerosole sind ein Gemisch aus Luft und winzigen Tropfen. Von den Partikeln stoßen wir laut Stiftung Warentest beim Atmen 100 aus, beim Sprechen 200 und beim Niesen 20.000.

Drei Tests für die FFP2-Masken

Bereits im Februar hat Stiftung Warentest zehn FFP2-Masken darauf getestet, wie gut sie Aerosole abhalten, wie gut sie passen und ob sie die Atmung beeinträchtigen. Damals wurde nur für ein Modell eine Empfehlung ausgesprochen. Diesmal testete Stiftung Warentest noch zehn zusätzliche Modelle.

1. Wie gut filtert die Maske Aerosole?

Um herauszufinden, wie viele Aerosole die Masken filtern, spannten die Tester sie auf einen Halter, durch den Partikel strömen. Danach konnten die Tester bestimmen, wie viele Partikel durch das Material gedrungen sind. Die Filterwirkung lag bei allen Masken bei 99 Prozent, bei manchen sogar noch höher.

2. Welche Maske sitzt am besten?

Die Filterwirkung der FFP2-Masken kann durch einen schlechten Sitz vermindert werden. Für einen idealen Schutz müssen die Masken dicht am Gesicht liegen. Das Problem ist jedoch: Es gibt keine genormten Größen, wie bei Kleidung, sondern nur eine Größe, die möglichst vielen Menschen passen muss.

Für den Passformtest unterstützten Frauen und Männern der Berufsfeuerwehr Stiftung Warentest. Alle Maskenmodelle wurden von zehn Probanden getragen; dabei haben die Tester drauf geachtet, dass darunter unterschiedliche Gesichtstypen vertreten waren.

Zum Testen der Masken gingen die Probanden in eine Prüfkammer, in der wässrige und ungefährliche Aerosole herumschwirrten, und führten dort alltägliche Bewegungen aus: auf einem Laufband gehen, dabei sprechen, nicken und den Kopf drehen. Dünne Schläuche leiteten die ausgeatmete Luft zu einem Messgerät, mit dem die Tester messen konnten, wie viel Prüfaerosol sich in ihr befand. Je besser die Maske an Rändern saß, desto weniger des Prüfaerosols befand sich in der ausgeatmeten Luft.

Den idealen Sitz deiner FFP2-Maske kannst du ganz leicht selbst erkennen: Die Maske bläht sich beim Ausatmen auf, beim Einatmen zieht sie sich zusammen.

3. Wie gut ist der Atemkomfort?

Ob eine Maske die Atmung beeinträchtig prüften die Tester mit einem Prüfkopf, an den eine Art künstliche Lunge angeschlossen ist. Ein Sensor ermittelte dann den Widerstand, der sich beim künstlichen Ausatmen ergibt.

Die Ergebnisse von Stiftung Warentest

Die vier Testsieger sind die FFP2-Masken: 3M Aura 9320+, sowie die Modelle von Lindenpartner, Moldex und Uvex. Sie bieten Stiftung Warentest zufolge:

  • genug Atemkomfort,
  • saßen bei allen Testpersonen gut,
  • schneiden unauffällig in der Schadstoffprüfung ab und
  • sind dicht gegenüber Aerosolen.

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Sieben Masken sind wegen geringen Atemkomforts wenig geeignet:

  • Kingfa,
  • Leikang,
  • Mea Vita,
  • Taidakang,
  • Altapharma von Rossmann,
  • Hygisun und
  • Mivolis von dm.

Da Stiftung Warentest von Masken mit schlechtem Atemkomfort abrät, wurden nur 13 der 20 Masken auf Tragekomfort geprüft.

Bei sechs Modellen fanden Tester:innen Latexproteine in den Ohrschlaufen oder Kopfbändern. Da Latexproteine zu den Allergenen zählen, können sie Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Hautausschlag, auslösen. Das betrifft die Masken von:

  • Dräger,
  • Hum,
  • Kingfa,
  • Leikang,
  • Sentias und
  • Taidakang.

Die Angst vor Schadstoffen in FFP2-Masken ist unbegründet. Die Masken wurden auf Weichmacher, Nickel, Formaldehyd und PAK (poly­zyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) getestet. Stiftung Warentest hat bei keinem der Modelle was zu beanstanden.

Schlechtsitzende FFP2-Maske ist nicht besser als keine

Wenn eine FFP2-Maske nicht gut sitzt, schützt sie nur so viel wie eine medizinische Maske oder eine Stoffmaske. Diese Masken filtern jeweils 30 Prozent der Aerosole des Atems. Wenn zwei Menschen dann aufeinandertreffen, ergibt das zusammen etwa eine Gesamtabmilderung der Aerosole von 50 Prozent. Stiftung Warentest nennt das besser als nichts, aber hält eine Maske für erstrebenswert, die zu 100 Prozent dichthält.

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