Igel steckt fest: Ein Video zeigt, wie gefährlich Plastikmüll für Tiere ist

Foto: Screenshot Facebook / Daniel Minnich

Ein gedankenlos weggeworfener Plastikbecher wird einem Igel beinahe zum Verhängnis: Der kurze Clip seiner Rettung bewegt viele Menschen im Netz – und macht auf ein großes Problem aufmerksam.

„Schämt euch! Guckt mal, was passiert, wenn man solche Sachen auf dem Boden liegenlässt. Einfach unfassbar“, sagt Daniel Minnich in einem kurzen, selbstgedrehten Video. Währenddessen rettet er einen Igel aus einer verzweifelten Lage: Das Tier war mit dem Kopf in einem Plastik-Eisbecher steckengeblieben und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.

Vorsichtig löst Minnich zuerst den unteren Teil des Bechers. Der obere Plastikrand umschließt den Hals des verängstigten Igels wie ein Kragen – und lässt sich nur entfernen, indem der Retter ihn leicht zusammendrückt. „So, der Kleine ist wieder frei“, stellt er dann zufrieden fest, während der Igel noch nicht ganz zu wissen scheint, wie ihm geschah.

„Hört endlich auf, so achtlos Müll wegzuwerfen“

Hier kannst du das ganze Video bei Facebook sehen (eventuell musst du zuerst die Ansicht aktivieren):

Den nur 37-sekündige Clip hat Minnich in einem Industriegebiet in Soest aufgenommen. Ende Oktober postete er das Videobei Facebook, seitdem wurde es mehr als 50.000 Mal geteilt (Stand: 6. November) und fast 800 Mal kommentiert.

Viele loben das vorbildliche Engagement und unterstützen die Botschaft, die dem Igel-Befreier anscheinend am Herzen liegt. Eine Userin schreibt: „Dankeschön an den Retter. Hört endlich auf, so achtlos Müll wegzuwerfen. Und sagt nein zu all den Plastikbechern.“ Eine andere Kommentatorin fragt sich: „Wann werden endlich diese blöden Einmal-Kaffeebecher und jegliches Plastik-Wegwerfgeschirr verboten?“

Viele traurige Beispiele zeigen die Gefahr für Tiere

Dem Igel aus dem Video hätte es bereits geholfen, wenn der Becher nicht achtlos in die Natur geworfen worden wäre – sondern wenn der Verantwortliche den Müll korrekt entsorgt hätte. Aber auch das ist keine befriedigende Lösung: Über 8 Millionen Tonnen Plastik landen jährlich in den Meeren, wo Meeressäuger, Fische und Vögel daran verenden – sei es, weil sie den Kunststoff fressen oder weil sie sich in größeren Teilen verfangen.

Lies hier mehr dazu: Plastik im Meer – was kann ich dafür?

Dass Plastikmüll eine große Gefahr für Tiere ist, zeigen regelmäßig viele traurige Einzelbeispiele: Etwa das Bild einer Robbe, die in einem Plastiknetz gefangen ist oder ein Videoclip von einem Mini-Oktopus, der in einem Plastikbecher wohnt – obwohl dieser ihm kaum Schutz bietet.

Das kannst du selbst gegen das Plastikmüll-Problem tun

Wenn das Video der Igel-Rettung einmal mehr auf dieses Problem aufmerksam macht, ist das eine gute Sache – und trägt hoffentlich dazu bei, dass Menschen hinterfragen, wie viel Müll sie produzieren. Die gute Nachricht: Es gibt eine Menge, was wir tun können – indem wir auf Plastik verzichten, wann immer es möglich ist. Hier findest du viele Tipps dazu:

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