„Extremhitzegürtel“: Forscher:innen warnen vor 52 Grad Celsius

„Extremhitzegürtel“: Forscher:innen warnen vor 52 Grad Celsius
Foto: Unsplash / Patrick Perkins

Auf Menschen in den USA kommen laut einer neuen Prognose extreme Temperaturen zu. Und das schon im nächsten Jahr. Staaten im Landesinneren bilden den sogenannten „Extremhitzegürtel“.

Rund acht Millionen Menschen in den USA werden im kommenden Jahr extreme Temperaturen zu spüren bekommen. 2053 soll sich die Zahl der Betroffenen verdreizehnfachen – zu dieser Prognose kommt die Nichtregierungsorganisation First Street Foundation in einer Studie.

Demnach könnten 2053 mehr als hundert Millionen Menschen in den USA in Regionen leben, in denen an mindestens einem Tag im Jahr Temperaturen von bis zu 52 Grad Celsius herrschen. Von einem „Extremhitzegürtel“ ist die Rede. Ein Viertel der US-Landfläche wäre dann betroffen.

Jenes Gebiet erstreckt sich laut der Studie vom Norden des Bundesstaates Texas und Louisiana über Illinois und Indiana bis nach Wisconsin – Regionen, die fernab der Küsten liegen, wo das Meer für ausgeglichenere Temperaturen sorgt. Die Foundation weist zudem auf den Klimawandel hin, der diese Entwicklung bedinge.

„Die Folgen werden katastrophal sein“

Die Bezeichnung Extremhitzegürtel richtet sich nach der höchsten Hitze-Kategorie des nationalen Wetterdienstes der USA. Bei gefühlten Temperaturen von mehr als 125 Fahrenheit – das entspricht 51,7 Grad Celsius – wird hier von „extremer Gefahr“ gesprochen. 

Die gefühlte Temperatur bildet die Temperatur ab, wie sie vom menschlichen Körper empfunden wird. Neben der eigentlichen Lufttemperatur wird zudem die Luftfeuchtigkeit berücksichtigt. „Die Folgen werden katastrophal sein“, sagte Matthew Eby, Gründer und CEO der First Street Foundation einer Mitteilung zufolge.

Um ihr Modell zu erstellen, analysierten die Studien-Autor:innen unter anderem Satellitendaten zu Lufttemperaturen und Temperaturen der Erdoberfläche zwischen 2014 und 2020. Sie berücksichtigten Faktoren wie die Höhe einer Gegend, die Absorption von Wasser, die Distanz zu einer Wasserfläche und zu einer Küste ein und arbeiteten dann mit Prognosen des Weltklimarats IPCC zur klimatischen Entwicklung der kommenden Jahrzehnte.

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