10 Slowness-Trends, die du kennen solltest

Schildkröte slow
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Tagtägliches Hetzen, Stress und Sorgen: Wir leben in schnellen Zeiten. Dabei kann es einem schon mal schwindlig werden. Diese 10 Slowness-Trends wollen unser Leben entspannter machen.

Das bedeutet SLOW

Durch den Slowness-Trend leben wir bewusster
Durch den Slowness-Trend leben wir bewusster
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Es muss nicht immer höher, schneller, weiter, besser sein. Denn nicht in jedem Fall ist Wachstum eine gute Sache. Wir verlieren dadurch oft den Blick für das Wesentliche. „Slow“ als Trend ist zur Gegenbewegung für diese Schnelllebigkeit geworden. Das Wort „Slow“ bedeutet dabei nicht nur langsam, es ist auch ein  Initial-Wort, dass sich aus den folgenden englischen Begriffen zusammensetzt:

  • Sustainable (Nachhaltig)
  • Local (Regional)
  • Organic (Bio) 
  • Whole (nicht weiter verarbeitet) 

Wer sich nach diesen Werten richtet, schafft es achtsamer und entspannter zu leben. Wie du das auch schaffen kannst, verraten wir dir mit den zehn besten Slowness-Trends: 

1. Slow Fashion

T-Shirt für 3 Euro und ständig neue Kollektionen in den Schaufenstern der großen Mode-Ketten: Was wir mit unserem Konsum anrichten, ist den meisten nicht bewusst. Slow Fashion ruft zu einem bewussten und überlegten Kleiderkauf auf. Bei diesem Slowness-Trend werden Kleider repariert, secondhand oder von Fair Fashion-Marken gekauft (z.B. online bei **Avocadostore). Auch die immer beliebteren Kleidertausch-Partys, bei denen selten getragene Klamotten weitergegeben werden, sind teil dieses Trends. 

2. Slow Travel

Beim Slow Travel ist der Weg das Ziel
Beim Slow Travel ist der Weg das Ziel
(Foto: CCO/pixabay/free-photos)

Mallorca, USA oder Sri Lanka – noch nie war Reisen so einfach wie heute. Mit dem Flugzeug kommen wir meist ohne großen Aufwand von einem Ende der Welt an das andere. Am Urlaubsort angekommen, werden meist die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Es muss schnell gehen bei den wenigen Urlaubstagen, die wir pro Jahr haben.

Aber es geht auch anders: Nur wer langsam reist, kann ein Land wirklich begreifen. Im Urlaub sollten wir uns die Zeit nehmen fremde Eindrücke aufzusaugen. Durch die Veränderungen der Landschaften, wächst auch unser Bewusstsein für die Umwelt immer mehr. Noch besser wirkt der Slow-Travel-Effekt, wenn wir bei unseren Reisen kein Ziel haben und uns nur auf den Weg konzentrieren. 

3. Slow City

Die „Slow City“-Bewegung wurde im italienischen Orvieto gegründet. Ziel des Ganzen: Kleinstädte sollen ihre ursprüngliche Struktur beibehalten. Gelingen soll dies durch ein Autoverbot in der Innenstadt, keine großen Supermarktketten, regionale Produkte und nachhaltige Energie. Anstatt Verzicht üben zu müssen, gewinnen die Bewohner an Lebensfreude dazu. Auch in Deutschland gibt es Kleinstädte, die versuchen so nachhaltig und langsam wie möglich zu leben.

4. Slow Food

Durch den Trend wird Essen wieder schätzen gelernt
Durch den Trend wird Essen wieder schätzen gelernt
(Foto: CCO/pixabay/RitaE)

Geht es um Slowness-Trends, ist „Slow Food“ wohl der bekannteste. Er steht für genussvolles, bewusstes und regionales Essen. Den Namen verdankt „Slow Food“ dieser Organisation. Anstatt hastig einen Imbiss-Burger hinunter zu schlucken, nimmst du dir bei diesem Slowness-Trend Zeit für dein Essen und dessen Zubereitung Zeit. Die Ess- und Trink-Kultur wird so am Leben gehalten und alte Rezepte geraten nicht in Vergessenheit. Auch wird beim Slow Food die Arbeit des Lebensmittel-Erzeugers geschätzt und die Landwirtschaft durch bewussten Konsum gefördert.  

5. Slow Parenting

Eine achtsame Kindererziehung steht beim „Slow Parenting“ im Vordergrund. Kinder sollen ohne Wettbewerb mit anderen aufwachsen. Anstatt nur auf Druck von außen zu achten, steht bei dem Slowness Trend die Familie und gemeinsam verbrachte Zeit ohne Ablenkung (z.B. durch Smartphones) im Fokus. 

6. Slow Gardening

Ohne Stress und Hektik im Garten
Ohne Stress und Hektik im Garten
(Foto: CCO/pixabay/Hans)

Nur in Deutschland spricht man von Gartenarbeit. Ein Garten aber sollte etwas sein, dass uns Freude macht und nicht als Arbeit verstanden wird. Beim „Slow Gardening“ lässt man das eigene Grün im Einklang mit den Jahreszeiten wachsen und gedeihen. Selbst machst du dabei nur das Allernötigste. Ständiges Rasenmähen und lästiges Sträucher zurückschneiden wird auf ein Minimum reduziert. Handarbeit schlägt dabei Maschinen und das Wohl der Pflanzen steht stets im Vordergrund. Als Belohnung bekommst du frische Kräuter, Obst und Gemüse. Bei einem besonnen Umgang mit der Natur gibt es keinen Platz für Stress und Hektik – ganz im Sinne des Slowness-Trends. 

7. Slow Aging

Wir alle werden älter. Ein ganz natürlicher Prozess, der sich nicht aufhalten lässt. Trotzdem bringt die Kosmetik-Industrie immer wieder neue Produkte auf den Markt, die uns möglichst lange eine jugendliche Haut bescheren sollen. Beim „Slow Aging“-Trend geht es darum, das Altern als etwas Positives anzunehmen. Zu diesem Slowness-Trend gehört auch, sich gesund zu ernähren, auf natürliche und selbstgemachte Beauty-Produkte zurückzugreifen und ein achtsames Leben zu führen, zum Beispiel indem du Stress reduzierst.

8. Slow Media

Die Qualität der Nachricht ist entscheidend
Die Qualität der Nachricht ist entscheidend
(Foto: CCO/pixabay/StockSnap)

Bei Slow Media geht es weniger um den Verzicht von Internet, Fernsehen oder Smartphone. Viel mehr beschäftigt sich der Trend mit der Qualität der konsumierten Inhalte, wie zum Beispiel Zeitungsartikel oder Nachrichten. Die Relevanz der News, die wir Tag für Tag zu hören und zu sehen bekommen, steht im Mittelpunkt. 

9. Slow Science

Nicht der Druck, eine möglichst schnelle Lösung für gesellschaftliche Probleme zu finden, sollte die Wissenschaft vorantreiben. Anhänger von „Slow Science“ sind davon überzeugt, dass wirksame Entdeckungen nur durch Neugierde und Beständigkeit gemacht werden können. Wissenschaft braucht Zeit, neue Erkenntnisse können nicht unter Zeitdruck entstehen.

10. Slow Education

Slowness Trends tun auch Kindern gut
Slowness Trends tun auch Kindern gut
(Foto: CCO/pixabay/langll)

Ein Recht auf Langeweile fordert die „Slow Education“, denn nur so können eigene Idee und Kreativität entstehen. Kinder sollen bei diesem Slowness-Trend lernen, eigenständig ihre Zeit einzuteilen und dürfen einfach nur Kind sein.

Und dafür brauchen sie nur eins: Freiraum, in dem sie ohne Vorgaben von Lehrern, Erziehern oder Eltern machen was sie wollen. Im oft vorgefertigtem Schulschema bleiben dafür viel zu wenig Möglichkeiten. Durch „Slow Education“ lernen Kinder ihren eigenen Eingebungen zu folgen und zu vertrauen. 

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