5 Tricks, damit der Garten während des Urlaubs schön bleibt

Ruhen im Urlaub
Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign

Im Sommer ist der Garten besonders schön und ertragreich. Bist du im Urlaub, kannst du fünf Tipps beachten, damit er nicht eingeht – denn die Pflanzen brauchen bei Hitze und Sonne besondere Pflege.

Im Sommer blüht der Garten erst so richtig auf. Blumen tragen prächtige Blüten, Bäume und Sträucher tragen Früchte. Gleichzeitig braucht dein Garten bei hohen Temperaturen und viel Sonnenschein auch aufmerksame Pflege. Nur, wenn die Wasserversorgung gesichert ist und die Standortverhältnisse stimmen, können die Pflanzen gedeihen. 

Wenn du in den Urlaub fährst, kannst du die Pflege nicht mehr selber übernehmen. Damit dein Garten bei deiner Heimkehr trotzdem noch schön und gesund ist, gibt es einige Dinge, die du beachten solltest. Folge dazu diesen fünf Tipps. 

#1: Den Garten vorbereiten

Bereite deinen Garten vor, bevor du in den Urlaub fährst.
Bereite deinen Garten vor, bevor du in den Urlaub fährst.
(Foto: CC0 / Pixabay / photoAC)

Beginne mit der Gartenpflege schon vor deinem Urlaub. Bereite deinen Garten so vor, dass er für einige Zeit ohne tägliche Pflege auskommt.

Das kannst du konkret tun, um deinen Garten auf deine Abwesenheit vorzubereiten:

  • Informiere dich zunächst, welche Gartenarbeiten im Juli und im August anstehen. Stelle sicher, dass du die wichtigsten Aufgaben vor deinem Urlaub erledigst.
  • Jäte Unkraut, damit der Garten in deiner Abwesenheit nicht überwuchert.  
  • Untersuche die Pflanzen nach Schädlingen. So kannst du bei Bedarf noch Maßnahmen einleiten und andere Pflanzen schützen. 
  • Verzichte auf den Einsatz von Dünger. Dieser würde das Wachstum anregen und den Pflegeaufwand und Wasserbedarf der Pflanzen erhöhen. 
  • Gieße Blumen und Pflanzen in deinen Beeten gegebenenfalls etwas weniger, damit sie sich an die geringere Wasserversorgung gewöhnen können. 
  • Kürze das Gras bei Bedarf. Es ist sehr resilient und wird auch ohne Pflege während des Urlaubes überleben. Komplett mähen solltest du es jedoch nicht, wenn heiße Tage anstehen. Dann können sich trockene Stellen und kahle Flächen bilden. 
  • Ernte alles, was reif ist aus deinem Gemüsegarten, damit nichts verfault. Nimm deine Ernte mit in den Urlaub, konserviere die Lebensmittel oder teile deinen Ertrag mit Nachbar:innen und Bekannten.

Wenn dein Garten vorbereitet ist, dann kümmere dich um die Pflege während deiner Abwesenheit. Am einfachsten ist es, wenn du Nachbar:innen oder Freund:innen um Hilfe bittest. 

#2: Nachbar:innen fragen

Frage Nachbar:innen um Hilfe bei der Gartenpflege, während du im Urlaub bist.
Frage Nachbar:innen um Hilfe bei der Gartenpflege, während du im Urlaub bist.
(Foto: CC0 / Pixabay / RyanMcGuire)

Frage deine Nachbar:innen, Bekannten oder Familie und Freund:innen um Unterstützung. Auf diese Weise hast du am meisten Gewissheit, dass dein Garten deine Abwesenheit gut übersteht. Biete deinen Helfer:innen als Gegenleistung zum Beispiel an, die Ernte aus dem Garten zu nutzen oder die Pflege ihres Gartens zu übernehmen, wenn sie im Urlaub sind. 

Wenn du jemanden findest, der sich um deinen Garten kümmert, dann bereite die Person auf ihre Aufgabe vor. Das solltest du dafür tun:

  • Gib klare Anweisungen, welche Aufgaben wichtig sind und was die Person im Garten machen muss.
  • Erstelle einen Bewässerungsplan, in dem du erklärst, was der Helfer oder die Helferin wann und wie viel gießen muss. 
  • Stelle alle Geräte, die benötigt werden, zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Gießkanne, Gartenschlauch und eventuell Handwerkszeuge. 
  • Hebe die Prioritäten hervor. So weiß dein:e Helfer:in, worauf besonders zu achten ist. 

Tipp: Die Pflege im Gewächshaus braucht etwas mehr Aufmerksamkeit im Sommer. Hier kann sich die Hitze stauen und die erhöhte Sonneneinstrahlung kann die Pflanzen hinter dem Glas verbrennen. Weise deine Nachbar:innen auf die Umstände hin. Um sicherzugehen, dass die Pflanzen im Gewächshaus überleben, lasse die Fenster auf für eine gute Ventilation. Stelle Pflanzen auf den Boden oder in der Schatten von anderen Gewächsen, damit sie nicht der direkten Sonne ausgeliefert sind. 

#3: Wasserversorgung sicherstellen

Sorge in erster Linie für eine kontinuierliche Wasserversorgung.
Sorge in erster Linie für eine kontinuierliche Wasserversorgung.
(Foto: CC0 / Pixabay / ejaugsburg)

Das Wichtigste für die Pflanzen im Sommer ist die Wasserversorgung. Wenn das Wasser an heißen Tagen fehlt, dann vertrocknen deine Pflanzen und der Garten leidet während deiner Abwesenheit. Stelle deshalb sicher, dass dein Garten mit genug Wasser versorgt ist. 

Das kannst du konkret tun, damit dein Garten nicht vertrocknet. 

  • Installiere ausgediente Glasflaschen mit schmalem Hals als Wasserspeicher für Pflanzen in Beet und Kübel. Fülle die Flasche mit Wasser, drehe sie schnell um und stecke den gesamten Flaschenhals der Flasche rasch in die Erde. Die Flasche sollte dabei in der Nähe der Topfmitte sein. Durch die umgedrehte Flasche sickert das Wasser einfach in die Erde, wenn diese trocken wird. Mehr Ideen für einfache Bewässerungslösungen findest du hier: Pflanzen bewässern im Urlaub: DIY-Bewässerungsideen
  • Auch Ollas helfen bei der Bewässerung. Dies sind Gefäße aus Terrakotta, die als Bewässerungshilfe dienen. Wenn du Ollas mit Wasser befüllst und in der Nähe deiner Pflanzen eingräbst, dienen sie insbesondere in Trockenperioden als Wasserspeicher. Sie eignen sich insbesondere für Hochbeete als auch normale Blumen- und Gemüsebeete. Ollas kannst du selber bauen oder im Baumarkt bekommen. 
  • Stelle Pflanzen in Tontöpfen in einen Eimer Wasser, damit diese sich mit Wasser vollsaugen können. Das Material des Topfes speichert extra Feuchtigkeit und kühlt die Erde. 
  • Stelle anschließend die Kübel oder Töpfe in den Schatten. Hier sind die Pflanzen vor Sonneneinstrahlung geschützt. Platziere sie am besten unter einem Baum, sodass sie bei Regen auch etwas Wasser abbekommen. 
  • Installiere bei Bedarf ein Sonnensegel oder Netze, um Pflanzen in Beeten vor Sonneneinstrahlung zu schützen. 
  • Platziere Pflanzen in Blumentöpfen in einer flachen Schale oder in einem Untersetzter. Fülle diese bis zu einem Viertel mit Wasser, sodass die Wurzeln stets Wasser aufsaugen können. Achtung: Diese Methode solltest du nur anwenden, wenn du für maximal eine Woche unterwegs bist, da die Pflanzen sonst anfangen zu faulen. Einige Gewächse wie Lavendel sind empfindlich für Staunässe und vertragen diese Variante nicht. 
  • Wässere Sträucher und Bäume im Beet vor deiner Abfahrt einmal sehr ausgiebig. Sie sind weniger anfällig für Trockenheit als Pflanzen in Kübeln, da sie mehr Erde zum Auffangen und Speichern von Wasser haben. Besonders junge Bäume brauchen genügend Wasserzufuhr in den ersten Wachstumsjahren. 

Diese Methoden sind alle nur für eine begrenzte Zeit geeignet. Solltest du deinen Garten für mehr als eine Woche alleine lassen, ist es ratsam, jemanden um Mithilfe zu fragen. Alternativ lohnt es sich für dich vielleicht auch in ein Bewässerungssystem zu investieren, das über eine Zeitschaltuhr deine Pflanzen mit Wasser versorgt.

#4: Erde mulchen und schützen

Lasse die Erde nicht der Sonne ausgesetzt, sondern schütze sie mit einer Schicht Mulch.
Lasse die Erde nicht der Sonne ausgesetzt, sondern schütze sie mit einer Schicht Mulch.
(Foto: CC0 / Pixabay / Nadezhda56)

Damit die Erde das Wasser länger speichern kann, ist es außerdem wichtig, die Oberfläche zu schützen. Erde, die offen liegt, ist starker Witterung ungeschützt ausgesetzt. So kann Wasser bei Hitze schnell verdunsten und die Pflanzen vertrocknen. Außerdem wird die Oberfläche bei Starkregen oder Sturm in Mitleidenschaft gezogen. 

Schütze die Erde in deinen Beeten und Kübeln deshalb mit einer Schicht Mulch. Sie hilft dabei, das Wasser in der Erde und somit bei den Wurzeln der Pflanzen zu halten. Außerdem kann sie die Gewächse vor starker Hitze schützen. 

Diese Materialien eignen sich zum Beispiel als Mulch:

Mehr Infos findest du in unserem Artikel zu Mulchen: Material, Tipps und mögliche Risiken.

#5: Rückschnitt

Einige Pflanzen können im Somme schon zurückgeschnitten werden.
Einige Pflanzen können im Somme schon zurückgeschnitten werden.
(Foto: CC0 / Pixabay / CarlottaSilvestrini)

Als vorsorgende Pflege kannst du einige Pflanzen vor dem Urlaub zurückschneiden. Durch den Rückschnitt verringerst du die Blattfläche, über die die Pflanze Wasser verlieren kann. Somit kommt sie mit weniger Wasser aus. Außerdem bietet sie der Sonne eine geringere Oberfläche und verbrennt nicht so schnell. 

Zurückschneiden solltest du nur solche Pflanzen, die schnittverträglich sind. Dazu gehören zum Beispiel einige Rosenarten und andere Sträucher. Informiere dich zunächst, welche Pflanzen in deinem Garten einen Rückschnitt im Sommer vertragen. Den Schnittabfall kannst du je nach Bedarf auch gleich als Mulchschicht verwenden. 

Übrigens: Nicht nur die Pflanzen im Garten brauchen aufmerksame Pflege im Sommer. Auch Gewächse auf Balkon und Terrasse können im Hochsommer leiden. In einem weiteren Artikel verraten wir dir fünf Tipps, um Balkonpflanzen vor Hitze zu schützen.

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