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Küchengarten: Schön und nützlich

küchengarten
Foto: CC0 / Pixabay / Skitterphoto

Ein Küchengarten ermöglicht es dir, auch auf wenig Platz Gemüse, Obst und Kräuter anzubauen. Wie du Nutzpflanzen optisch ansprechend anordnen und miteinander kombinieren kannst, erfährst du hier.

Ein Küchengarten vereint die Nützlichkeit eines Gemüsegartens mit der Ästhetik eines Ziergartens. In einem Küchengarten baust du nämlich möglichst platzschonend Gemüse- und Obstpflanzen an, die auch optisch Eindruck machen. Grundvoraussetzung dafür ist ein kleines Stück Garten.

Küchengarten: Das steckt dahinter

Das Wort „Küchengarten“ bezeichnete im 17. Jahrhundert den Obst- und Gemüsegarten eines Hofes. Damals waren die Gärten im Allgemeinen größer, denn die Ernte musste ausreichen, um alle Bewohner:innen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Heute erfährt der Obst- und Gemüsegarten ein Comeback. Allerdings reicht für heutige Küchengärten schon ein kleines Stück Beet aus, denn komplett selbst versorgen musst du dich nicht mehr.

Was ein einfaches Gemüsebeet von einem Küchengarten unterscheidet, ist vor allem eine ansprechende Optik des Küchengartens. In einem Küchengarten sollen die verwendeten Nutzpflanzen nicht einfach nur Früchte tragen, sondern auch dekorativ sein. Um für mehr Ästhetik im Küchengarten zu sorgen, kannst du zum Beispiel folgende Hinweise umsetzen:

  • Wähle Nutzpflanzen mit unterschiedlich farbigen Blüten: Es gibt viele Kräuter und Gemüsepflanzen mit ansprechenden Blüten und Blättern. Besonders farbenprächtige Blüten tragen zum Beispiel die Feuerbohne, Zwiebeln, der Gartenkürbis, Zitronenmelisse oder Rosmarin.
  • Auch die Ernte selbst kann den Garten verschönern. So sorgen knallrote Tomaten, pinke Himbeeren und unterschiedlich farbige Salatblätter für schöne Farbakzente, die du gezielt in deinem Küchengarten setzen kannst.
  • Um für eine bessere Übersicht und Ordnung zu sorgen, kannst du auch schon kleine Gemüsebeete in mehrere Reihen unterteilen und verschiedene Pflanzen somit voneinander abgrenzen. Als Grenzen eignen sich zum Beispiel geflochtene Weidenzäunchen.
  • Auch kleine dekorative Gartenfiguren kannst du zwischen die einzelnen Reihen und Pflanzen stellen.
  • Achte zudem darauf, die Pflanzen je nach ihrer Größe zu variieren und anzuordnen. So kannst du aus der Gruppe der Nutzpflanzen zwischen rankenden Kletterpflanzen, Bodendeckern oder kleinen Büschen wählen.

Küchengarten: Das sind die Vorteile

In einem Küchengarten kannst du selbst angebautes Obst und Gemüse ernten.
In einem Küchengarten kannst du selbst angebautes Obst und Gemüse ernten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Elsemargriet)

Legst du deinen eigenen Küchengarten an, kannst du zwei große Vorteile eines Gartens kombinieren: Du kannst dich einerseits an den Blüten und Farben erfreuen und andererseits selbst angebautes Obst und Gemüse ernten. Dabei kannst du lernen, auch schon auf einer kleinen Fläche effizient Nutzpflanzen anzubauen. Auch wenn du dich damit nicht selbst versorgen kannst, kannst du immerhin teilweise von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten profitieren.

Das ist auch aus ökologischer Perspektive sinnvoll: Schließlich kannst du so regionale Lebensmittel ernten, die ganz ohne Pestizide und Kunstdünger gewachsen sind. Um dies zu gewährleisten, solltest du nur organischen Dünger in Maßen verwenden. Auf Pestizide kannst du zudem verzichten, da Mischkulturen generell weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten sind. Zudem gibt es einige Nutzpflanzen, die speziell bestimmte Schädlinge vertreiben. So hilft Salbei zum Beispiel gegen Schnecken. Bohnenkraut vertreibt Blattläuse und Minze hält Ameisen fern. Mehr dazu erfährst du hier: Schädlinge im Garten natürlich bekämpfen: 4 Tipps

Ein weiterer Vorteil von selbst angebautem Gemüse ist, dass du dich für Bio-Saatgut entscheiden. Dieses ist frei von Gentechnik und du unterstützt den Erhalt der Sortenvielfalt, denn Bio-Samen gibt es auch von alten, inzwischen fast verdrängten Gemüse- und Obstsorten. 

Nicht zuletzt kannst du auch im Küchengarten auf kleiner Fläche von den Vorteilen für das Wohlbefinden profitieren, die dir auch ein großer Garten bietet. So kannst du beim Graben, Umtopfen, Gießen und Ernten entschleunigen und dich in Achtsamkeit üben. Weitere Infos zu diesem Thema kannst du hier nachlesen: Garten ist Therapie: 6 Tipps, wie dich Gärtnern glücklich macht

So legst du deinen Küchengarten an

Auch Nutzpflanzen, wie Mangold, sorgen im Beet für Farbakzente.
Auch Nutzpflanzen, wie Mangold, sorgen im Beet für Farbakzente.
(Foto: CC0 / Pixabay / PMAnguita)

Wenn du auf den Geschmack gekommen und jetzt deinen eigenen Küchengarten anlegen möchtest, können dir folgende Hinweise weiterhelfen:

  • Bevor du Jungpflanzen und Saatgut kaufst, solltest du vorher deinen kleinen Garten gut planen. Welche Nutzpflanzen möchtest du unbedingt selbst anbauen? Welche Pflanzen vertragen sich gut, welche gar nicht? Welche Pflanzen schützen sich gegenseitig vor Schädlingen? Informiere dich zudem über die unterschiedlichen Erntezeitpunkte. Eventuell kannst du deinen Küchengarten dann so aufbauen, dass du fast das ganze Jahr über frische Kräuter sowie Gemüse und Obst ernten kannst.
  • In der Planungsphase kann dir auch eine kleine Skizze dabei helfen, die Pflanzen später möglichst effizient im Beet anzuordnen.
  • Grundsätzlich kannst du alle Nutzpflanzen anbauen, die gut im Beet gedeihen. Empfehlenswert für den Küchengarten sind dabei zum Beispiel Tomaten, Basilikum, Möhren, Zwiebeln, Radieschen, Petersilie, Zucchini, Salat, Kohlrabi, Brombeeren oder Erdbeeren. Weitere Informationen dazu findest du zum Beispiel hier: Naturgarten & Biogarten für Gemüse, Kräuter, Salat & Obst

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