Babybrei-Rezepte: Selbermachen mit Getreide, Obst und Gemüse

Babybrei ganz einfach selbermachen
Foto: Anika Martin / utopia.de

Selbst gemachter Babybrei schmeckt nicht nur besser als der gekaufte – du kennst auch alle Inhaltsstoffe. Wir zeigen dir wie du Getreide-, Obst- und Gemüsebrei selber zubereiten kannst.

Ein Gang durch einen Drogeriemarkt zeigt, dass das Angebot an Brei im Gläschen unfassbar groß ist. Die Verführung ist also groß, zu diesem vielfältigen „Fast Food“ zu greifen. Dabei sind in den Gläschen oft Schadstoffe und wenig Gemüse enthalten. Wir zeigen dir, dass es leckerer, gesünder und sogar preiswerter ist, selber Brei zuzubereiten. Auch für Kochmuffel ist es machbar, denn der Aufwand ist nicht groß und es kann Vieles auf Vorrat zubereitet werden.

Babybrei-Rezept #1: Mittagsbrei aus Gemüse

Als ersten Brei zur Beikost neben dem Stillen oder der Pre-Milch führen viele Mütter den Mittagsbrei ein. Hier erleben Babys oft ihre ersten Geschmackserlebnisse nach der Mutter- oder Flaschenmilch. Für das Basisrezept brauchst du:

  • 100g Bio-Gemüse (z.B. Möhren)
  • 50g Bio-Kartoffeln
  • 80ml Wasser
  • 1 EL Rapsöl

Achte darauf, dass alle Zutaten Bio-Qualität haben und idealerweise aus regionalem Anbau stammen. In unserem Saisonkalender siehst du, welche Obst- und Gemüsesorten du je nach Monat gut verwenden kannst.

Gemüsebrei selber machen – so geht’s

Klein geschnittenes Gemüse im Topf
Klein geschnittenes Gemüse im Topf
(Foto: Anika Martin / utopia.de)
  1. Schäle die Kartoffeln und Möhren und wasche sie gründlich ab. Schneide sie dann in etwa 2cm große Stücke.  
  2. Gib das Gemüse und die Kartoffeln zusammen mit dem Wasser in einen kleinen Topf und schließe ihn mit einem Deckel.
  3. Erhitze den Topf bis das Wasser kocht und schalte die Temperatur dann etwas herunter, so dass das Wasser weiter köchelt. 
  4. Prüfe nach 10 Minuten, ob das Gemüse so weich ist, dass du es mit einer Gabel teilen kannst. Es sollte aber nicht zu weich werden, da sonst wichtige Nährstoffe verloren gehen. 
  5. Nimm das Gemüse vom Herd und lass es kurz etwas abkühlen. 
Extra weich für Babys Gaumen
Extra weich für Babys Gaumen
(Foto: Anika Martin / utopia.de)

Dann pürierst du alles mit einem Pürierstab. Wenn die Konsistenz zu fest ist, füge noch etwas abgekochtes Wasser hinzu. Gerade kleinere Babys mögen ihren Brei oft etwas flüssiger. Das Rapsöl gibst du erst vor dem Verzehr hinzu. Wenn du nur kleine Portionen fütterst, reichen auch ein paar Tropfen Öl pro Portion aus. Das Öl ist für die Aufnahme von fettlöslichen Nährstoffen im Gemüse notwendig.

Du kannst den Brei im Kühlschrank aufbewahren (bis zu drei Tage) oder einfrieren. Dazu verschließt du den noch heißen Brei in sauberen Schraubgläschen, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Sobald der Brei abgekühlt ist, stellst du die Gläser in die Tiefkühltruhe.

Rezept-Varianten für den Gemüsebrei

In den ersten Monaten brauchen Babys noch keine großartige Abwechslung bei ihrem Essen. Sie müssen sich erst langsam an ihren neuentdeckten Geschmack gewöhnen. Allmählich kannst du aber ein wenig experimentieren:

  • Tausche z. B. die Möhren gegen Pastinaken, Kürbis oder Brokkoli aus. Nahezu jedes Bio-Gemüse ist geeignet. Statt Kartoffeln kannst du Vollkornnudeln oder Reis garen.
  • Auch Bio-Fleisch oder -Fisch kannst du bei Bedarf im Brei verarbeiten. Dazu garst du einfach 30g kleingewürfelt gemeinsam mit dem Gemüse. Füge dann noch 2 EL Apfelsaft (100% Direktsaft) oder 2 TL Obstmus hinzu oder reiche es als Dessert. Die Vitamine aus dem Obst führen dazu, dass der Körper das Eisen aus Fleisch oder Fisch besser aufnimmt. 
  • Für die vegetarische Variante kann das Fleisch auch durch eisenreiches Getreide wie Hirse ersetzt werden. Dazu einfach 1 EL Getreideflocken am Ende des Kochens zum Gemüse geben und kurz mitkochen. Auch bei dieser Variante noch Apfelsaft oder Obstmus beigeben.

Babybrei-Rezept #2: Getreide-Obst-Brei zum Nachmittag

Getreide-Obst-Brei schmeckt Babys und Kindern.
Getreide-Obst-Brei schmeckt Babys und Kindern.
(Foto: Anika Martin / utopia.de)

Für den Nachmittagsbrei brauchst du:

  • 100ml Wasser
  • 20g Bio-Vollkorngetreideflocken (z.B. Hafer)
  • 100g Bio-Obst (als Mus oder gerieben, zerdrückt)
  • 1TL Rapsöl oder  Mandelmus

Koche das Wasser mit Getreideflocken in einem Topf auf. Lasse den Brei drei Minuten köcheln und gebe dann Obst und Öl hinzu. Bei Bedarf noch pürieren.

Varianten:

  • Wenn du dir das Kochen sparen möchtest, kannst du statt Getreide auch anderthalb Stücke zerbröselten Vollkorn-Zwieback verwenden und in 50ml Wasser einweichen.
  • Beim Obst stehen dir nahezu alle Möglichkeiten offen, die dein Baby verträgt. Bei Verstopfungen helfen Pflaumen. Geriebener Apfel oder Bananen hingegen sind bei zu weichem Stuhl gut.

Achte wie immer darauf, saisonales und bio-zertifiziertes Obst zu nutzen, damit das Kind von den Nährstoffen profitiert und keine Schadstoffe zu sich nimmt.

Babybrei-Rezept #3: Abendbrei mit Milch und Getreide

Grießbrei füllt Babys Bauch vorm Schlafen.
Grießbrei füllt Babys Bauch vorm Schlafen.
(Foto: CC0/ Pixabay / Efraimstochter)

Für den Abendbrei brauchst du:

  • 200ml Bio-Vollmilch mit 3,5% Fett (oder: 100ml Vollmilch + 100ml Wasser)
  • 20g feines Bio-Vollkorngetreide oder Grieß
  • nach Bedarf 20g Bio-Obst

Zubereitung:

  • Grießbrei: Rühre den Grieß mit einem Schneebesen in die kochende Milch. Schalte die Herdplatte aus und lasse ihn etwa zwei bis drei Minuten weiter köcheln.
  • Getreidebrei: Gib das Getreide in die kalte Milch und koche sie unter Rühren auf. Drei Minuten weiter köcheln lassen.
  • Beide Breis kannst du nach Belieben mit Obst verfeinern.

Viele Eltern scheuen sich ihrem Kind Kuhmilch zu geben. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung können Babys ab dem 6. Monat Kuhmilch im Getreidebrei essen – aber vor dem ersten Geburtstag nicht pur trinken. Zu Beginn ist es ratsam, die Milch mit Wasser zu strecken (halb Milch, halb Wasser). Liegt in der Familie eine Laktoseunverträglichkeit vor, ist es ratsam, den Kinderarzt zu Rate zu ziehen. Der Abendbrei kann auch mit Muttermilch oder Pre-Milch zubereitet werden.

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