BMI berechnen: Warum der Body-Mass-Index von gestern ist

Um deine Gesundheit zu beurteilen, musst du keinen BMI berechnen.
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Auf der Grundlage deines BMI kannst du dein Gewicht beurteilen. Hier erfährst du, wie du ihn berechnest und welche besseren Alternativen es gibt.

BMI berechnen – so funktioniert’s

Die Abkürzung BMI steht für Body-Mass-Index und bezeichnet einen Richtwert zur Beurteilung deines Körpergewichts in Relation zu deiner Größe.

Zur Berechnung musst du lediglich dein Gewicht in Kilogramm und deine Größe in Meter in die Formel kg/m²=BMI einsetzten.

Gehen wir von einer Person mit 65 Kilogramm bei einer Größe von 1,70 Metern aus, so lautet die Rechnung: 65/(1,7)²=22,49 kg/m²

Das Ergebnis kannst du in folgende Kategorien einteilen:

  • starkes Untergewicht: BMI unter 16
  • Untergewicht: 16 – 18,5
  • Normalgewicht: 18,5 – 25
  • Übergewicht: 25 – 30
  • starkes Übergewicht: Über 30

Erfunden wurde der Körpermassindex um 1830 zum Vergleich ganzer Populationen, aber er ist auch heute noch sehr verbreitet. Zum Beispiel wird der BMI in Deutschland als Kriterium bei einer Verbeamtung herangezogen.

Wie sinnvoll ist der BMI?

Bei der Berechnung deines BMI werden weder deine körperliche Aktivität noch deine Muskelmasse berücksichtigt.
Bei der Berechnung deines BMI werden weder deine körperliche Aktivität noch deine Muskelmasse berücksichtigt. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Da du für die Rechnung nur deine Größe und dein Gewicht benötigst, ist das Ergebnis nicht besonders aussagekräftig. Wenn du laut BMI normalgewichtig bist, bedeutet das nicht automatisch, dass du gesund bist.

Damit du deinen Gesundheitszustand beurteilen kannst, musst du noch weitere Faktoren berücksichtigen:

  • Ernährung und Lebensstil. Wichtiger als der BMI ist, dass du dich gesund ernährst und ausreichend bewegst.
  • Knochendichte und Körperzusammensetzung. Der BMI beachtet nicht, dass Muskelmasse schwerer ist als Fettmasse. Deshalb stuft der BMI sportliche Menschen mit einem hohen Muskelanteil häufig als übergewichtig ein.
  • Alter und Geschlecht. Deine Körperzusammensetzung verändert sich im Laufe des Lebens und richtet sich auch nach deinem Geschlecht. Zum Beispiel haben Männer einen höheren Muskelanteil als Frauen. Du findest zwar leicht veränderte Tabellen für Frauen, Männer und verschiedene Altersklassen, aber der BMI ist trotzdem nur ein grober Richtwert.

Wenn du deinen BMI berechnest, solltest du das Ergebnis nicht überbewerten.

Gesund auch ohne BMI-Rechnung

Eine vielfältige Ernährung ist weit wichtiger als dein BMI.
Eine vielfältige Ernährung ist weit wichtiger als dein BMI. (Foto: CC0 / Pixabay / dbreen)

Wenn du auf eine ausgewogene Ernährung achtest und dich regelmäßig bewegst, ist es nicht notwendig, deinen BMI zu berechnen. Viel wichtiger als eine Zahl ist dein persönliches Wohlbefinden.

Willst du ein paar Kilo verlieren, weil du dich unwohl in deinem Körper fühlst und gesundheitliche Probleme hast, so ist eine Ernährungsumstellung ratsam. Schnelle Diäten führen langfristig selten jemanden zum Ziel und deine Ernährung dauerhaft umzukrempeln, ist leichter als es zunächst klingt. Diese Tipps helfen dir dabei:

  • Baue eine gesunde Beziehung zu deinem Körper auf und lerne, seine Signale zu deuten. Lerne vor allem, zwischen Hunger und Appetit zu unterscheiden und iss nur, wenn du hungrig bist.
  • Trinke genug. Achte darauf, dass deine Getränke möglichst wenig Zucker enthalten. Leitungswasser und  Tees können dir bei der Gewichtsreduktion helfen.
  • Iss viel Obst und Gemüse, am besten saisonal. Dadurch wird dein Essen automatisch bunter und vielfältiger.

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