Butter oder Margarine: Was ist gesund und nachhaltig?

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Butter oder Margarine – was sollte bei dir aufs Brot kommen? Wir stellen dir die Vor- und Nachteile der beiden Aufstriche vor und schauen nach, wie es um die Nachhaltigkeit von Butter und Margarine steht.

Seit Jahren beschäftigen sich Ernährungswissenschaftler mit der Frage, was gesünder ist – Butter oder Margarine? Tatsächlich ist die Frage gar nicht so einfach zu beantworten, da beide Aufstriche ihre Vor- und Nachteile haben.

Butter oder Margarine – Was ist gesünder?

Butter enthält viele gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterin-Spiegel im Blut erhöhen können.
Butter enthält viele gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterin-Spiegel im Blut erhöhen können. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Butter:

  • Einer der am häufigsten genannten Nachteile der Butter ist ihr hoher Cholesterin-Gehalt. Wenn du zu viel Cholesterin im Blut hast, lagert es sich in den Arterien ab und erhöht so das Risiko für Herz- und Kreislaufbeschwerden. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gibt aber an, dass der Körper überflüssigem Cholesterin entgegenwirken kann, indem er weniger eigenes Cholesterin produziert.
  • Butter enthält im Gegensatz zur Margarine viel natürlich vorkommendes Vitamin A, D, E und Vitamin K, das unter anderem die Knochen stärkt. Pflanzlichem Streichfett müssen diese Vitamine oft künstlich zugesetzt werden.
  • Butter enthält eine hohe Menge an gesättigten Fettsäuren, insbesondere solche mit mittellangen Ketten. Diese sollen den Spiegel des „schlechten“ LDL-Cholesterins im Körper erhöhen. Das BZfE empfiehlt deshalb, nur bis zu zehn Prozent des Fettbedarfs aus gesättigten Fettsäuren zu decken.

Margarine:

Butter oder Margarine: Die CO2-Bilanz

Butter:

Für nur ein Kilogramm Butter werden 25 Kilogramm Kohlendioxid ausgestoßen. Um Butter zu produzieren, benötigen Landwirte sehr viel Milch (etwa fünf Liter für 250 Gramm Butter). Diese Milch kommt meistens von Kühen aus Massentierhaltung. Das bedeutet, dass die Tiere leiden und dass viele Treibhausgase ausgestoßen werden, da die Kühe beim Wiederkäuen Methan ausstoßen.

Margarine:

Margarine wird aus verschiedenen Pflanzen gewonnen und der Anbau davon hat eine viel bessere Klimabilanz als Butter. Ein Kilogramm Margarine belastet die Umwelt nur mit 0,7 Kilogramm Kohlendioxid.

Ein Nachteil ist, dass viele Margarine-Hersteller Palmöl in ihren Produkten verarbeiten. Für die Palmöl-Herstellung werden große Teile des Regenwalds gerodet. Auf der Packung siehst du leider nicht auf den ersten Blick, ob Palmöl enthalten ist, da hier meistens nur der Ausdruck „Pflanzliche Öle und Fette“ benutzt wird. Schaue dir im Zweifelsfall die Zutatenliste an.

Butter oder Margarine? Das Fazit

In Maßen sind weder Margarine noch Butter ungesund. Kaufe beides am besten in Bio-Qualität.
In Maßen sind weder Margarine noch Butter ungesund. Kaufe beides am besten in Bio-Qualität. (Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Egal, ob du lieber Butter oder Margarine isst: Es kommt vor allem auf die Menge an. Doch wenn du tierische Fette gegen pflanzliche eintauschst und öfter zur Margarine greifst, kannst du auf Dauer deinen Cholesterinspiegel senken. Ob ein niedriger Cholesterinwert allerdings das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, ist nicht eindeutig bewiesen.

In der Summe ist die Herstellung von Margarine immer noch umwelt- und vor allem tierfreundlicher als die von Butter. Wenn du Butter kaufst, greife zu Bio-Qualität und aus Weidemilch hergestellter Butter. Bei Margarine solltest du auf der Verpackung nachschauen, ob Palmöl enthalten ist. Außerdem solltest du nur ungehärtete Margarine kaufen.

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