Gesundes Yoga: Worauf du beim Kauf von Yogamatte & -kleidung achten solltest

Yogamatte und Yogakleidung: darauf solltest du achten
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de

Beim Yoga stehen Gesundheit und Spiritualität im Vordergrund. Dazu passt bequeme, nachhaltige und umweltschonende Yogakleidung und eine Yogamatte ohne schädliche Substanzen.

Wer gerne Yoga macht, legt meist nicht nur Wert auf die eigene Gesundheit, sondern auch auf die anderer Lebewesen. Und damit natürlich auch auf den Schutz der Umwelt. Dazu gehört dann auch die passende Ausrüstung: Yogakleidung, -matten und -zubehör, die aus Materialien gefertigt sind, welche weder deiner Haut noch der Natur schaden.

Yogamatte: bitte ohne schädliche Substanzen!

Beim Kauf einer Yogamatte spielen neben der Dicke, Rutschfestigkeit und Länge der Matte auch andere Faktoren eine wichtige Rolle: Aus welchem Material ist sie? Enthält die Matte gesundheitsschädliche oder gar krebserregende Stoffe wie Phthalate oder Azofarbstoffe? Wo wurde sie hergestellt – und unter welchen Bedingungen?

Matten gibt es aus Kunststoff, Kautschuk oder Wolle. Die meisten sind aus PVC oder künstlichem Kautschuk und enthalten oft Weichmacher. Das ist vor allem deshalb nicht sonderlich empfehlenswert, da du beim Yoga direkten Hautkontakt mit der Matte hast. Bei bestimmten Übungen atmest du zudem tief ein und aus, während du mit dem Kopf auf der Matte liegst – auch deshalb ist es gesünder, wenn deine Matte ohne schädliche Substanzen auskommt.

Mehr Tipps dazu in unserem Artikel: Yogamatten: Diese 7 sind langlebig, nachhaltig und schadstoffarm

Gesundes Yoga: Matten aus Schurwolle oder Naturkautschuk

Yogamatten aus Schurwolle klingen erst einmal natürlich, können allerdings auch Schadstoffe enthalten. Achte also darauf, dass die Wolle ohne ungesunde Chemikalien behandelt wurde – wie zum Beispiel die Wollmatten von Prolana (kaufen** u.a. bei Avocadostore oder PureNature). Schurwolle-Matten empfehlen sich vor allem dann, wenn du viele Übungen im Sitzen machst und dafür eine weiche Unterlage brauchst.

Besonders ökologisch sind auch Matten aus Naturkautschuk – umso besser, wenn dieser nicht aus dem Amazonasgebiet kommt, wie zum Beispiel bei den Matten von Manduka (kaufen** u.a. bei Greenyogashop). Naturkautschuk ist biologisch abbaubar und gesundheitlich unbedenklich. Diese Matten müssen allerdings nach dem Kauf erst einmal ca. 14 Tage auslüften, da sie am Anfang einen unangenehmen Gummigeruch verbreiten können.

Nachhaltige Yogamatten
Achte beim Kauf einer Yogamatte am besten darauf, dass sie aus nachhaltigen Materialien und frei von schädlichen Substanzen ist. (Foto: © stock.adobe.com - sianstock )

Es gibt auch ‚bessere‘ PVC-Matten

Wer viel unterwegs ist, möchte vielleicht trotzdem auf eine leichtere PVC-Matte setzen. Selbst unter den ‚bösen‘ Kunststoff-Matten finden sich bessere: Zum Beispiel die Modelle Pro (hier bei Greenyogashop**) oder ProLite (hier bei Greenyogashop**), ebenfalls von Manduka. Diese sind zwar aus PVC gefertigt – allerdings ist es laut Hersteller biologisch abbaubar. Die Matten werden außerdem emissionsfrei in Deutschland produziert und sind nach dem Oeko-Tex-Standard zertifiziert, d.h. schadstofffrei. Zudem gibt das Unternehmen lebenslange Garantie auf die Pro-Reihe.

Ganz egal, für welches Material du dich entscheidest, es lohnt sich in jedem Fall, etwas mehr in eine Yogamatte zu investieren. Zuerst einmal, für deine Gesundheit: Billige Matten sind fast immer aus synthetischen, nicht abbaubaren Materialien, riechen unangenehm nach Plastik und enthalten oft Weichmacher. Hinzukommt, dass eine qualitativ hochwertigere Matte nicht so schnell kaputt geht, du also länger etwas von ihr hast – die Investition lohnt sich also langfristig gesehen.

Yogamode von hessnatur
Setz bei Yogakleidung am besten auf Naturmaterialien. (Fotos: © hessnatur)

Gesundes Yoga – am besten in bequemer Biomode

Auch bei Yogakleidung kannst du darauf achten, dass sie umwelt- und gesundheitsschonend ist. Auch wenn Yoga längst Trendsport ist: Achte darauf, dass deine Kleidung nicht nur schick ist, sondern auch wirklich bequem ist und gut sitzt – du wirst es sonst ziemlich schnell bereuen.

Die nachhaltigsten Materialien für Leggings, Tops & Co. sind Naturfasern wie Bio-Baumwolle, biologisch abbaubares Modal und der nachwachsende Rohstoff Tencel aus Holzfasern. Hessnatur beispielsweise verwendet in seiner Yoga-Kollektion u.a. Modal, das aus 100 % Cellulosefaser aus nachhaltig angebautem Buchenholz besteht, sowie Bio-Baumwolle und Tencel (kaufen** am besten direkt bei Hessnatur). Wo dehnbare Materialien gefragt sind, kann auch recyceltes Polyester eine Alternative sein.

Der Hersteller Grüne Erde verwendet neben klassischen Naturmaterialien wie Schur- und Baumwolle auch weniger konventionelle wie Flachsfaser, Kenaf oder Naturlatex. Bei Grüne Erde stammen alle Rohstoffe übrigens laut Hersteller aus Europa, die Herstellung findet meistens in Österreich statt.

Auch bei Yoga-Mode: Fair geht vor

Neben den verwendeten Materialien solltest du auch ein Auge auf Produktion und Herkunft deiner Mode werfen. Wichtig ist, dass die Unternehmen zu fairen Löhnen und unter fairen Bedingungen produzieren lassen; die Herstellung findet am besten in Deutschland oder zumindest in der EU statt – so bleiben auch die Transportwege vergleichsweise kurz.

Das österreichische Label Nice to meet me lässt ihre Yogawear zum Beispiel fair in Tschechien produzieren (kaufen** kannst ihre Produkte u.a. bei Avocadostore).

Bei der Orientierung hilft es, auf eine Fairtrade– oder GOTS-Zertifizierung zu achten. Eine Übersicht zu verbreiteten Textil-Zertifizierungen findest du hier: Diese Siegel garantieren giftfreie Kleidung.

Tipps für nachhaltige Yogamode findest du auch in: 14 nachhaltige Yoga-Marken – von der Matte bis zur Leggings

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