Hängeerdbeeren: Anbau, Pflege und Besonderheiten

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Du willst im Sommer Hängeerdbeeren genießen? Dazu brauchst du nicht einmal einen Garten, ein kleiner Balkon reicht. Wir verraten dir alles, was du über den Anbau und die Pflege der roten Früchte wissen musst.

Hängeerdbeeren eignet sich gut für Ampeln auf dem Balkon.
Hängeerdbeeren eignet sich gut für Ampeln auf dem Balkon. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Der Name der Hängeerdbeeren verrät es bereits: Du kannst die Früchte hängend in einem Pflanzentopf anbauen. In den Pflanzgefäßen haben die Erdbeeren zwar nur begrenzten Platz, doch das macht Hängeerdbeeren nichts aus. Ein typischer Vertreter ist zum Beispiel die Sorte Diamant. Ihre Früchte schmecken besonders aromatisch.

Du kannst die Hängeerdbeeren entweder als Jungpflanzen einpflanzen oder als Saatgut. Beides bekommst du in jedem Gartencenter oder Baumarkt. Hängeerdbeer-Samen musst du vor dem Pflanzen allerdings mindestens drei Stunden in Wasser quellen lassen.

So pflanzt du Hängeerdbeeren richtig an

Damit Hängeerdbeeren gut wachsen, solltest du sie in einen Topf pflanzen, der mindestens 25 Zentimeter breit ist.
Damit Hängeerdbeeren gut wachsen, solltest du sie in einen Topf pflanzen, der mindestens 25 Zentimeter breit ist. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Damit deine Hängeerdbeeren sich wohl bei dir fühlen und schnell Früchte austreiben, solltest du besonders beim Substrat, der Topfgröße und dem Standort einige Hinweise berücksichtigen:

  • Topfgröße: Dein Topf sollte einen Mindestdurchmesser von 25 Zentimetern haben. Für Hängeerdbeeren kannst du auch gerne Hängeampeln benutzen. In einem weiteren Artikel erfährt du, wie du dir eine eigene Hängeampel herstellen kannst.
  • Pflanzabstand: In der Hängeampel solltest du nicht mehr als vier Pflanzen anbauen. Im Blumenkasten pflanzt du die Hängeerdbeeren am besten im Abstand von 20 Zentimetern in die Erde.
  • Zeitpunkt: Hängeerdbeeren sind oft recht frostempfindlich, deshalb solltest du sie immer erst im Frühjahr auspflanzen.
  • Substrat: Damit deine Hängeerdbeeren gut wachsen und schmecken, musst du ihnen den richtigen Boden bieten. Am besten verwendest du Erde mit einem hohen Anteil an Humus. Du kannst auch normale Pflanzenerde kaufen und sie mit etwas Kompost mischen. Achte außerdem darauf, dass die Erde immer leicht feucht ist. Der pH-Wert der Erde sollte leicht sauer sein – dafür muss er zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Um ihn zu messen, kannst du dir im Baumarkt oder bei Amazon** ein ph-Wert-Messgerät kaufen, dass du dann einfach in den Boden steckst.
  • Standort: Erdbeeren pflanzt du am besten immer an einem Ort an, der volle Sonneneinstrahlung bekommt. Im Halbschatten gedeihen Hängeerdbeeren zwar auch, allerdings bekommen sie hier weniger Früchte. Außerdem sollte der Topf gut vor Wind und Regen geschützt sein.

Tipp: Gegen Staunässe hilft es, wenn du unter das Substrat eine kleine Drainage-Schicht legst. Nimm dafür am besten kleine Kieselsteine und lege sie über die Bodenöffnungen des Topfes.

Pflegehinweise für Hängeerdbeeren

Wenn du Hängeerdbeeren regelmäßig gießt und düngst, kannst du bereits im Juni die ersten Früchte ernten.
Wenn du Hängeerdbeeren regelmäßig gießt und düngst, kannst du bereits im Juni die ersten Früchte ernten. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)
  • Regelmäßig gießen: Hängeerdbeeren mögen es gar nicht, wenn der Boden um sie zu sehr austrocknet. Deshalb solltest du immer darauf achten, die Erde leicht feucht zu halten. Bei großer Hitze solltest du die Pflanzen öfter gießen.
  • Düngen: Häufig fehlt es deinen Erdbeeren in den Pflanzbehältern an Nährstoffen. Am besten verwendest du zum Düngen Humus, aber auch organische Dünger eignen sich gut. Düngen kannst du deine Hängeerdbeeren bereits kurz nachdem du sie eingepflanzt hast und ab dann zweimal im Monat.
  • Rankhilfen: Nicht alle Erdbeersorten ranken von selbst. Deshalb solltest du Rankstäbe oder Seile nutzen, um die Ausläufer daran festzubinden und in eine bestimmte Richtung wachsen zu lassen.
  • Ernte: In der Regel kannst du ab Juni die ersten Hängeerdbeeren ernten. Bis Oktober kannst du dann idealerweise zwei- bis dreimal in der Woche Erdbeeren pflücken. Nach der Ernte solltest du die Früchte nur kurz lagern, da sie schnell Druckstellen bekommen. Am besten frierst du sie ein, dann kannst du sie nach dem Auftauen zum Beispiel für Erdbeermarmelade verwenden.
  • Schneiden: Bei Hängeerdbeeren genügt es, wenn du nach der letzten Ernte die Triebe abschneidest, die bereits Früchte getragen haben. Die ganz jungen Ausläufer und Triebe lässt du dabei stehen. Braune und trockene Blätter kannst du jederzeit entfernen.

Tipp: Im Winter schützt du Hängeerdbeeren am besten vor der Kälte, wenn du um die Pflanzgefäße dicke Strohmatten wickelst. In einem weiteren Artikel findest du noch mehr Tipps zum Überwintern von Erdbeeren.

Alternativen zu Hängeerdbeeren

Neben typischen Hängeerdbeeren kannst du alternativ auch noch einige andere Erdbeersorten hängend anbauen.

  • Walderdbeeren: Walderdbeeren wie die Mignonette haben einen besonders zierlichen Wuchs und sind deshalb gute Balkonpflanzen für den Pflanztopf oder Blumenkasten.
  • Monatserdbeeren: Monatserdbeeren tragen mehrmals jährlich Früchte. Vor allem rankende Sorten wie die Merosa eignen sich gut als Kletterpflanzen für den Balkon. Auch im Topf fühlen sie sich wohl und tragen Früchte.

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