Frühjahrsputz: ökologisch putzen mit Hausmitteln

Frühjahrsputz mit Hausmitteln: Tipps
Foto: © Utopia

Der Frühling naht und mit den ersten Knospen bringen viele ihre Wohnung auf Hochglanz. Viele herkömmliche Reinigungsmittel sind jedoch umweltschädlich, ungesund oder giftig. Utopia verrät, wie sich der Schmutz in deinem Zuhause aus dem Staub macht, ohne dass die Umwelt und deine Gesundheit leiden.

Konventionelle Reinigungsmittel wirken meist durch scharfe Tenside. Die meisten Hersteller verwenden waschaktive Substanzen auf Basis des knappen Rohstoffs Erdöl, fast alle Produkte enthalten synthetische Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe. Mit solche Reinigungsmitteln gelangen umweltschädliche Stoffe ins Abwasser. Für unsere Gesundheit sind synthetische Inhaltsstoffe oft problematisch, weil sie Haut und Schleimhäute austrocknen und so anfälliger machen können für Allergien und Ausschläge.

Frühjahrsputz mit Hausmitteln: die Ausrüstung

Deutlich umweltfreundlicher, weniger schädlich für die Gesundheit und zudem verpackungsärmer ist das Putzen mit Hausmitteln. Mit nur wenigen Hausmitteln – von denen du einige vielleicht in deinem Küchenschrank findest – kannst du die meisten wichtigen Reinigungsmittel ersetzen.

Reinigungsmittel selber machen: Diese Hausmittel brauchst du

Essig für den Frühjahrsputz
Essig bzw. Essigessenz ist ein Klassiker im Haushalt, sowohl beim Kochen als auch beim Putzen. (Foto: © Utopia)

Vom Küchen- in den Putzschrank kannst du ab sofort Essig bzw. Essigessenz, Zitronensäure und Soda (=Natriumcarbonat) befördern. Diese drei Klassiker werden, jeweils verdünnt mit warmem Wasser, zu wirksamen Allzweckreinigern, mit denen man fast alles sauber bekommt. Ergänzt du deinen Putzschrank noch mit Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Kernseife, kannst du fast alle deine Reinigungsmittel ganz einfach selber machen.

Mehr dazu: Diese 5 Hausmittel ersetzen fast alle Putzmittel

Frühjahrsputz: wieder verwendbare Putztücher und -Schwämme nutzen

Um Müll zu vermeiden, verzichte am besten auf Papierhandtücher und andere Einweg-Materialien. Nutze für deinen Frühjahrsputz lieber wieder verwendbare Stoffhandtücher und Baumwoll-Putztücher. Diese kannst du ganz einfach in der Spülmaschine oder Waschmaschine bei mindestens 60 Grad reinigen. Auch alte Leintücher, Geschirrhandtücher und T-Shirts eignen sich hervorragend als Putzlappen.

Achte beim Einsatz von Putzschwämmen darauf, dass diese möglichst nicht aus Kunststoff, sondern natürlichen Ursprungs sind. Luffa-Schwämme zum Beispiel sind umweltverträglicher, da sie sich schneller abbauen, wenn sie im Müll landen.

Öko-Schwämme kannst du zum Beispiel im Avocado Store oder bei memolife kaufen**, oft bekommt man sie auch im Bio-Supermarkt.

Dagegen helfen Hausmittel beim Frühjahrsputz

Soda hilft gegen Fett

Schmierige Flächen bekommst du ganz leicht mit Backpulver oder Soda sauber. Als Allzweckreiniger oder Spülmittel erfüllen sie manche Zwecke besser als herkömmliche Reiniger. Soda entfernt außerdem Verkrustungen und lässt weiße Wäsche strahlen. Einfach ein bis zwei Esslöffel mit einem Liter warmem Wasser vermischen.

Mehr dazu: 5 Tipps, wie du mit Soda deine Wohnung und Kleidung reinigst

Hausmittel statt Putzmittel: Soda, Natron, Essig, Zitronensäure, Kernseife für den Frühjahrsputz
Für den Frühjahrsputz brauchst du nur wenige Hausmittel. (Foto: © Utopia)

Essig und Zitronensäure helfen gegen Kalk

Mit lauwarmem Wasser und etwas Essigessenz bekommst du Glanz ins Bad und wirst Kalkflecken los. Die Mischung eignet sich sehr gut zum Fensterputzen und sogar als Weichspüler in der Waschmaschine. Wer den Geruch von Essig nicht mag, kann Zitronensäure verwenden. Damit entfernst du Kalkflecken enso effektiv und hast einen angenehmen Zitrusduft in der Nase. Ein natürlicher Feind von Kalk ist übrigens auch Kartoffelstärke. Am einfachsten ist es, Kalk gleich nach dem Duschen zu eliminieren, indem du Armaturen, Fliesen und Wanne einfach mit einem Stofflappen trocken reibst.

Mehr dazu:

Natron hilft gegen starke Verschmutzungen

Natron ist sehr vielseitig einsetzbar. Unter anderem kann das Pulver aggressive herkömmliche Backofenreiniger ersetzen: Das Pulver 1:1 mit Wasser mischen und auf Verschmutzungen im Backofen geben, nach ein paar Stunden Einwirkzeit abschrubben und nachwischen. In Kombination mit Essig kann man mit Natron auch verstopfte Abflüsse frei kriegen: zwei Esslöffel Natronpulver direkt in den Abfluss geben, eine halbe Tasse Essig hinterher schütten, einwirken lassen, nachspülen.

Mehr dazu: Natron als Hausmittel

Natron: Vielseitiges Hausmittel
Natron: vielseitiges Hausmittel (Foto: © ThamKC - Fotolia.com)

Ökologische Reinigungsmittel – eine gute Alternative beim Frühjahrsputz

Wer trotz allem lieber Reinigungsmittel kaufen möchte, greift am besten zu ökologischen Reinigungsmitteln. Diese reinigen mit Tensiden auf der Grundlage natürlicher Fette und Zucker, also nachwachsender Rohstoffe. Sie enthalten keine synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Einige Hersteller bieten duftstofffreie Produkte für Allergiker an. Viele Firmen achten zudem streng auf ökologischen Anbau. Allerdings sollte man jedes Reinigungsmittel, ob ökologisch oder nicht, so sparsam wie möglich verwenden.

In den Utopia Bestenlisten findest du Reinigungsmittel auf natürlicher Basis, zum Beispiel Allzweck-Reiniger, WC-Reiniger und Spülmittel und hier stellen wir empfehlenswerte Öko-Waschpulver vor.

Darauf kannst du beim Frühjahrsputz verzichten

Herkömmliche Backofensprays können Hautreizungen hervorrufen und ungesunde Dämpfe entwickeln. WC-Duftsteine sind nicht nur überflüssig, sie belasten auch das Abwasser und erschweren dessen Reinigung. Synthetische Duftsprays und Lufterfrischer können gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten und antibakterielle Reiniger können Allergien auslösen und gleichzeitig die Entwicklung von Resistenzen bei Bakterien fördern. Auch herkömmliche Weichspüler und Rohrreiniger brauchst du nicht – spar dir doch einfach das Geld und den Verpackungsmüll und versuche es stattdessen mal mit Hausmitteln.

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(22) Kommentare

  1. Das Beste was es gibt und das umweltfreundlichste ist: EM – effektive Mikroorganismen.
    Ja, hört sich komisch an – ist aber wirklich effektiv. Aufsprühen, abwischen . Und „Frühjahrsputz“ ist jeden Tag ohne Mühe. Alle Flächen werden mit der Zeit so glatt und sauber, dass einfach viel weniger zu putzen ist. Der Staub wirbelt nicht mehr in der Luft – diese kleinen super-aktiven Mikroben im Wasser fressen alles und reinigen die Luft und die Umgebung. Alles weitere kann man im Web nachlesen.

  2. Als Chemiker kann ich sagen: Viele kommerzielle Produkte verzeihen durch ihren Substanzcocktail auch kleinere Anwendungsfehler – das bezahlt man dann u. A. auch mit. Säuren lösen Kalk – aber auch Marmor, und – insbesoders Zitronensäure – auch empfindliche Metalle wie Messing, Zink und Aluminium an. Gelöstes Aluminium steht im Verdacht, hoch giftig zu sein! Besser geeignet zur Entfernung von hartnäckigem Kalkstein in Kaffee- und Waschmachinen, auch von Urinstein, ist verdünnte (5%ige) Phosphorsäure. Mit ihr kann auch Rost entfernt werden. Beim Arbeiten mit einer stärkeren Natron-Lösung sollten unbedingt Handschuhe verwendet werden, da sie, stark basisch, die Haut stark entfettet. Vorsicht mit dieser Lösung auf Holz, Parkettboden, Schränken und sonstigen lackierten/geölten Oberflächen: Sie wirkt u.U. wie eine Abbeize, die Holzoberfläche wird gebleicht und geschädigt. Für hartnäckige Flecken auf empfindlichen Oberflächen empfehle ich persönlich, etwas WaMa-Buntwaschmittel in die Wischlösung zu geben und klar nachzuwischen.
    Auch selbstgemischte „Öko“-Putzmittel NIEMALS in Getränkeflaschen füllen – Verwechslungsgefahr!
    Beste Grüße.
    Es gibt so viele Möglichkeiten, auf „Industriechemie“ zu verzichten. Aber die Chemie anzuwenden ist trotzdem nötig 😉

  3. Ich verwende zum Teil altes unbeliebtes Shampoo für meine Fenster, da riechen die dann auch richtig gut.
    Als Waschmittel ist es auch geeignet..
    Ansonsten kann ich empfehlen das Kartoffelkochwasser nicht nur in der Küche auszuschütten. Da verstopft so schnell nichts mehr…

  4. Aufgrund guter Erfahrung setz ich beim Boden auf Parkett!
    Als wir in die neue Wohnung eingezogen sind, wurde ein Parkettboden verlegt und über die Schicht kam ein spezielles, widerstandsfähiges Parkettöl, das sich über einen bestimmten Zeitraum trocknet. Solche Mittel und Baustoffe erhält man in normalen Kaufhäusern für den Heimwerkerbedarf oder bei Spezialisten für Baustoffe (wie hier unter https://www.kemmler.de/niederlassungen/nuertingen-zizishausen ) und kostet auch nicht besonders viel (zwischen 20 und 30 Euro müsste man für eine Dose schon rechnen). Nervig ist es, wenn man den Boden einige Tage nicht betreten kann. Aber die Anschaffung lohnt sich allemal!

  5. Also ich finde man kann sich aus Haushaltsmittel alles mixen und kann sich das Geld für teure Chemie oder teure Geräte sparen. Letzten habe ich erst einen Beitrag gelesen un deinen Tipp entdeckt, dass ich meine Fenster mit einen Nylonstrumpfhose nachpolieren kann [LINK ENTFERNT V. UTOPIA-TEAM]. Ist das nicht verrückt was alles möglich ist?

    Naja…Selbst ist der Mann ^^

    LG

  6. Ja vielen Dank für die tollen Tipps. Ich nutze auch schon seit längerem Hausmittel zum Putzen. Kann hier noch eine weitere gute Quelle ergänzen, wo ich auch viel gelesen habe z.B. Putzen mit Essig oder ähnliche: http://alltagsrat.de

    Liebste Grüße! Matilda

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