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Küchenausstattung: Das brauchst du in der Küche

Küchenausstattung
Foto: CC0 / Pixabay / u_jup1hbno

Eine reduzierte Küchenausstattung spart Zeit, Platz und Stress und gibt dir Ruhe für das Wesentliche in der Küche. Wir zeigen dir, welche Ausstattung wirklich wichtig ist.

Eine minimalistische Küchenausstattung zu haben, die gut für dich funktioniert, ist nicht ganz einfach. In wohl keinem anderen Raum sammeln sich so viele Dinge an, wie in der Küche: Bei Umzügen, Geschenken der Familie und Spezialgeräten, die man mal unbedingt haben wollte, sammelt sich einiges an. Schnell kann es passieren, dass Arbeitsfläche und Tisch nicht mehr freigeräumt sind.

Aber wieviel brauchst du davon wirklich? Wie reduziert deine Küche sein kann, hängt stark von deinen Essensgewohnheiten ab. Jemand, der nie Aufläufe macht, braucht auch keine Auflaufform. Du isst kein Toast und sowieso nur selten Brot? Dann brauchst du möglicherweise auch gar keinen Toaster. Da muss jede:r für sich selbst entscheiden.

Herrscht bei dir wildes Chaos in der Küche? Du weißt gar nicht mehr, was sich in den Tiefen deiner Schränke noch so verbirgt oder willst einfach deine Ausstattung reduzieren? Dann bist du hier genau richtig. Von vorn bis hinten durchdacht: Wir erklären dir, was du für eine minimalistische und nachhaltige Küchenausstattung brauchst.

Allgemeines zum Thema Küchenausstattung

Eine plastikfreie Küchenausstattung übersichtlich organisiert.
Eine plastikfreie Küchenausstattung übersichtlich organisiert.
(Foto: CC0 / Pixabay / waparm)

Jede:r hat in der Küche ganz eigene Essgewohnheiten, Vorzüge und Bedürfnisse. Ein:e leidenschaftliche:r Köch:in hat vielleicht allerhand Geräte und Zubehör, aber alles ist in regelmäßiger Nutzung. Wenn du deine perfekte Küchenausstattung bereits gefunden hast, ist das schön. Es ist sehr individuell, was jemand braucht oder als minimalistisch erachtet. Minimalismus im hier genutzten Kontext bedeutet einfach, dass du nur soviel hast, wie du wirklich brauchst. Das ist für jede:n anders. Lass dich einfach inspirieren von unseren Tipps.

In der Küche versammeln sich viele nützliche Gegenstände. Hier übermäßig stark zu reduzieren, kann den Alltag auch erschweren. Deshalb kommt es sehr auf die richtige Ordnung und Organisation deiner Küchenausstattung an. Lies dazu: Minimalistische Küche: So klappt es nachhaltig.

Für eine nachhaltige und plastikfreie Küchenausstattung gilt allgemein:

  1. Kaufe, wenn es möglich ist, gebrauchte Möbel und Geräte. Nimm dabei auch ruhig mal in Kauf, dass diese nicht perfekt sind, einmal ordentlich geputzt und gepflegt werden müssten. Dann hast du aber einen Gegenstand vor dem Müll gerettet und ihm neues Leben eingehaucht. Vielleicht wirst du hier fündig: Gebrauchte Möbel: 3 Webseiten für Second-Hand-Möbel
  2. Achte auf natürliche und langlebige Materialien. Gerade bei Lebensmittelkontakt solltest du Plastik vermeiden, wo es geht. Es ist weniger hygienisch als Edelstahl oder Glas und du produzierst Mikroplastik, was dann bei dir im Essen landet. Schneidebretter und Brotdosen aus Plastik sind solche dafür anfälligen Kandidaten.
  3. Baue selbst. Kleine Regale lassen sich zum Beispiel gut selbst bauen, auch wenn man darin noch keine Erfahrungen gesammelt hat. Vielleicht hast du auch Spaß dabei, dich im Upcycling zu probieren.
  4. Multifunktionalität ist bei einer reduzierten Küchenausstattung sehr praktisch. Achte bei deiner Auswahl darauf, dass du keine Geräte oder Utensilien anschaffst oder behältst, die nur für eine Sache zu gebrauchen sind.

Da es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, lassen wir die Ausstattung für Lebensmittel weg. Wenn dich das interessiert, findest du hier Inspiration: Vorratskammer: Richtig organisieren und ausmisten

Küche ausmisten und Ausstattung reduzieren

Verschenke oder verkaufe deine aussortierten Gegenstände.
Verschenke oder verkaufe deine aussortierten Gegenstände.
(Foto: CC0 / Pixabay / domeckopol)

Die meisten beginnen für eine minimalistische Küchenausstattung wahrscheinlich in ihrer bereits vorhandenen, sehr stark befüllten Küche auszumisten. Wenn du nicht neue Utensilien brauchst, sondern dir das Wichtigste und Beste aus deinem Bestand heraussuchst, dann stellst du dir sicher die Frage: Wohin mit den ganzen überflüssigen Sachen? Als Antwort haben wir für dich folgende Tipps:

  • Spenden/verschenken Vielleicht kennst du in deiner Stadt Orte, bei denen mit Sachspenden gut umgegangen wird und sie da landen, wo sie benötigt werden. Wenn nicht, hilft dir dieser Artikel von uns weiter: „Wohin damit?“ – Diese Seite zeigt, wohin du Sachspenden bringen kannst
  • Verkaufen Gut erhaltene Gegenstände und Geräte kannst du mit Sicherheit wieder verkaufen. Da könnte dir unsere Bestenliste Gebraucht kaufen und verkaufen Online Abhilfe schaffen.
  • Entsorgen Zerbrochene Teller oder Tassen mit Sprung brauchst du in deiner reduzierten Küche wohl nicht mehr. Auch ein:e andere:r wird sich darüber nicht mehr freuen. Es ist wichtig, dass zum Beispiel Porzellan, Geschirr und alte Pfannen richtig entsorgt werden, da sie sonst den Recycling-Prozess stören können. Informiere dich vorher, wie du Gegenstände entsorgst, die nicht mehr gut in einer Küche zu gebrauchen sind.

Diese Geschirrausstattung brauchst du

So könnte deine minimalistische Geschirrauswahl aussehen.
So könnte deine minimalistische Geschirrauswahl aussehen.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)
  • Besteck: Löffel (groß und klein), Gabeln, Messer
  • Teller: tiefe Teller, flache große Teller und flache kleine Teller
  • Schüsseln: Für Müsli, Salat, Bowls…
  • Tassen: für Heißgetränke
  • Gläser: stabile große Wassergläser

Plane für jedes Mitglied im Haushalt zwei der aufgelisteten Gegenstände ein. Mit dieser Grundausstattung hast du nicht zu viel und nicht zu wenig Geschirr. Hast du doch mal mehr Gäste da als Geschirr, kannst du sie auch einfach bitten, für diese Gelegenheit etwas mehr Ausstattung mitzubringen. Oder du leihst dir Geschirr bei den Nachbar:innen.

Grundlage einer minimalistischen Küchenausstattung

Ein kleiner Edelstahltopf gehört in jede Küche.
Ein kleiner Edelstahltopf gehört in jede Küche.
(Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO)

Schneidebretter

Ein großes und ein paar kleine Schneidebretter sind eine wichtige Grundlage für deine Küchenausstattung.

  • Großes Schneidebrett mit praktischer Rille und Ausgießhilfe aus naturbelassener Buche: Zu finden beispielsweise bei memolife**.
  • Drei kleine Brettchen im Set, ebenfalls aus Buchenholz gefertigt, erhälst du auch bei memolife**.

Küchenmesser

Wer seine Messer gut pflegt und bei der Anschaffung in ein hochwertigeres Modell investiert, kann damit lange Freude haben. Bei einer minimalistischen Küchenausstattung geht es auch darum, das Wenige was man hat, wirklich gern zu benutzen. Überlege dir deine Wahl deshalb gut und probiere beim Kauf aus, ob das Messer gut in der Hand liegt. Wir empfehlen dir Folgendes:

  • Das große Allround-Messer „Santoku**“ und eine kleine Allzweck-Variante „Petty**“ von Windmühlenmesser. Sie stehen für nachhaltige Messer aus Handwerkskunst, gefertigt in Deutschland. Hartes Kirschholz als Griff wird kombiniert mit rostfreiem Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl.
  • Klassische Opinel-Küchenmesser (hergestellt in Frankreich) findest du zum Beispiel bei Avocadostore**.

Schüsseln

Plastikfreie Varianten gibt es beispielsweise aus Metall, Holz, Keramik und Steingut. Für eine Basic-Küchenausstattung genügen für zwei Personen eine große Salatschüssel, eine mittlere Schüssel und zwei kleinere Müsli-Schüsseln. Wenn du Schüsseln kaufen möchtest, findest du hier welche:

  • Schüssel „Luz“ aus Recyclingglas Ø 30 Zentimeter, über memolife**.
  • Porzellanschale „Vitamin Sea“ von Bow & Hummingbird, Ø 13 Zentimeter, über Avocadostore**.

Pfanne

Eine gute Gusseisenpfanne genügt in einer minimalistischen Küchenausstattung. In einer kleinen Schmiede in Oberbayern werden von Servus am Marktplatz solche Pfannen hergestellt. Du kannst sie um Beispiel im Avocadostore** kaufen.

Töpfe

Ein großer Topf für Eintöpfe oder Ähnliches, ein mittleres Exemplar und ein kleiner Topf beispielsweise für Soßen bilden die Grundausstattung für deine Küche. Wenn du gern ausgiebig kochst, kannst du noch ein bis zwei Töpfe hinzufügen. Wir empfehlen dir ein einfaches, plastikfreies Kochset wie das von Silit über Amazon**.

Auflaufformen

  • Eine kleine Ofenform für Kuchen oder Aufläufe gibt es zum Beispiel von CHG aus Emaille (regionale Herstellung), erhältlich bei memolife**.
  • Eine quadratische Glas-Auflaufform von Mason Cash findest du ebenso über memolife**.

Gebraucht kaufen oder anderweitig besorgen: Denke daran, dass es nicht unbedingt immer ein teurer Neukauf sein muss, wenn du etwas für deine Küchenausstattung brauchst. Auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern, über Online-Inserate oder im Familieninventar finden sich mit Sicherheit ungenutzte, brauchbare Küchenutensilien. Vielleicht findest du aber auch schöne Schüsseln bei einer:m (Hobby-)Keramiker:in in deiner Nähe, der:die sich über deine Unterstützung freut.

Kleinere Werkzeuge und Utensilien, die in der Küche nicht fehlen dürfen

Küchenhelfer braucht man weniger, als man denkt.
Küchenhelfer braucht man weniger, als man denkt.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)
  • Kochlöffel, Pfannenwender, Salatbesteck: Diese Küchenhelfer findest du im praktischen Set aus robustem Olivenholz (gefertigt in Deutschland) beim Avocadostore**. Vom gleichen Hersteller gibt es auch einen Schneebesen (auch über Avocadostore**). Nicht fehlen darf eine Suppenkelle. Passend zu den anderen Küchenhelfern gibt es diese auch aus Olivenholz, aber von einem anderen Hersteller auf Avocadostore**.
  • Ein einfaches, aber hochwertiges Küchensieb aus Edelstahl findest du zum Beispiel bei Amazon**.
  • Einen Universal-Trichter aus Edelstahl gibt es beispielsweise von Sauberkasten im Avocadostore**.
  • Aufbewahrungsdosen von Bambuswald: pastikfrei, verschiedene Größen, erhältlich über Avocadostore**. Eine Brotdose für den Alltag aus Vollmetall mit fast einem Liter Fassungsvermögen hat unter anderem memolife** im Angebot. Du kannst auch alte Schraubgläser zur Aufbewahrung verwenden.

Minimalistische Küchenaustattung für den Müll

Ein verschließbarer Blech-Eimer eignet sich besonders für Bio-Müll.
Ein verschließbarer Blech-Eimer eignet sich besonders für Bio-Müll.
(Foto: CC0 / Pixabay / seiya4)
  • Für den Papiermüll kannst du einfach eine große Papiertüte aufhängen oder hinstellen. Es eignet sich auch ein einfacher Karton (zum Beispiel eine alte Bananenkiste) oder ein schöner Korb.
  • Der Bio-Mülleimer sollte ein abschließbarer Eimer oder eine große Box sein, die du wieder auswaschen kannst. Geschlossen sollte er sein, da er sonst Insekten und Fliegen anlockt und unangenehme Gerüche ausströmen.
  • Für den Plastik-, Alu- und Glasmüll kannst du auch einen einfachen Eimer immer wieder verwenden und ausleeren.

Durch regelmäßige Entleerungen brauchst du nur kleine platzsparende Behältnisse.

Lies in einem anderen Artikel von uns weiter, wenn du mehr zu Mülltrennung wissen möchtest: Mülltrennung & Recycling: So trennst du deinen Müll richtig

Was du nicht unbedingt brauchst in der Küche

Kaffeemaschinen können viel Platz in der Küche wegnehmen.
Kaffeemaschinen können viel Platz in der Küche wegnehmen.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)
  • Messbecher: Wenn du regelmäßig und auf hohem Niveau gern backst, dann sind Messbecher wahrscheinlich wichtig für dich. Wer das nicht tut, kann folgendes beachten: Ein Esslöffel entspricht circa 15 Millilitern. In eine große Tasse passen etwa 250 Milliliter beziehungsweise ein Viertel Liter Flüssigkeit.
  • Eine Kaffeemaschine kannst du dir mit einem Dauerkaffeefilter oder einer French-Press sparen. Beides sind platzsparende, plastikfreie Alternativen, die zudem Einwegmüll vermeiden. Einen wiederverwendbaren Kaffeefilter** und einen Edelstahl-Kaffeebereiter** (French-Press) findest du zum Beispiel beim Avocadostore.
  • Einweg-Teebeutel und Zitruspresse: Mit einem kleinen Sieb** kannst du auch losen Tee abseihen. Wenn du nicht jeden Morgen frischen Orangen- oder Zitronensaft machst, brauchst du auch keine Saftpresse, sondern nimmst dir ein Brett, ein Messer, ein Sieb für die Kerne und deine Hand zum Ausdrücken zu Hilfe.
  • Anstatt einen Eierkocher zu besitzen, kannst du deinen kleinen Universaltopf mit Deckel dafür nehmen.
  • Wenn man darauf verzichten kann, braucht man auch nicht unbedingt einen Wasserkocher. Mit dem Herd und einem kleinen Topf würde es theoretisch auch gehen, aber ein guter Wasserkocher spart auf Dauer Strom. Der Edelstahl-Wasserkocher von Ascot** hat nur am Griff eine Wärmeisolierung aus Kunststoff, ansonsten ist er plastikfrei.

      Weniger überflüssige maschinelle Küchenausstattung: So geht's

      Gleich nach der Nutzung das Geschirr spülen - spart Platz und Strom.
      Gleich nach der Nutzung das Geschirr spülen – spart Platz und Strom.
      (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

      Es gibt Menschen, die gern viel manuell in der Küche machen und sich Zeit nehmen wollen für die Zubereitung und das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Sie brauchen nicht unbedingt kostenintensive Küchengeräte, sondern erfreuen sich an der Handarbeit mit einfachen Mitteln.

      Bei diesem Küchen-Typ ist es einfacher, auf große Geräte zu verzichten, die meistens auch viel Plastik enthalten. Überlege dir einfach vor dem Kauf genau, wie häufig du die Maschine wirklich benutzen wirst.

      • Eine Spülmaschine kann Sinn machen, bei kleinen Haushalten aber nicht immer. Da sammelt sich das schmutzige Geschirr gern tagelang an und trocknet ein, sodass am Ende doch nicht alles sauber wird. Dann eignet sich am besten eine gute Handspül-Ausstattung mit einer Spülbürste/Spülschwamm und einem nachhaltigem Geschirrspülmittel. Der Avocadostore** bietet beispielsweise ein minimalistisches Zero Waste Geschirrspül-Set an. Es gibt auch Spülmaschinen im Miniformat: beispielsweise ein Tischgeschirrspüler von MEDION (Energieeffizienzklasse A und wassersparend), zu finden unter anderem bei Amazon**.
      • Klein, aber fein: Vielleicht ist ein Mini-Backofen anstelle eines großen Gerätes eine Option für dich (zum Beispiel über Amazon**).
      • Ein normaler Kühlschrank nimmt sehr viel Raum ein. Ein großer leerer Kühlschrank lädt dazu ein ihn vollzustellen, obwohl die Hälfte der Lebensmittel nicht gekühlt werden müsste oder kaum genutzt wird. Wenn du allein bist oder ihr zu zweit seid, eignet sich ein kleineres Modell. Zum Beispiel findest du einen 48-Liter-Mini-Kühlschrank von Universalblue (Energieeffizienzklasse A+) bei Amazon**. Manche Menschen brauchen auch gar kein Tiefkühlfach. Die eigene Versorgung mit gutem Essen lässt sich, wenn man möchte, ohne ein Gefrierfach organisieren.
      • Unverzichtbar ist für die meisten jedoch der Herd. Auch diesen gibt es als platzsparende Version. Wenn dein Herd nicht schon in deiner Küche eingebaut ist, kannst du überlegen, ob dir auch zwei Kochplatten reichen würden. Die Induktionskochplatte von Aobisi ist energieeffizient und somit auch stromsparend. Finden kannst du sie zum Beispiel bei Amazon**.

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