Silica-Gel: Warum du die weißen Tütchen aufbewahren solltest

Silica Gel
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Waren bei deinem letzten Einkauf auch wieder kleine, wundersame Tütchen mit in der Verpackung? Dann hattest du es mit Silica-Gel zutun. Wir sagen dir, warum du die weißen Tütchen nicht wegschmeißen solltest.

Was ist Silica-Gel?

Die kleinen weißen Tütchen aus Silica-Gel stecken oft in vielen Warensendungen und Verpackungen. Sie sorgen dafür, dass feuchtigkeitsempfindliche Produkte vor Nässe geschützt werden, da sie Feuchtigkeit binden. Vor allem bei elektronischen Geräten, Nahrungsmitteln, Schuhen oder Lederwaren werden sie deshalb häufig beigelegt. 

Auch wenn du auf den weißen Tütchen häufig die Aufschrift „Do not eat“ findest – giftig sind sie nicht. Silica-Gel ist nichts anderes als Kieselgel. Liegt das Kieselgel in reiner, weißer Form vor, ist es nicht gesundheitsgefährdend. Lediglich seine blaue, mit Cobaltchlorid gefärbte Variante ist bedenklich. In Europa wird heutzutage jedoch fast ausschließlich natürliches Silica-Gel verwendet.

Warum du Silica-Gel aufheben solltest

Falls du die kleinen Beutel bis heute meist einfach weggeworfen hast, ist nun Zeit, damit aufzuhören. Silica-Gel-Beutel sind wahre Wundermittel für den Haushalt. Sammle die kleinen Beutelchen am besten in einer luft- und lichtgeschützten Box, so hast du bei Bedarf immer einen kleinen Vorrat. 

Kieselgel hat die Eigenschaft, stark feuchtigkeitsbindend zu sein. Über 40 Prozent des eigenen Gewichts kann ein mit Silica-Gel gefülltes Beutelchen aufnehmen. So werden die Materialen, die den Beutel umgeben hervorragend gegen eindringende Nässe geschützt. 

Silica-Gel für den Haushalt

Mit Silica-Gel nasses Handy trocknen
Mit Silica-Gel nasses Handy trocknen
(Foto: CC0 / Pixabay / DariuszSankowski)

Tütchen aus Silica-Gel lassen sich wunderbar für praktische Haushalts-Tricks verwenden: 

Handy trocknen

Ist auch dir schon mal das Handy nass geworden? Dann leg es so schnell wie möglich in einen mit Kieselgel-Beuteln gefüllten Behälter. Die Tütchen entziehen dem Gerät nach und nach die Feuchtigkeit. So kannst du langfristige Elektronikschäden an deinem Gerät im besten Fall noch abwenden oder minimieren. 

Gerüche minimieren

Sporttaschen oder viel genutzte Einkaufstaschen entwickeln nach einer gewissen Zeit unangenehme Gerüche. Legst du ein paar Silica-Beutel in die Tasche, verhinderst du, dass sich etwa die Feuchtigkeit verschwitzter Sportklamotten ausbreitet. So wirkst du der Entstehung von Bakterien und Pilzen entgegen, die die Hauptursache muffiger Gerüche sind. 

Schuhe trocknen

Dich hat ein Regenschauer überrascht und deine geliebten Lederschuhe haben es erwischt? Leder zu föhnen oder es auf die Heizung zu legen trocknet aus und macht es auf Dauer porös und spröde. Nachhaltiger trocknest du mit Silica-Beuteln. Lege einige Beutel in jeden Schuh und lasse sie über Nacht drin. Am Morgen werden deine Schuhe schon um einiges trockener sein. 

Werkzeug schützen

Professionelles Werkzeug ist häufig teuer. Klar, dass man es so lange wie möglich behalten möchte. Gerade Metallwerkzeuge sind anfällig für Rost – besonders, wenn sie im Keller oder in der Garage stehen. Abhilfe schaffen dir Silica-Beutel. Gebe einige davon in deine Werkzeugkiste oder Schublade und verlängere so die Lebensdauer deiner Utensilien. 

Fotos und Dokumente schützen

Fotos sind einzigartige Dokumente der eigenen Geschichte. Toll, wenn sie auch über Generationen noch ansehnlich sind. Fotografien und wertvolle Dokumente solltest du ohnehin stets vor Nässe und Licht geschützt aufbewahren. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du deiner Aufbewahrungsbox einige Tütchen Kieselgel beifügst. Versehentlich eindringende Feuchtigkeit wird so schnell von den empfindlichen Papieren abgewendet. Für Dokumente, die du in Ordnern abheftest, gib einfach ein bis zwei Beutelchen zum Papier in die Klarsichtfolie.

Silicagel wiederverwendbar machen

Kieselgel im Ofen trocknen
Kieselgel im Ofen trocknen
(Foto: CC0 / Pixabay / Pimasuro)

Silica-Beutel, die sich einmal mit Feuchtigkeit vollgesogen haben, musst du nicht wegschmeißen. Sie sind wiederverwendbar. Lege deine Kügelchen nach Gebrauch einfach gesammelt in den warmen Backofen. Eine halbe Stunde bei 100 bis 120 Grad reichen aus. Durchmische die Kügelchen ein bis zwei mal während des Backvorgangs.

Bedenke aber, dass jeder Ofengang Energie verbraucht. Am besten, du sammelst also erst einige gebrauchte Beutel, bevor du sie zum Trocknen backst. Wenn die Kügelchen in einer Papierverpackung stecken, mussst du diese vor dem Backen entfernen. Das Papier könnte sonst anbrennen und auch das Silica-Gel unbrauchbar machen. Befinden sich die Kügelchen in Baumwollbeutelchen, kannst du diese mit backen.  

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