Stinkende Waschmaschine reinigen – so geht’s mit Hausmitteln

Schmutzige Waschmaschine
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Deine frisch gewaschene Wäsche stinkt oder riecht unangenehm? Das liegt vielleicht an einer verschmutzen Waschmaschine. Wir zeigen dir natürliche Hausmittel, mit denen du deine Maschine reinigen kannst – ganz ohne Chemie.

Warum stinkt meine Waschmaschine?

Wann hast du zum letzten Mal deine Waschmaschine gereinigt?
Wann hast du zum letzten Mal deine Waschmaschine gereinigt?
(Foto: CC0/ Pixabay/ Pexels)

Die heute üblichen Energiesparprogramme bei Waschmaschinen waschen fast ausschließlich mit niedriger Temperatur. Das reduziert zwar den Stromverbrauch, hat aber zur Folge, dass Fette und Schmutz, die sich in der Waschmaschine ablagern, nicht mehr richtig gelöst und abtransportiert werden. Sie bleiben in der Maschine und setzen sich am Dichtungsring und im Waschmittelfach ab. Diese Ablagerungen bilden den idealen Nährboden für Bakterien und Schimmel, die wiederum für den stinkenden Geruch verantwortlich sein können.

Neben chemischen Produkten aus dem Handel gibt es auch natürliche Hausmittel, um diesen unappetitlichen Phänomenen nicht nur vorzubeugen, sondern sie auch zu bekämpfen. Wir zeigen dir, wie es geht und worauf du beim Reinigen deiner Waschmaschine besonders achten musst.

So reinigst du deine Waschmaschine mit natürlichen Hausmitteln

Ab und zu bei höherer Temperatur waschen beseitigt Schimmel und Bakterien
Ab und zu bei höherer Temperatur waschen beseitigt Schimmel und Bakterien
(Foto: CC0 / Pixabay / RaphaelaFotografie)
  • Essig – effektiv, ergiebig, umweltfreundlich: Essig kann viele teure Putzmittel kostengünstig umweltfreundlich ersetzen. Bei der Waschmaschine ist allerdings Vorsicht geboten. Viele schwören auf das altbewährte Hausmittel und geben eine Tasse Essigessenz in die Trommel der leeren Maschine, um sie dann mit mindestens 90° C laufen zu lassen. Die Essigsäure sorgt dafür, dass sich die Kalkablagerungen in der Maschine und den Anschlüssen lösen und abfließen können. Experten raten aber auf Grund der Aggressivität von Essigsäure davon ab, da es längerfristig zu Schäden an den Dichtungen und Schläuchen kommen kann. Daher Essig lieber nur zum Reinigen der Waschmittellade verwenden.
  • Sauer macht sauber: Zitronensäure (in der Drogerie oder onlien bei **Memolife) hilft gegen Kalk. Ein schonenderes, aber genauso effektives Mittel ist handelsübliche Zitronensäure. Sie wirkt wie Essigsäure, ist aber weniger aggressiv und verleiht zudem deiner Wäsche einen angenehmen Duft. Dafür gibst du alle zwei Monate einfach fünf bis zehn Esslöffel Zitronensäure direkt in die leere Trommel und wählst ein Programm mit maximal 40° C. Nach der halben Waschzeit schaltest du auf Pause und lässt die aufgelöste Zitronensäure für eine bis zwei Stunden einwirken. Anschließend den Waschgang wie gewohnt beenden.
  • Zitronensaft zum Reinigen des Dichtungsgummis. Einfach einen Lappen mit Zitronensaft befeuchten und den Dichtungsgummi, der sich am Rand der Trommel befindet, entlangfahren. Du wirst erstaunt sein, was sich hier über die Zeit alles abgelagert hat.
  • Auch Natron ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Bakterien, Pilze, Kalk und üble Gerüche. 50 Gramm Natron (erhältlich in jeder Drogerie oder online bei** Amazon) in das Fach für die Hauptwäsche geben und mit leerer Trommel bei mindestens 40° C einen Waschgang lang durchwaschen lassen.

Tipp: Immer die Waschmaschinentrommel und das Waschmittelfach offen lassen, damit genügend Luft dazu kann und sich kein Schimmel bildet!

Kampf dem Kalk

Neben ungelösten Fetten, Schmutz und Schimmel zählt auch Kalk zu den Problemverursachern in Waschmaschinen. Kalk kann der Maschine nicht nur großen Schaden zufügen, sondern auch den Energieaufwand erhöhen, sobald die Heizstäbe davon betroffen sind.

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(1) Kommentar

  1. Ich würde noch ergänzen, dass man ab und zu mit einem pulverförmigen (!) Vollwaschmittel (wegen der Bleiche) und bei hoher Temperatur (60 °C) waschen sollte. Wenn es stinkt oder die Maschine von innen dreckig ist, auch gerne bei 95 °C. Dann fängt sie Maschine nämlich garnicht erst an zu stinken. Ganz wichtig sind aber auch die schon angesprochenen Tipps: Wenn die Waschmaschine nicht genutzt wird, Schublade und Tür offen lassen, damit das Wasser verdunsten kann. Und wenn die Gummilippe oder die Schublade verdreckt sind, ist ja auch klar, dass man das mal ordentlich sauber macht.

    Zu den anderen Tipps: Kalk ist tatsächlich ein Problem, wenn das Waschmittel (zu) niedrig dosiert wird und wenn das Wasser hart ist. Dann macht das regelmäßige Entkalken mit z.B. Zitronensäure auf jeden Fall Sinn. In Gebieten mit weichem Wasser ist das aber absolut übertrieben, da reicht das vielleicht 1x im Jahr, wenn überhaupt nötig. Denn der im Waschmittel enthaltene Enthärter sorgt dafür, dass sich kein Kalk absetzen kann. Und in weichem Wasser sind ja eh schon kaum Kalkbildner enthalten, von daher…

    Hausmittelchen wie Natron kann man gerne probieren, aber dass eine richtig eklige Maschine damit wieder richtig sauber wird, wage ich zu bezweifeln. Da ist die oben beschriebene Prozedur normalem pulverförmigen Waschmittel bei 95 °C sicherlich eine einfachere und zuverlässigere Variante.

    Und dann noch eine kleine letzte Anmerkung: Natürlich ist auch Zitronensäure, Essigsäure, und Natron pure „Chemie“, anders als im Einleitungssatz geschrieben. Und durch *chemische* Reaktionen wird dann z.B. Kalk gelöst oder auch der pH-Wert vom Wasser verändert, was dann Einfluss auf Mikroorganismen hat. Am Ende des Tages besteht alles aus chemischen Verbindungen und das ist auch nicht schlimm. Es kommt halt immer drauf an. 🙂

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