Kalk entfernen: So wirst du die Ablagerungen überall los

Kalk entfernen
Foto: CC0 / Pixabay / rkit

Kalk zu entfernen ist eine lästige Angelegenheit. Er bildet sich häufig in Küche und Bad. Hier erfährst du, wie Kalk entsteht und wie du die unschönen Flecken entfernen kannst.

In deinen vier Wänden musst du Kalk regelmäßig entfernen, wenn das Wasser bei dir besonders hart ist. Je härter das Wasser, desto schneller kommt es auch zu Kalkablagerungen.

Diese entstehen, wenn kalkhaltiges hartes Wasser als Leitungswasser in deinen Haushalt gelangt. Erhitzt du dieses Wasser, beispielsweise im Wasserkocher, oder lässt du es verdunsten, wie nach dem Duschen, dann bleibt Kalk an den Oberflächen von Armaturen und Geräten zurück.

Doch: Was ist Kalk eigentlich und wie kannst du ihn entfernen?

Kalk entfernen: Was ist Kalk überhaupt?

Kalk (Calciumcarbonat (CaCo3)) ist eine chemische Verbindung aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff und wird häufig auch als Kalkstein bezeichnet. Kalk kommt in der Natur in verschiedenen Formen vor. Man findet ihn beispielsweise in Korallenriffen oder Gebirgszügen. Marmor und Kreide stellen zwei besondere Ausprägungen von Kalkstein dar.

Für dich zu Hause ist Kalkstein zwar meist lästig, er ist dem Menschen jedoch seit vielen Tausend Jahren ein sehr nützlicher Rohstoff. Kalk kommt zum Einsatz:

  • als Baustoff für Häuser und Straßen
  • in Hygiene- und Schmuckartikeln
  • in Lebensmitteln
  • bei der Glas- und Kunststoffproduktion
  • bei der Produktion synthetischer Gipse

Kalk entfernen: Hausmittel im Überblick

Zitronensäure eignet sich hervorragend zum Entfernen von Kalk.
Zitronensäure eignet sich hervorragend zum Entfernen von Kalk.
(Foto: CC0 / Pixabay / misskursovie2013)

Wenn du Kalk möglichst nachhaltig entfernen willst, eignen sich natürliche Hausmittel. Diese sind umweltfreundlicher und weniger aggressiv als viele konventionelle Reinigungsmittel.

Wenn du mehr über selbstgemachte Putzmittel erfahren willst, hör doch in diese Episode des Utopia-Podcasts rein:

Zum Entkalken eignen sich insbesondere:

  • Zitronensäure: Um Plastik zu sparen, kannst du die Zitronensäure in Pulverform kaufen. In Drogeriemärkten und Supermärkten gibt es diese in einer Papierverpackung. Flüssige Zitronensäure wird nämlich meist in Plastikflaschen verkauft.
  • Essigsäure: Essigsäure kannst du in Form von Essigessenz ebenfalls im Supermarkt oder der Drogerie erwerben. Dort ist sie auch in Glasflaschen erhältlich.

Egal, ob in der Küche oder im Bad: Mit Zitronen- oder Essigsäure kannst du Kalk entfernen. Wie du im konkreten Fall dabei vorgehst, erfährst du weiter unten.

Übrigens: Damit Kalkflecken erst gar nicht entstehen, solltest du Wasserflecken am Besten immer direkt mit einem Lappen wegwischen.

Kalk entfernen im Bad

Im Bad bilden sich schnell Kalkflecken auf Fliesen und Armaturen.
Im Bad bilden sich schnell Kalkflecken auf Fliesen und Armaturen.
(Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

Insbesondere wenn du in einer Region mit hartem Wasser lebst, bilden sich in deinem Bad schnell Kalkflecken. Wenn du nicht weißt, welche Härtgrad dein Leitungswasser besitzt, kannst du die Wasserhärte messen. Allerdings sind die Wasserwerke auch dazu verpflichtet, den Härtegrad einmal im Jahr zu veröffentlichen.

  • Waschmaschine: Kalkablagerungen Lebensdauer deiner Waschmaschine verringern und bewirken einen höheren Energieaufwand. Deshalb solltest du deine Waschmaschine regelmäßig entkalken. Je nach Waschpulver, Wasserhärtegrad und Größe deines Haushaltes empfiehlt es sich, dies ein- bis dreimal im Jahr zu tun. Hierfür kannst du Zitronensäure verwenden, da diese als natürliches Hausmittel weniger aggressiv und nachhaltiger ist als herkömmliche Entkalker. Lies in unserer Anleitung nach, wie du deine Waschmaschine entkalken kannst.
  • Toilette und Spülkasten: In der Toilette bilden sich meist mit der Zeit Urinstein und Kalk und auch der Spülkasten bleibt nicht verschont. Diese Ablagerungen sehen nicht nur unschön aus, sondern sorgen auch für üble Gerüche. Deshalb solltest du sie regelmäßig entfernen, damit sie sich nicht festsetzen. Es eignen sich auch hier Zitronensäure und Essig. Lies in unseren gesonderten Artikeln nach, wie genau du Urinstein entfernen und deinen Spülkasten entkalken kannst.
  • Dusche: Auch in der Dusche lagert sich Kalk ab. Um deine Armaturen zu reinigen, eignen sich Essig oder Zitronensäure. Bei den Kacheln und Fugen solltest du vorsichtig sein. Wenn diese aus natürlichem Kalkstein wie beispielsweise Marmor bestehen, solltest du keine säurehaltigen Hausmittel zum Reinigen verwenden. Beim Marmor reinigen musst du etwas behutsamer sein. Lies in unserem Artikel nach, wie du deine Duschkabine reinigen kannst.
  • Badewanne: Um deine Badewanne zu reinigen, gehst du ähnlich wie in den vorherigen Fällen vor. Verwende auch hier Essig oder Zitronensäure.

Kalk entfernen in der Küche

Um Kalkflecken vorzubeugen, kannst du Armaturen regelmäßig abwischen.
Um Kalkflecken vorzubeugen, kannst du Armaturen regelmäßig abwischen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Skitterphoto)

Nicht nur im Bad, sondern auch in der Küche bilden sich Kalkablagerungen. Ein verkalkter Wasserkocher führt zu unappetitlichen Kalkflocken im Tee. Und wenn aus Kaffemaschine oder Wasserhahn kaum oder gar kein Wasser mehr läuft, sind diese höchstwahrscheinlich verkalkt.

  • Wasserhahn: Um deinen Wasserhahn zu entkalken, musst du den Perlator, also den Aufsatz des Hahnes, entfernen und in Essig oder Zitronensäure einlegen.
  • Kaffemaschine: Wenn du deine Kaffemaschine entkalken willst, verwendest du ebenfalls Essig oder Zitronensäure und gibst diese verdünnt in den Wassertank.

Ist Kalk im Trinkwasser schädlich?

Das deutsche Leitungswasser ist von sehr guter Qualität.
Das deutsche Leitungswasser ist von sehr guter Qualität.
(Foto: CC0 / Pixabay / Engin_Akyurt)

Das deutsche Leitungswasser ist bedenkenlos trinkbar, da es aufgrund von strengen Kontrollen von sehr guter Qualität ist. Kalk im Wasser ist für den Menschen nicht gesundheitsschädlich, da Calcium einen wichtigen Mineralstoff darstellt. Viele Menschen sind dennoch skeptisch und möchten ihr Wasser filtern. Ein Wasserfilter ist jedoch eine unnötige Investition, da er schnell verkeimt und teilweise wichtige Mineralstoffe herausfiltert. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dein Leitungswasser testen lassen.

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