Tofu roh essen: Ist das gesund?

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Kann man Tofu roh essen? Wir erklären dir, was du dabei beachten solltest. Außerdem erfährst du, wie du rohen Tofu in Gerichten verwenden kannst.

Tofu roh essen: bedenkenlos möglich?

Tofu ist eine gute pflanzliche Proteinquelle und lässt sich unkompliziert und vielseitig in den Speiseplan integrieren. Viele Rezepte sehen vor, den Tofu zu braten, zu backen, zu frittieren oder sogar den Tofu zu grillen. Doch du kannst Tofu auch roh essen und so viele Gerichte nährstoffreicher gestalten – denn Tofu enthält neben Proteinen auch viele weitere gesunde Nährstoffe. Mehr zu den Inhaltsstoffen kannst du hier nachlesen: Tofu: So gesund ist das Sojaprodukt.

Eigentlich ist Tofu nie „roh“: Tofu entsteht aus gekochter Sojamilch, die unter Einsatz von Calciumsulfat, Magnesiumchlorid oder Nigari (ein aus Meerwasser gewonnenes Salz) zum Gerinnen gebracht wird. Dadurch flockt das in der Flüssigkeit befindliche Sojaeiweiß aus. Dieses lässt sich dann von der Flüssigkeit trennen und zu Blöcken pressen. Übrigens: Du kanst Tofu auch selbst herstellen

Wie fast alle Hülsenfrüchte enthalten rohe Sojabohnen Lektine, für den Menschen giftige Eiweiße. Allerdings kannst du Lektine durch Erhitzen zerstören. Tofu entsteht wie oben beschrieben aus gekochter Sojamilch und enthält dementsprechend keine Lektine mehr. 

Tofu roh zu essen bedeutet also lediglich, dass du ihn ohne weiteres Erhitzen verwendest und verspeist. 

Tofu roh essen: Leckere Rezeptinspirationen

Roher Tofu im Sandwich ist eine gute Protein-Alternative zu Käse.
Roher Tofu im Sandwich ist eine gute Protein-Alternative zu Käse.
(Foto: CC0 / Pixabay / alexbadulescu)

Naturbelassenen Tofu roh essen

Tofu gibt es in vielen unterschiedlichen Konsistenzen. Das liegt an den verschiedenen Feuchtigkeitsgehalten und Verarbeitungsmethoden. Es gibt naturbelassenen Tofu mit diversen Texturen, von weich und seidig bis hin zu trocken und eher krümelig. Der Geschmack dieser Sorten ist sehr unaufdringlich. Naturbelassenen Tofu kannst du roh deshalb in vielen Gerichten verwenden, ohne dass das Soja-Aroma im Vordergrund steht. 

  • Proteinreicher Smoothie: Als sättigende Grundlage für deinen morgendlichen Frühstücks-Smoothie kannst du einfach etwas Naturtofu roh mit in den Mixer geben. Dadurch wird der Smoothie nicht nur besonders cremig, sondern macht aufgrund des Proteins im Tofu auch länger satt. 
  • Lockere Mousse au Chocolat: Dass roher Seidentofu ein wunderbares, veganes Dessert ohne Kochen ermöglicht, beweist dieses Rezept für Mousse au Chocolat
  • Dips, Dressing und Soßen: In Form von Soßen, Dips und Dressings kannst du Seidentofu ebenfalls roh essen. Püriere ihn dafür zu einer Creme. Diese kann beispielsweise als Grundlage für eine vegane Sour Cream oder ein American Dressing dienen. Auch eine pflanzliche Quark-Alternative kannst du daraus herstellen. 
  • Vegane Feta-Alternative: Festen Tofu kannst du roh mit mediterranen Kräutern in Öl einlegen und so eine vegane Alternative zu Feta-Käse herstellen. 

Geräucherten und marinierten Tofu roh essen

Geräucherter Tofu hat eine festere Konsistenz als naturbelassener Tofu. Es gibt inzwischen auch eine Bandbreite an Tofu-Produkten, die mit einer leckeren Marinade oder zusätzlichen Zutaten wie Kräutern, Nüssen und Gewürzen für Vielfalt sorgen. All diese Tofu-Sorten kannst du roh essen. 

  • Räuchertofu-Sandwich: Wenn du Appetit auf eine deftige Brotzeit hast, kannst du gut zu rohem Räuchertofu als Belag greifen. Dieser Tofu bringt neben einem rauchigen Aroma auch einen guten Biss mit. Bette den Räuchertofu am besten auf einen leckeren Aufstrich, Salat und Tomaten- oder Gurkenscheiben. 
  • Tofu als Einlage und Topping: Gewürfelt machen sich Räuchertofu und andere Tofu-Sorten gut in Salaten, Eintöpfen oder als Einlage in Suppen. Weil du den Tofu roh verwendest, brauchst du für die Zubereitung dieser Toppings kaum Zeit aufzuwenden.

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(1) Kommentar

  1. Hat man die Gräten entfernt, geht das ganz gefahrlos :

    Dann kann man einen Räuchertofu (in feine Streifen geschnitten) mit Vinaigrette, Kräutern, Kapern, Gewürzgurke, Échalote etc.. in eine sehr schmackhafte Speise verwandeln.