Vegane Brötchen: Mit diesem Rezept backst du deine Semmeln selbst

Foto: CC0 / Pixabay / anaterate

Vegane Brötchen selber backen ist nicht schwer. Wir zeigen dir ein einfaches Rezept für vegane Brötchen und erklären dir verschiedene Möglichkeiten, die Semmeln zu formen.

Brötchen und Semmeln bezeichnen verschiedene Arten von Kleingebäck. In den unterschiedlichen deutschsprachigen Gebieten gibt es eine Vielzahl von Varianten der ungesüßten kleinen Gebäckstücke aus meist hellem Weizenmehl.

Die Hauptzutaten für das Brötchen-Rezept sind Wasser und Mehl. Das Gebäck eignet sich daher für die vegane Ernährung.

Die Sonderform der Kaisersemmel ist in Bayern und Österreich weit verbreitet.

Du erfährst in diesem Artikel nicht nur, wie du vegane Brötchen backst. Du erhältst zusätzlich eine Anleitung, um die traditionelle Handkaiser-Semmel zu formen.

Vegane Brötchen: Die Zutaten

Vegane Brötchen bestehen hauptsächlich aus Mehl und Wasser.
Vegane Brötchen bestehen hauptsächlich aus Mehl und Wasser.
(Foto: CC0 / Pixabay / falco)

Diese Zutaten benötigst du für zehn bis zwölf vegane Brötchen:

  • 280 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 500 g Weizenmehl
  • 10 g Salz
  • 10 g Backmalz

Tipp: Das Backmalz gibt der Semmel eine schöne bräunliche Farbe und mehr Volumen. Backmalz ist jedoch kein essentieller Bestandteil vom Teig und du kannst es daher auch weglassen.

Zusätzlich brauchst du etwas Mehl für die Arbeitsfläche und ein wenig Öl zum Befetten vom Backblech.

Diese Küchenutensilien benötigst du für die Zubereitung:

  • Küchenwaage
  • Küchenmaschine
  • Backgitter
  • Temperaturbeständiges Gefäß

Verwende für das Brötchen-Rezept Getreide in Bio-Qualität, da es frei von synthetischen Pestiziden und anderen giftigen Inhaltsstoffen ist. Außerdem solltest du deine Zutaten möglichst aus regionalem Anbau kaufen. Regionale Produkte haben kürzere Transportwege hinter sich und sind deshalb besser für das Klima.

  • Knetzeit: 10 Minuten
  • Gehzeit: 60 Minuten
  • Backzeit: 20 Minuten

Vegane Brötchen: Die Zubereitung

Lass den Teig für die veganen Brötchen zugedeckt ruhen.
Lass den Teig für die veganen Brötchen zugedeckt ruhen.
(Foto: Maria Hohenthal/Utopia)

So bereitest du das Rezept für deine Semmeln zu:

  1. Fülle das lauwarme Wasser in die Rührschüssel deiner Küchenmaschine.
  2. Löse die Hefe mit einem Schneebesen im Wasser gut auf.
  3. Wiege die restlichen Zutaten ab und gib sie ebenfalls in die Rührschüssel.
  4. Knete den Teig langsam mit dem Knethaken der Küchenmaschine, um alle Zutaten gut zu vermengen. Lass die Küchenmaschine den Teig anschließend für weitere acht bis zehn Minuten kräftig durchkneten.
  5. Bemehle nun den Teig an der Oberfläche und lass ihn für 40 Minuten zugedeckt bei Raumtemperatur ruhen. Das Volumen vom Teig sollte sich in der Zeit verdoppeln.
  6. Streue etwas Mehl auf deine Arbeitsfläche und verteile es. Gib den aufgegangenen Teig auf die Fläche.
  7. Teile den Teigklumpen mit einer Teigkarte oder einem Messer in zehn bis zwölf gleich große Teigstücke.
  8. Forme aus jedem Teigstück ein veganes Brötchen. Tipp: Wie du die veganen Brötchen in die typische Form bringst, erfährst du in den nachstehenden Absätzen.
  9. Lege die veganen Brötchen auf das leicht beölte Backblech und lass die Teiglinge bei Raumtemperatur für weitere 20 Minuten zugedeckt gehen.
  10. Du musst nun das Backrohr für zehn Minuten auf 230 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Achtung: Auch wenn es meist nicht nötig ist, den Backofen vorzuheizen, solltest du für Kleingebäck eine Ausnahme machen. Ohne Vorheizen neigt das Gebäck zum Fließen und trocknet leicht aus.
  11. Besprühe die Teigoberfläche mit etwas Wasser und schiebe das Backblech ins Backrohr.
  12. Backe die veganen Brötchen bei hoher Luftfeuchtigkeit für rund 20 Minuten. Stell dazu ein temperaturbeständiges Gefäß mit Wasser auf den Boden des Backrohrs.
  13. Lass das heiße Gebäck auf einem Backgitter gut auskühlen.

Tipp: Aus dem Teig kannst du auch anderes Kleingebäck wie beispielsweise Salzstangerln oder Brezen formen.

Einfache vegane Brötchen formen

Schleife die Teigstücke mit der Hand zu kleinen Kugeln.
Schleife die Teigstücke mit der Hand zu kleinen Kugeln.
(Foto: CC0 / Pixabay / mp1746)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um vegane Brötchen zu formen. Die einfachste Variante ist diese:

  1. Schleife die Teigstücke mit der hohlen Hand zu kleinen Kugeln. Bewege dazu die hohle Hand kreisförmig, bis eine Teigkugel entsteht. Wie das aussieht, kannst du auf dem Bild sehen.
  2. Lege die veganen Brötchen auf das leicht beölte Backblech.
  3. Tipp: Wenn du magst, kannst du die Oberfläche mit Saaten wie beispielsweise Sonnenblumenkernen, Mohn, Leinsamen oder Sesam bestreuen. Besprühe die Oberfläche deiner veganen Brötchen mit etwas Wasser, bevor du sie bestreust. Dadurch haften die Samen auf dem Teig.
  4. Arbeite nach der obigen Anleitung weiter.

Tipp: Wenn du die Oberfläche der Teigkugel mit einem sehr scharfen Messen kreuzweise einschneidest, sieht dein Brötchen ähnlich wie eine Kaisersemmel aus.

Handsemmeln: So formst du Kaisersemmeln

Handgemachte Kaisersemmeln sind etwas Besonders.
Handgemachte Kaisersemmeln sind etwas Besonders.
(Foto: CC0 / Pixabay / ReinhardThrainer)

Eine Kaisersemmel einzuschlagen, erfordert etwas Geschick und Übung. Eine Handkaiser-Semmel ist jedoch etwas Besonderes und vielleicht möchtest du die Technik daher ausprobieren.

  1. Drücke das Teigstück mit der Hand flach.
  2. Lege deinen linken Daumen auf das Teigstück und schlage eine Ecke über den Daumen.
  3. Drücke die beiden Teigstücke mit dem Handrücken fest zusammen.
  4. Lass den Daumen, wo er ist und schlage die nächste Ecke zur Mitte. Drücke sie abermals fest.
  5. Fahre mit der Technik fort, bis du insgesamt fünf Ecken eingeschlagen hast.
  6. Stecke das letzte Teigstück in das Loch, das dein Daumen bildet.
  7. Ziehe die Handsemmel zurecht.

Im Video „Handkaiser Semmel“ des österreichischen Bäckers Christian Ofner siehst du, wie das geht.

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(5) Kommentare

  1. Man möge es mir nicht übel nehmen, aber dieses Rezept ist kein Highlight. Seit mehr als 10 Jahren backe ich alles selbst – vom Vollkornkastenbrot, Bauernbrot, Ciabatta und Baguette bis zu Laugenbrezen.
    Diese Brötchen sind vegan – ja – aber kaum besser als traditionelle Bäckerware, sieht man davon ab, dass neben dem Backmalz keine Enzyme oder andere Backmittel zugefügt werden. Es steht nicht mal dabei, ob es sich bei dem Backmalz um aktives oder inaktives handelt und aus welchem Getreide es hergestellt wurde. Ebensowenig ist angegeben, welche Type das Mehl haben soll – vermutlich 405, so wie die Brötchen aussehen – das bezüglich gesunder Ernährung minderwertigste von allen.
    Es geht besser: auf 500 g Mehl kann man mit anderer Rezeptur und Teiggare z.B. auch mit nur 2 g Hefe auskommen und dafür eine praktische Übernachtgare nutzen. Ich schlafe – der Teig arbeitet.
    Auf die Verwendung einer Küchenmaschine und die dazu nötige Energie kann man verzichten. Es geht auch ganz easy von Hand und man kann dabei ein paar Gedanken baumeln lassen statt eine lärmende Maschine zu hören.
    Durch die lange Teiggare wird alles nicht nur aromatischer, sondern auch bekömmlicher (s. Studie UNI Hohenheim zum Thema Foodmaps)

  2. Danke, LustaufUnkraut, sehr gute Ergänzung. Wenn man schon zu hause backt, sollte man sich die Zeit nehmen. Und gerne auch höherwertiges Mehl bis zum Vollkorn (ich nehme meist 2/3 1050er Weizenmehl + 1/3 Roggen VK). Mein nächster Versuch ist Sauerteig (auch hier bei utopia.de beschrieben).

  3. LustaufUnkraut – danke für deinen ausfühlichen kommentar. ich selbst wollte nicht schon wieder der stinkstiefel sein.
    leider ist es gang und gebe, dass auch bei utopia und anderen „nachhaltigen“ von gesunder ernährung gesprochen wird, zu sehen sind aber weißmehlprodukte – so gut wie immer! und dann einen halben würfel hefe …
    1. in der zdf-mediathek gibt es gerade eine kurze, informative doku zum thema brot (einfach nach „mythos“ und „brot“ suchen?
    2. auf ploetzblog.de finden sich viele, viele, gute rezepte zu brot und brötchen mit wenig bis gar keiner hefe, langer, viel besser verträglicher teigführung usw.

    wer selbst backen möchte, ob mit hefe oder sauerteig, auszugs- oder vollkornmehl, wird dort fündig und kann eine menge lernen.