Waschball: Wie sinnvoll ist Waschen ohne Waschmittel?

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Der Waschball verspricht umweltfreundliches Waschen für den kleinen Geldbeutel. In diesem Artikel erklären wir dir, wie das Waschen ohne Waschmittel funktioniert und was die Vor- und Nachteile sind.

Den Waschball (auch Waschkugel genannt) kannst du in zwei Varianten kaufen: als Bio- oder Keramik-Waschball. Das Verkaufsversprechen ist immer gleich: Mit Waschbällen sollst du deine Kleidung mit nur ganz wenig oder sogar komplett ohne Waschmittel waschen können. Laut den Herstellern sollen Waschkugeln ähnlich wie Waschnüsse den Waschmittelverbrauch um bis zu 80 Prozent senken.

Wie funktioniert der Waschball?

Im Gegensatz zu Waschpulver enthält der Waschball natürliche Mineralien, die den Schmutz lösen.
Im Gegensatz zu Waschpulver enthält der Waschball natürliche Mineralien, die den Schmutz lösen. (Foto: CC0 / Pixabay / habelfrank)

Wenn du den Waschball in deine Waschmaschine legst, wirkt er dort auf zwei verschiedene Arten:

  • Durch negativ geladene Ionen: Im Inneren des Waschballs befinden sich kleine Kugeln aus natürlichen Mineralien. Treffen diese Bestandteile auf Wasser, geben sie negativ geladene Ionen ab. Die Ionen sorgen schließlich dafür, dass sich beim Wäschewaschen der Schmutz löst.
  • Durch mechanische Reibung: In der Waschmaschine reibt der Waschball an der Kleidung und löst so die Verschmutzungen aus den Fasern.

Dank dieser beiden Methoden kommt der Waschball ganz ohne Tenside aus. Damit eignet er sich als umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Waschmittel.

Vorteile des Waschballs

Ohne Tenside und Chemie ist der Waschball eine umweltschonende Variante, deine Wäsche zu waschen.
Ohne Tenside und Chemie ist der Waschball eine umweltschonende Variante, deine Wäsche zu waschen. (Foto: CC0 / Pixabay / Skitterphoto)

Waschbälle haben einige Vorteile:

  • Umweltschonend: In herkömmlichem Waschmittel stecken Tenside, die eine Belastung für die Umwelt sind. Außerdem können die in Weichspüler und Waschmittel enthaltenen Duftstoffe nur schwer abgebaut werden. Im Waschball kommt keiner dieser Inhaltsstoffe vor. Deshalb verhinderst du beim Waschen mit ihm auch, dass solche Schadstoffe in unsere Abwässer gelangen.
  • Stromsparend: Anders als beim Waschen mit Waschmittel wird mit dem Waschball weniger Energie für die Wassererhitzung benötigt. Wenn du mit einem Waschball wäschst, reichen Waschstufen mit wenig Energie- und Schleuderbedarf meist vollkommen aus, um deine Wäsche wieder sauber zu bekommen. Mit dem Waschball kannst du deine Wäsche bei 30, 40 oder 60 Grad waschen.
  • Weniger Allergien: Wenn du auf dein Waschmittel allergisch reagierst, sind daran meistens die enthaltenen Duftstoffe Schuld. Da die Waschkugel frei von Chemie  ist, kannst du die sie auch guten Gewissens benutzen, wenn du unter Neurodermitis oder ähnlichen Hauterkrankungen leidest.
  • Für den kleinen Geldbeutel geeignet: Qualitativ hochwertige Waschbälle bekommst du zum Beispiel in der Drogerie oder online bei **Avocadostore schon für knapp 50 Euro. Solche Produkte halten bis zu 1.000 Wäschen lang, das entspricht etwa drei Jahren Haltbarkeit. Für Waschmittel gibst du im Jahr durchschnittlich etwa 200 Euro aus. Rechnest du jetzt noch die gesparten Stromkosten mit ein, ist der Waschball definitiv die kosteneffektivere Art, deine Wäsche zu waschen.

Nachteile des Waschballs

Bei weißer Wäsche kann der Waschball zum schnelleren Vergrauen führen.
Bei weißer Wäsche kann der Waschball zum schnelleren Vergrauen führen. (Foto: CC0 / Pixabay / KaoruYamaoka)

Auch wenn der Waschball eine sehr gute Waschkraft hat, solltest du nicht zu viel von ihm erwarten. Einige Nachteile gibt es natürlich auch hier:

  • Starke Verschmutzungen: Deine Alltagskleidung kannst du mit dem Waschball problemlos waschen, denn leichte Verschmutzungen sind für ihn kein Problem. Bei hartnäckigeren Flecken kommt aber auch der Waschball an seine Grenzen. Du kannst die Wirkung des Balls aber unterstützen, indem du eine kleine Menge selbstgemachtes Waschmittel dazu gibst.
  • Anderer Wäschegeruch: Natürlich wird es für dich erst einmal ungewohnt sein, dass der Waschball keine Duftstoffe an deine Kleidung abgibt. Der Frischeduft von Weichspülern fehlt dir vielleicht am Anfang. Denke aber daran, dass die Wäsche trotzdem sauber wird. Wenn du nicht auf duftende Wäsche verzichten willst, kannst du dir Wäscheduft mit natürlichen Zutaten herstellen.
  • Vergrauen der Wäsche: Ein Nachteil des Waschballs ist, dass die Kleidung schneller vergrauen kann. Besonders bei weißer Wäsche ist das ein Problem.
  • Verkalken der Waschmaschine: Im Waschball sind natürlich auch keine Wasserenthärter enthalten. Wenn du besonders kalkhaltiges Leitungswasser hast, kann das dazu führen, dass deine Wassermaschine schneller verkalkt. Wenn du einen Waschball nutzt, solltest du die Waschmaschine regelmäßig entkalken.

Waschball kaufen: Ja oder Nein?

Der Waschball benötigt weniger Energie beim Waschen.
Der Waschball benötigt weniger Energie beim Waschen. (Foto: CC0 / Pixabay / moerschy)

Mit dem Waschball verhält es sich ähnlich wie mit den Waschnüssen: Er wird kontrovers diskutiert und hat sowohl Befürworter als auch Kritiker. Am besten probierst du selbst einmal aus, ob der Waschball etwas für dich ist. Du machst bereits einen guten ersten Schritt, wenn du weniger Waschmittel verwendest.

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(6) Kommentare

  1. Psiram als Quelle – die schießen doch wahllos gegen ALLES, was auch nur einen Hauch alternativ ist. Mal geschaut, wer hinter dem Verein steckt? Richtig, sehr sehr schwierig, da was drüber zu finden. „Aus Sicherheitsgründen.“ Ist klar. 😉

  2. Sorry Utopia, aber löschen bei euch jetzt die Azubis Kommentare? Was ist gegen einen Hinweis auf Psiram einzuwenden? Und einen diffamierenden Kommentar, der eine pauschale Falschbehauptung enthält, lasst Ihr stehen?

  3. Hier war ein Kommentar, bei dem ich versehentlich auf „melden“ gekommen bin – WernerMax, da du Psiram ansprichst & deiner gelöscht wurde, war das wohl deiner. Ich konnts leider nicht rückgängig machen.

    Und hatte gehofft, dass die Moderatoren anhand des Inhalts deines Kommentars sehen, dass die Meldung sinnfrei war.

    Krass allerdings – werden hier automatisiert gemeldete Kommentare gelöscht? o_o

    Witzig, dass nun mein doch recht sachlicher psiram-kritischer gemeldet wurde – der „von Moderatoren geprüft“ werden soll. Wie passt das mit der Löschung von WernerMax‘ Kommentar?

  4. Sehr geehrte/r Frau oder Herr ankegro,

    ich muss gestehen, dass mich die Vorgänge hier ein wenig erstaunen. Ich habe vor einigen Tagen den Link zu der Psiram-Seite erstellt. Dabei habe ich ganz bewusst vermieden, den vorliegenden Bericht oder den Beitrag von Psiram zu werten. Er war nur als weiter Informationsquelle gedacht. Dass die darauf folgende Meldung beim Moderator/ der Moderatorin ein Versehen war, erklärt zumindest diesen Umstand.
    Ich würde aber gerne noch auf Ihren Einwand eingehen. Sie bemängeln, dass Psiram gegen alles schießt, „was auch nur einen Hauch alternativ ist“. Das mag sein. Sie tun es aber mit Argumenten. Deshalb wäre es einer Diskussion förderlich, wenn diese Argumente dann widerlegt (oder ggf. bestätigt) würden. Am Ende dieser Diskussion hätten dann im besten Falle alle etwas gelernt. Quellen generell abzulehnen, weil man die Seite oder bestimmte Personen nicht mag, führt meiner Ansicht nach nicht weiter. Denn Argumente sollten unabhängig von den Personen bewertet werden können. Sonst finden wir uns alle in unseren Filterblasen wieder, weil nur die Ansichten zugelassen werden, die unsere bisherigen Ansichten bestätigen.
    Den Moderator oder die Moderatorin würde ich aber gerne noch fragen, nach welchen Kriterien Beiträge gelöscht werden. Über eine entsprechende Rückmeldung würde ich mich freuen.

    Mit freundlichem Gruß

    nicot

  5. Jep, mich hat die Löschung eben auch massiv überrascht.

    Ich lehne Psiram als Quelle eben „mit Argumenten“, also nicht grundlos, sondern aus gutem Grund, nach eigenen Recherchen ab.

    Genau so, wie ich z.B. das allseits verschriene Zentrum der Gesundheit nicht wie andere pauschal ablehne, sondern mir erst ein eigenes Bild verschafft habe – und für mich entschieden habe, dieses Infoportal als eine von vielen Quellen zu nutzen.

    Ich drücke ja aber niemandem auf, es mir gleich zu tun – darf jeder halten, wie er mag. 🙂

    Es geht bei Psiram nicht um einzelne Personen dahinter, sondern die scheinbaren Intentionen, aus denen heraus Psiram betrieben wird. Und selbst wenn es um Personen selbst ginge – in manchen Fällen würde es auch da Sinn machen, Abstand zu nehmen.

    Meine Recherche ist einige Zeit her, ich habe in meinem Kopf Platz für anderes als die Details dazu gemacht und mir schlicht gemerkt, DASS es in meinen Augen keine seriöse, da keine möglichst neutrale Quelle ist.

    Wer mehr wissen möchte, schaut halt hinterher – nach Psiram Kritik zu suchen ergibt zahlreiche Treffer. Wer länger zurückgucken will, Psiram hieß früher Esowatch.

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