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Neurodermitis und Allergien: so wählst du das richtige Waschmittel

© Jason Briscoe / unsplash.com

Menschen, die mit Allergien und Neurodermitis zu kämpfen haben, überlegen sich sehr genau, welche Waschmittel sie einsetzen. Hier wichtige Tipps zur Auswahl von und zum Umgang mit Waschmitteln.

Um mit Allergien, Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder generell empfindlicher Haut fertig zu werden, achten viele stärker auf die eigene Ernährung und Körperpflege. Gleichzeitig hat die Pflege unserer Kleidung aber auch einen großen Einfluss auf unsere Hautgesundheit. Die im Waschmittel enthaltenen Tenside, Parfüme, Bleichmittel und Füllstoffe haften an der Wäsche und übertragen sich durch Reibung direkt auf die Haut. Deswegen können das richtige Waschmittel und ein bewusster Umgang damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, deine Haut nicht nur zu schützen, sondern eventuell sogar zu verbessern.

Vorsicht: reizend!

Neben anderen Faktoren spielen auch die verwendeten Tenside bei der Hautverträglichkeit eine Rolle. Einige Tenside können die Haut unnötig reizen. Leider sind die Angaben auf den Verpackungen oft nicht besonders aufschlussreich, weil nur angegeben werden muss, ob es sich um anionische oder kationische Tenside handelt. Achte daher beim Kauf darauf, ob das Waschmittel (nicht nur die einzelnen Inhaltsstoffe) dermatologisch getestet wurde und für hautempfindliche Menschen geeignet ist.

Genau zu diesem Zweck werden spezielle dermatologische Tests durchgeführt. Herstellerlabels wie „sensitiv“ auf einem Produkt sind nicht geschützt oder geregelt und deshalb kein verlässlicher Hinweis auf die Hautverträglichkeit. Entscheidend ist der Gefahrenhinweis auf der Packung: Siehst du das „Achtung“-Symbol (Ausrufezeichen im roten Rahmen), darfst du nicht davon ausgehen, dass das Waschmittel besonders hautschonend ist!

Deine Waschmaschine, das Biotop

Wer auf seine Hautgesundheit achtet, denkt natürlich auch über die blinden Passagiere nach, die sich durch das Tragen in der Wäsche ansammeln könnten. Zwar genügt für die meiste Wäsche eine Temperatur zwischen 30 und 40° C, Keime und Bakterien werden aber erst bei 60° C oder bei Zugabe eines Bleichmittels auch schon ab 40° C zuverlässig abgetötet.

Diese Bleichmittel sind allerdings nicht in Flüssigwaschmitteln enthalten. Wenn du ausschließlich auf niedrigen Temperaturen und mit flüssigen Waschmitteln wäschst, bildet sich in deiner Waschmaschine ein Biofilm aus Keimen und Bakterien, die das feuchtwarme Klima zur Vermehrung geradezu lieben. Diese Keime und Bakterien sammeln sich natürlich auch in deiner Wäsche, die dadurch muffig riecht und zur Bazillenschleuder werden kann. Falls Du beim Öffnen deiner Waschmaschine neben dem Parfüm des Waschmittels auch einen leicht modrigen Geruch – wie in einem feuchten Keller – wahrnimmst, hat sich bereits ein ausgeprägter Biofilm installiert.

Was du dagegen tun kannst: Regelmäßiges Waschen – mindestens 1 Maschine pro Woche – bei 60° C mit einem echten Vollwaschmittel. Ein echtes Vollwaschmittel ist pulverförmig und enthält Bleichmittel. Flüssige Vollwaschmittel erzielen nicht das gewünschte Ergebnis, da sie keine Bleichmittel, sondern nur optische Aufheller enthalten. Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche aus Baumwolle oder einem Baumwollmischgewebe kannst du in aller Regel bei 60° C waschen, auch wenn die Herstellerangaben anders lauten. Vorsicht solltest du nur bei dunklen Farben walten lassen.

Duftstoffe riechen zwar gut, sind für Allergiker aber oft ein No-Go. (© Michal Bar Haim / unsplash.com)

Freundlich zu deiner Nase

Auch Duftstoffe können für Allergiker zum Problem werden: ein angenehmer Geruch ist für uns der Gradmesser sauberer Wäsche und ist oft auch kaufentscheidend. Allerdings können für Menschen mit Haut- und Atemwegserkrankungen bestimmte Duftstoffe ein rotes Tuch sein. Sie sollten deswegen entweder mit Vorsicht oder überhaupt nicht verwendet werden.

Kennzeichnungspflichtige Duftstoffe, die ab einer Konzentration von 0,01 % mit den Inhaltsstoffen aufgelistet werden müssen, werden in der Regel mit ihrer INCI-Bezeichnung (INCI steht für „International Nomenclature Cosmetic Ingredients“, also die internationale Benennung kosmetischer Inhaltsstoffe) separat auf einer Website aufgelistet, die du auf der Verpackung finden solltest.

Außerdem sind Hersteller verpflichtet, auf allen Verpackungen den Firmennamen, die Anschrift und eine Infohotline anzugeben, wo du weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen und eventuellen Allergenen bekommst. Auf Nummer sicher kannst du gehen, wenn du zu Konzentraten greifst, die vollständig dermatologisch getestet und „für Neurodermitiker geeignet“ sind. Und manche Hersteller bieten sogar eine Allergie-Beratung an.

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