Weiße Bohnen kochen: So bekommen sie die richtige Konsistenz

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Um weiße Bohnen weich zu kochen, musst du sie im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten nicht unbedingt vorher einweichen. Wir erklären dir, wie du weiße Bohnen richtig zubereitest.

Weiße Bohnen gehören zu den Hülsenfrüchten und sind reich an Eiweiß und Ballaststoffen. Somit sorgen sie für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und gehören zu den besten pflanzlichen Proteinquellen. Trotzdem landen Bohnen hierzulande meist nur selten auf dem Teller. Dabei kannst du weiße Bohnen leicht und recht schnell zubereiten.

Weiße Bohnen kochen: Einweichen lohnt sich

Ob schwarze oder weiße Bohnen - die Zubereitung bleibt gleich.
Ob schwarze oder weiße Bohnen – die Zubereitung bleibt gleich. (Foto: CC0 / Pixabay / artverau)

Anders als oft angenommen, musst du Bohnen vor dem Kochen nicht unbedingt einweichen. Durch vorheriges Einweichen über Nacht kannst du aber den Gehalt an Oligosacchariden verringern, wodurch die Bohnen leichter verdaulich sind. Allerdings ist dies nicht endgültig belegt: Während manche Menschen selbst bei eingeweichten Bohnen starke Blähungen bekommen, haben andere nie Probleme mit den leckeren Hülsenfrüchten.

Was aber definitiv für die Einweichmethode spricht, ist eine verkürzte Kochzeit:

  • trockene Bohnen: 1,5 bis 2 Stunden kochen
  • über 12 Stunden eingeweichte Bohnen: 45 bis 60 Minuten kochen

Wenn du weiße Bohnen über Nacht einweichst, sparst du also nicht nur Zeit in der Küche, sondern auch Energie beim Kochen.

Die ideale Zubereitung der weißen Bohnen:

  1. Am Vortag: Spüle die Bohnen mit Wasser ab, übergieße sie dann mit reichlich frischem Wasser und lasse sie über Nacht quellen.
  2. Nach mindestens zwölf Stunden: Gieße das Einweichwasser ab, spüle die Bohnen nochmals mit frischem Wasser ab und gib sie in einen Kochtopf.
  3. Fülle Wasser in den Topf, bis die Bohnen etwa ein bis zwei Zentimeter mit Wasser bedeckt sind.
  4. Optional: Gib Gewürze oder frische Kräuter deiner Wahl ins Kochwasser, zum Beispiel etwas Majoran oder Lorbeerblätter.
  5. Lasse die Bohnen bei niedriger Hitze etwa 45 bis 60 Minuten köcheln, bis sie schön weich sind.
  6. Möchtest du die Bohnen nicht gleich heiß weiterverwenden, solltest du sie in der warmen Kochbrühe abkühlen lassen. Andernfalls würde die feine Haut der Bohnen aufplatzen. Besonders wichtig ist dies bei weißen Riesenbohnen.

Weiße Bohnen ohne Einweichen kochen

Hast du vergessen, die weißen Bohnen vorab einzuweichen, kannst du sie trotzdem kochen. Du musst lediglich eine etwa doppelt so lange Kochzeit einplanen, damit die weißen Bohnen weich werden. Ansonsten bleibt die Zubereitung gleich:

  1. Spüle die Bohnen mit Wasser ab und gib sie dann in einen Kochtopf.
  2. Gib so viel Wasser hinzu, dass die Bohnen etwa ein bis zwei Zentimeter mit Wasser bedeckt sind.
  3. Optional kannst du frische Kräuter oder Gewürze deiner Wahl hinzufügen.
  4. Lasse die Bohnen bei niedriger Hitze für etwa 1,5 bis 2 Stunden köcheln, bis sie weich sind.
  5. Auch hier gilt, dass du die Bohnen in der warmen Brühe abkühlen lassen solltest, wenn du sie nicht heiß weiter verwerten willst.

Tipp: Schnell-Einweichmethode für Bohnen

Weiße Bohnen sind schmackhaft und gesund - und lassen sich leichter zubereiten, als viele denken.
Weiße Bohnen sind schmackhaft und gesund – und lassen sich leichter zubereiten, als viele denken. (Foto: CC0 / Pixabay / zoosnow)

Wenn du am Vorabend nicht ans Einweichen gedacht hast, aber zumindest wenige Stunden vor dem Kochen ans Bohnengericht denkst, kannst du auch folgende Methode benutzen:

  1. Spüle die Bohnen mit Wasser ab und gib sie mit ein bis zwei Zentimeter Wasser bedeckt in einen Kochtopf.
  2. Bringe das Wasser zum Kochen, lasse die Bohnen etwa zwei Minuten lang köcheln und nimm sie dann vom Herd.
  3. Lasse die Bohnen so lange stehen, dass du noch etwa 1 bis 1,5 Stunden zum Kochen einplanen kannst.

Durch die Schnell-Einweichmethode verzögert sich ebenfalls die Kochzeit etwas, wodurch du Energie sparen kannst. Allerdings zerfallen bei dieser Zubereitung die weißen Bohnen am ehesten und verlieren mitunter auch die Haut. Daher ist diese Methode eher geeignet, wenn du die Bohnen ohnehin pürieren möchtest – etwa zu einem leckeren Aufstrich.

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