Babykleidung waschen: Vor der Geburt und wenn dein Baby da ist

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Babykleidung zu waschen schont die Gesundheit deines Babys. Mit unseren einfachen Tipps sparst du dir Zeit, Nerven und entfernst auch schwierige Flecken.

Babykleidung richtig waschen: Warum das wichtig ist

Vor dem ersten Tragen solltest du Babykleidung unbedingt waschen – auch die Erstlingsausstattung vor der Geburt. So entfernst du Rückstände wie Chemikalien vom Färben oder Imprägnieren – und auch andere Stoffe, mit denen die Babykleidung vielleicht während der Herstellung, der Lagerung oder im Handel in Kontakt gekommen ist. 

Familien mit Baby sehen sich oft mit wahren Wäschebergen konfrontiert. Und die Babykleidung weist oft hartnäckige und müffelnde Verschmutzungen auf. Da liegt es nahe, zu stark chemischen Waschmitteln oder duftigen Weichspülern zu greifen. Aber du solltest bei deiner Wahl vorsichtig sein. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) und das European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) warnen davor, dass unter anderem Duftstoffe in Waschmitteln und Weichspülern chronische Allergien wie Neurodermitis und Asthma nicht nur verschlechtern, sondern sogar auslösen können.

Vor dem Waschen: Bewusst Babykleidung kaufen

Mützchen, Body, Strampler und Fäustlinge: Auch die allererste Babykleidung sollte gewaschen werden
Mützchen, Body, Strampler und Fäustlinge: Auch die allererste Babykleidung sollte gewaschen werden
(Foto: CC0 / Pixabay / PublicDomainPictures)

Schon wenn du Babykleidung kaufst, kannst du einiges beachten: Schadstofffreie Babykleidung erkennst du an seriösen Textil-Siegeln wie beispielsweise dem „IVN Best Siegel„. Und mit einem Blick auf das Wäscheetikett macht dir das Waschen später weniger Mühe:

  • Kaufe Babykleidung, die du bei 30 bis 60 Grad waschen kannst – diese musst du später nicht von Hand waschen.
  • Du willst Babykleidung waschen, die aus empfindlichen Textilien oder Naturmaterialien wie Seide und Wolle besteht? Einige Stoffe musst du von Hand waschen. In vielen Fällen kann dir aber auch ein Feinwasch- oder Wollwaschprogramm die Arbeit abnehmen.
  • Kaufe Baby-Bettwäsche, die du bei 60 Grad waschen kannst – erst bei dieser Temperatur werden Keime abgetötet. Und gerade kleine Babys verschmutzen ihr Bett oft mit Milchspucke, Erbrochenem oder Stuhl. Auch der Kot von Hausstaubmilben kann sich auf Bettwäsche sammeln.
  • Stoffwindeln reinigst du gründlich bei 60 Grad. Mehr dazu: Stoffwindeln: Vor- und Nachteile und worauf du beim Kauf achten solltest

Babykleidung waschen – mit Bio-Waschmittel

In den ersten drei Lebensjahren gehört das Waschen von Babykleidung zum Alltag der Eltern
In den ersten drei Lebensjahren gehört das Waschen von Babykleidung zum Alltag der Eltern
(Foto: CC0 / Pixabay / moerschy)

Es gibt eine große Auswahl an speziellen Waschpulvern oder -Flüssigwaschmitteln für Babys oder mit dem Zusatz „sensitiv“ oder „duftfrei“. Dabei handelt es sich jedoch nicht um geschützte Begriffe. Deshalb solltest du prüfen, ob die Waschmittel Inhaltsstoffe enthalten, die für die Gesundheit deines Babys und die Umwelt schädlich sind. Vermeide zum Beispiel Phosphate, Konservierungsstoffe, gentechnisch veränderte Enzyme, Tenside auf Erdöl-Basis, Parfum und Mikroplastik.

Mit anspruchsvollen Prüfsiegeln ist es leicht, ein nachhaltiges und schadstoffärmeres Waschmittel auszuwählen. Auch mit Waschnüssen kannst du Babykleidung waschen – sie sind ein biologisches und Reizstoff-armes Produkt.

Übrigens: Babykleidung kannst du im energieeffizienten Trockner trocknen, so wird sie besonders weich. Wenn du sie an der Luft trocknest, sparst du aber noch mehr Energie.

Babykleidung mit Gallseife vorbehandeln

Selbst bei starken Verunreinigungen auf der Babykleidung kannst du einen Bogen um chemische Fleckenentferner machen. Gallseife ist ein natürliches Produkt aus Rindergalle und einer Seifengrundsubtanz wie Kernseife und beseitigt fast jeden Fleck.

Am besten funktioniert Gallseife, wenn du Flecken frisch damit behandelst: Befeuchte die Stellen mit Wasser, reibe die Gallseife ein und lasse sie fünf bis zehn Minuten einweichen. Danach kannst du die vorbehandelte Babykleidung in der Waschmaschine waschen – ökologisch bei niedrigerer Temperatur.

Achtung: Gallseife basiert auf Rindergalle und ist nicht vegan.

Babyöl für Karottenbrei-Flecken

Karottenbrei ist ein klassisches Gericht für Babys – und leider auch ein Flecken-Klassiker. Die hartnäckigen Verfärbungen in der Babykleidung entstehen durch das in den Karotten enthaltene Beta-Carotin.

Aber auch hier sind chemische Fleckenentferner unnötig: Da Beta-Carotin fettlöslich ist, kannst du verfärbten Stellen auf Babykleidung vor dem Waschen einfach mit Babyöl behandeln. Das Babyöl kannst du anschließend einfach aus Textilien rauswaschen.

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