Berberitze: So pflanzt und pflegst du Berberitzenhecken und -sträucher

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Die Berberitze ist eine beliebte Heckenpflanze, weil sie extrem robust und frostunempfindlich ist. In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Berberitzenhecke oder einen Berberitzenstrauch richtig pflanzt und pflegst.

Die Berberitze ist vielen Hobbygärtnern auch unter dem Namen Sauerdorn bekannt. Das dornige Gewächs mit den dicht wachsenden, meist dunkelgrünen Blättern eignet sich besonders gut, wenn du eine Hecke für deinen Naturgarten suchst. Die gelblichen Blüten werden gerne von Insekten angeflogen, während die roten bis violetten Beeren bei Vögeln sehr beliebt sind. Wenn du einen vogel- und insektenfreundlichen Garten anlegen möchtest, ist eine Berberitzenhecke also genau das Richtige für dich.

Berberitze pflanzen: Die richtige Sorte wählen

Einige Arten der Berberitze behalten ihr Laub auch im Winter.
Einige Arten der Berberitze behalten ihr Laub auch im Winter. (Foto: CC0 / Pixabay / LuidmilaKot)

Wenn du eine Berberitze als Strauch oder Hecke pflanzen möchtest, solltest du zuerst entscheiden, ob du eine laubabwerfende oder eine immergrüne Pflanze möchtest. Immergrüne Hecken haben den Vorteil, dass sie dir auch im Winter einen natürlichen Sichtschutz bieten. Je nach Sorte variiert auch die Blattfarbe, Blütezeit und der Wuchs der Berberitze.

Beliebte Berberitzen-Arten, die sich im europäischen Klima bewährt haben, sind:

  • Berberis candidula ist auch als Immergrüne Kissen-Berberitze bekannt und eignet sich gut als Heckenpflanze. Da sie nicht allzu hoch wächst, kannst du mit ihr besonders gut kleine Hecken anlegen, die ihr Grün den gesamten Winter behalten.
  • Berberis vulgaris ist die einzige aus Deutschland stammende Berberitzenart und wird auch Gewöhnliche Berberitze genannt. Sie blüht von Mai bis Juni und trägt im Herbst orangefarbene Früchte. Im Winter wirft diese Art ihr Laub ab.
  • Berberis julianae gehört zu den immergrünen Berberitzen und trägt größere, ovale Blätter. Besonders hübsch sind die blauen Früchte, die sich aus den im Mai und Juni blühenden, gelben Blüten entwickeln.
  • Berberis thunbergii wächst besonders dicht und ist damit die ideale Heckenpflanze. Zwar wirft sie im Winter ihr Laub ab, dafür kannst du dich im Herbst an der farbenfrohen Blattfärbung dieser Berberitze erfreuen. Im Gartenfachhandel bekommst du von dieser Sorten auch Pflanzen mit roten oder hellgelben Blättern.

Berberitze pflanzen: So machst du es richtig

Eine Berberitzenhecke pflanzt du am besten an einen sonnigen bis halbschattigen Ort.
Eine Berberitzenhecke pflanzt du am besten an einen sonnigen bis halbschattigen Ort. (Foto: CC0 / Pixabay / _Alicja_)

Egal welche Art du für deine Berberitzenhecke wählst, beim Pflanzen der Berberitze gehst du immer gleich vor. Damit die dornige Pflanze schnell anwächst, solltest du dabei die folgenden Hinweise beachten:

  • Der richtige Standort: Am wohlsten fühlt sich die Berberitze an einem halbschattigen bis sonnigen Platz in deinem Garten. Immergrüne Sorten solltest du unbedingt vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen, da diese im Winter den Blättern schaden kann. Sträucher und Hecken aus Berberitze wirken besonders schön vor Zäunen oder Mauern.
  • Der richtige Boden: Die Berberitze braucht einen gut durchlässigen, lockeren Boden, der gerne auch etwas saurer sein kann. Saure Erde erkennst du an speziellen Zeigerpflanzen, wie zum Beispiel dem Gänseblümchen oder Heidekraut. Aber auch mit kalkhaltigem Boden kommen Berberitzenhecken gut aus. Du solltest nur darauf achten, dass die Erde am Standort nicht zu feucht ist.
  • Unterpflanzung: Bodendeckerrosen lassen sich als Unterpflanzung gut mit einer Berberitzenhecke kombinieren. Außerdem kannst du vor immergrüne Berberitzen Frühblüher wie Krokusse, Tulpen oder Narzissen pflanzen.

Berberitze pflanzen: In Baumschulen und Gartenfachgeschäften kannst du die Berberitze als Jungstrauch im Pflanzcontainer kaufen. Immergrüne Berberitzen pflanzt du am besten im Frühjahr, während der beste Pflanzzeitpunkt für laubabwerfende Sorten im Herbst liegt.

  1. Befreie den zukünftigen Standort der Berberitze von Unkraut und alten Wurzeln.
  2. Stelle die eingetopften Wurzelballen in einen Eimer voll Wasser. Wenn keine Luftbläschen mehr an die Wasseroberflache kommen, ist die Jungpflanze ausreichend gewässert.
  3. Hebe jetzt die Pflanzlöcher aus. Sie sollten etwa doppelt so breit sein wie die Wurzelballen der Berberitzenpflanzen. Je nach Sorte musst du einen anderen Pflanzabstand beachten.
  4. Mische die ausgehobene Pflanzerde mit etwas Kompost und Hornspänen. So bekommen die Berberitzen von Anfang an genug Nährstoffe.
  5. Topfe die Berberitze aus und setze sie etwa mittig in die Pflanzlöcher.
  6. Fülle das Loch jetzt wieder mit der Pflanzerde auf und drücke das Substrat leicht an.
  7. Gieße die Berberitzen zum Schluss großzügig an.

Berberitzenhecke richtig pflegen

Die Berberitze ist eine sehr pflegeleichte und robuste Pflanze, die kaum von Schädlingen befallen wird.
Die Berberitze ist eine sehr pflegeleichte und robuste Pflanze, die kaum von Schädlingen befallen wird. (Foto: CC0 / Pixabay / zibik)

Die Berberitze ist als Heckenpflanze so beliebt, weil sie sehr pflegeleicht ist. Mit den folgenden Tipps kannst du dafür sorgen, dass deine Berberitzenhecke schnell und dicht wächst:

  • Gießen: Gelegentliche Regengüsse reichen in der Regel aus, um die Berberitze zu bewässern. Zusätzlich gießen musst du die Hecken und Sträucher nur in langen Trockenphasen. Damit der Boden gleichmäßig feucht bleibt, kannst du eine Mulchschicht auf die Erde auftragen, wenn du die Berberitze einpflanzt. So sparst du dir auch das Unkraut jäten, da das Mulchen den Wildwuchs unterdrückt.
  • Düngen: In der Regel musst du die Berberitze nicht düngen. Es reicht aus, wenn du bereits der Pflanzerde etwas Kompost oder organischen Dünger beimischst.
  • Schneiden: Kürze bei kleinen Sträucher direkt beim Einpflanzen die Triebe um etwa ein Drittel oder sogar die Hälfte ein. So sorgst du dafür, dass das Geäst sich später besser verzweigt. Ansonsten musst du Berberitzenhecken nicht weiter schneiden. Nur bei sperrig wachsenden Hecken kannst du einen leichten Formschnitt vornehmen. Allgemein ist die Berberitze sehr schnittverträglich.
  • Krankheiten und Schädlinge: Immergrüne Berberitzen werden so gut wie nie von Krankheiten befallen. Ab und zu kommt es bei ihnen aber vor, dass sie vom Dickmaulrüssler angenagt werden. Diesen Käfer bekämpfst du am besten, indem du Nematoden einsetzt oder seine natürlichen Fressfeinde förderst. Sommergrüne Berberitzenarten leiden häufiger unter Echtem Mehltau. Sammle in diesem Fall alle befallenen Blätter ab und besprühe das Gewächs mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm.

Schon gewusst? Die Früchte der Gemeinen Berberitze (Berberis vulgaris) sind essbar und enthalten viel Vitamin C. Du kannst die sauer schmeckenden Beeren zum Beispiel zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Verwende dafür aber wirklich nur die Früchte der Berberbis vulgaris, die Beeren anderer Sorten gelten als leicht giftig.

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